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Kartenansicht von Bremen mit markiertem Stadtteil Burglesum
Adobe Stock/Momcilo

Burglesum: Grüner Stadtteil zwischen Lesum, Werderland und Geschichte

Fünf Ortsteile, viel Natur und ein Stadtteilgefühl zwischen Flusslandschaft, alten Villen und gewachsenen Wohnquartieren

Burglesum in Bremen-Nord gehört wohl zu den grünsten Stadtteilen Bremens. Zwischen der Lesum, weiten Marschflächen, historischen Ortskernen und lebendigen Wohnquartieren kommt hier eine deutlich ruhigere und weitläufigere Seite der Hansestadt zum Vorschein.

Der Stadtteil vereint fünf sehr unterschiedliche Ortsteile: Burg-Grambke, Burgdamm, Lesum, St. Magnus und Werderland. Während Burgdamm als bevölkerungsreicher Wohnortsteil gilt, prägen in Lesum Geschichte, Kultur und der Knoops Park das Bild. St. Magnus ist bekannt für Villenlagen und frühere Sommersitze Bremer Kaufleute, Werderland für Marschlandschaft und Landwirtschaft. Burg-Grambke wiederum verbindet Wohnen mit der Nähe zum Industriehafen.

Gerade diese Mischung macht Burglesum besonders: Es ist ein Stadtteil in Bremen-Nord mit viel Fläche, viel Grün und sehr verschiedenen Lebenswelten – verbunden durch die Lage im Bremer Norden und die Nähe zur Lesum.

Zahlen und Fakten: Burglesum im Überblick

Detaillierte Straßenkarte des Bremer Stadtteils Burglesum mit eingezeichnetem Straßennetz und Stadtteilgrenzen
Die Straßenzüge des Stadtteils Burglesum in Bremen. Adobe Stock/Momcilo

Mit einer Fläche von 25,831 Quadratkilometern zählt Burglesum zu den flächenmäßig größten Stadtteilen Bremens. Rund 33.088 Menschen leben hier – verteilt auf fünf Ortsteile, die von dichter bebauten Wohnquartieren bis hin zu weitläufigen Marschlandschaften reichen.

Das Durchschnittsalter liegt bei 44,8 Jahren (2024) und damit leicht über dem Bremer Durchschnitt von 43,1 Jahren. Ein Blick auf die Entwicklung zeigt, dass die Bevölkerung in den vergangenen Jahrzehnten zunächst älter geworden ist: Lag das Durchschnittsalter 1994 noch bei 42,5 Jahren, stieg es bis 2014 auf 46,5 Jahre an. Seitdem ist es wieder leicht gesunken. Diese Entwicklung spiegelt den Wandel des Stadtteils wider, in dem sich gewachsene Wohngebiete ebenso finden wie Quartiere, die heute verstärkt Familien anziehen.

Burglesum vereint auf vergleichsweise großer Fläche sehr unterschiedliche Lebensräume. Historische Ortskerne, weitläufige Grün- und Naturräume, klassische Wohngebiete sowie Bereiche mit gewerblicher Prägung machen den Stadtteil zu einem der vielfältigsten im Bremer Norden.


Fünf Ortsteile, fünf Gesichter

Burglesum gliedert sich in die fünf Ortsteile Burg-Grambke, Werderland, Burgdamm, Lesum und St. Magnus. Sie unterscheiden sich deutlich in Struktur, Atmosphäre und Nutzung – gemeinsam prägen sie den abwechslungsreichen Charakter des Stadtteils.

  1. Burg-Grambke

    Burg-Grambke verbindet Wohngebiete mit der Nähe zum Industriehafen. Der Ortsteil ist stärker gewerblich geprägt als andere Bereiche Burglesums, bietet zugleich aber gewachsene Wohnlagen und kurze Wege in den Bremer Norden.

  2. Werderland

    Werderland ist der flächenmäßig größte Ortsteil, aber nur dünn besiedelt. Weite Marschlandschaften, Landwirtschaft und Natur bestimmen hier das Bild. Damit bildet Werderland einen ruhigen, offenen Gegenpol zu den dichter bebauten Quartieren.

  3. Burgdamm

    Burgdamm ist der bevölkerungsreichste Ortsteil Burglesums. Viel Wohnbebauung, Nahversorgung und gute Erreichbarkeit machen ihn zu einem wichtigen Alltagszentrum innerhalb des Stadtteils.

  4. Lesum

    Lesum gilt als historisches und kulturelles Zentrum Burglesums. Der Ortsteil ist eng mit der Lesum verbunden und besonders durch Knoops Park bekannt, der zu den beliebtesten Grünanlagen in Bremen-Nord zählt.

  5. St. Magnus

    St. Magnus steht für eine besonders idyllische Seite des Stadtteils. Villengegenden, alte Baumbestände und frühere Sommersitze Bremer Kaufleute prägen das Bild und verleihen dem Ortsteil einen eigenen, fast parkartigen Charakter.


Geschichte: Von der Burg an der Lesum zum grünen Stadtteil

Blick ins Ruschdahlmoor
Blick ins Ruschdahlmoor. Kristina Bumb

Die Geschichte Burglesums ist eng mit der Lage an der Lesum verbunden. Der Stadtteilname erinnert an die frühere Burg bei der Lesum, die dem Gebiet seinen Namen gab und auf die strategische Bedeutung des Flussraums hinweist.

Über lange Zeit waren die heutigen Ortsteile unterschiedlich geprägt: Während Lesum historisch als gewachsener Ortskern eine wichtige Rolle spielte, blieben Bereiche wie das Werderland stärker landwirtschaftlich und landschaftlich geprägt. In St. Magnus entstanden später herrschaftliche Landsitze und Sommerhäuser wohlhabender Bremer Familien, deren Spuren bis heute sichtbar sind.

Mit dem Wachstum Bremens entwickelten sich auch Burgdamm und Burg-Grambke weiter. Wohngebiete, Verkehrswege und gewerbliche Nutzungen kamen hinzu, ohne dass der Stadtteil seinen starken Bezug zu Natur und Flusslandschaft verlor. Heute zeigt sich Burglesum als historisch gewachsener Stadtteil, in dem alte Ortskerne, Parklandschaften und moderne Wohnquartiere eng nebeneinanderliegen.

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Bildung, Betreuung und Versorgung

Burglesum verfügt über eine breit aufgestellte Bildungslandschaft mit mehreren Grundschulen, Oberschulen und weiterführenden Schulen. Zu den Einrichtungen im Stadtteil zählen unter anderem die Grundschule Am Mönchshof, die Europaschule Schulzentrum Burgdamm, die Schule an der Grambker Heerstraße, die Oberschule Lesum sowie das Schulzentrum an der Bördestraße. Über die Stadtteilgrenzen hinaus bekannt ist das Nebelthau-Gymnasium in Lesum. Die Schule in freier Trägerschaft begleitet Schülerinnen und Schüler von der fünften Klasse bis zum Abitur und verbindet ihr evangelisch-diakonisches Profil mit einem offenen Ganztagsangebot sowie einem besonderen Schwerpunkt im Fach Englisch. Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche Kindertagesstätten und Betreuungseinrichtungen in den einzelnen Ortsteilen.

Auch die medizinische Versorgung ist gut ausgebaut. Haus- und Facharztpraxen, Apotheken sowie therapeutische Angebote verteilen sich über den Stadtteil und werden durch die gute Erreichbarkeit weiterer medizinischer Einrichtungen im Bremer Norden ergänzt. So finden viele Wege des Alltags direkt vor Ort statt.

Einkaufen in Burglesum

Die kleine Geschäftsstraße am Lesumer Marktplatz in der Morgensonne
Sie sind meist inhabergeführt und bieten besondere Sortimente: die Geschäfte im Lesumer Ortskern, in Burgdamm, St. Magnus und Marßel. Kristina Bumb

Die Nahversorgung in Burglesum verteilt sich auf mehrere Ortsteile. Besonders rund um die Lesumer Heerstraße und die Hindenburgstraße finden sich Supermärkte, Bäckereien, Drogerien, Apotheken und kleinere Fachgeschäfte. Hinzu kommen Spezialanbieter, die das Angebot im Stadtteil abrunden.

Vor allem das Zentrum von Lesum lädt zum Bummeln ein. Entlang der Hindenburgstraße prägen inhabergeführte Geschäfte, Feinkostläden, Modegeschäfte und ein Eiscafé das Straßenbild. Die Mischung aus alltäglicher Nahversorgung und kleineren Fachgeschäften verleiht dem Ortsteil einen eigenständigen Charakter.

Frische Lebensmittel gibt es außerdem auf den beiden Wochenmärkten im Stadtteil. Der Wochenmarkt Lesum findet freitags von 8 bis 13 Uhr in der Hindenburgstraße statt, der Wochenmarkt Marßel ebenfalls freitags von 8 bis 13 Uhr in der Stockholmer Straße. Beide Märkte ergänzen das bestehende Angebot um regionale Produkte und dienen vielen Menschen zugleich als Treffpunkt im Stadtteil.

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Engagement und Gemeinschaft

Sommer in Lesmona
„Sommer in Lesmona“ lockt jedes Jahr viele Menschen in Knoops Park. Joerg Sarbach

Burglesum lebt von einem vielfältigen gesellschaftlichen und kulturellen Engagement. Zahlreiche Vereine, Initiativen und Institutionen tragen dazu bei, das Gemeinschaftsleben im Stadtteil aktiv zu gestalten. Das Angebot reicht von Sport- und Kulturvereinen über soziale Einrichtungen bis hin zu Heimat- und Naturschutzvereinen. Auch der Förderverein Knoops Park sowie die Kulturinitiative Lesum e. V. engagieren sich seit vielen Jahren für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Stadtteils.

Zu den kulturellen Höhepunkten zählen die Burglesumer Kulturtage, die mit Konzerten, Ausstellungen, Lesungen und weiteren Veranstaltungen jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm bieten und Menschen aus dem gesamten Bremer Norden zusammenbringen.

Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist außerdem „Sommer in Lesmona“. Das Open-Air-Konzert der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen findet in der besonderen Atmosphäre des Knoops Parks statt und verbindet klassische Musik mit Picknickkultur unter freiem Himmel. Die Veranstaltung zählt zu den festen Größen im Bremer Kulturkalender und macht den Stadtteil weit über Burglesum hinaus bekannt.

Stadtteilfiliale Lesum
Die Stadtteilfiliale Lesum der Sparkasse Bremen dient als Treffpunkt im Stadtteil Burglesum. Sparkasse Bremen

Burglesum und die Sparkasse Bremen

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Freizeitheim Burglesum, Außenansicht
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Autorenbild Katharina Resmer

Von Katharina Resmer

In bin in Niedersachsen geboren, in Bremen-Nord aufgewachsen, habe in Hamburg zu mir selbst gefunden – und bin nun endlich wieder in der kleineren Hansestadt angekommen, um zu bleiben. Wandern, Fahrradfahren und Tagträumen – all das klappt ganz wunderbar in der neu-alten Heimat.

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