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Neuer Ortsamtsleiter Schwachhausen/Vahr: „Am Puls der Stadtteile“

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Ralf Möller freut sich auf seine neuen Aufgaben

Ab Juni gibt es einen neuen Ortsamtsleiter für Vahr und Schwachhausen. Dann tritt Ralf Möller, bis jetzt beim Umweltbetrieb Bremen tätig, die Nachfolge von Karin Mathes an. Bevor es mit dem neuen Posten losgeht, hat er noch Zeit gefunden, unsere Fragen zu beantworten.


„Sie merken vielleicht, ich mag gern gestalten.“


Was müssen die Menschen im Stadtteil über ihren neuen Ortsamtsleiter wissen?

Ralf Möller: Nun, vielleicht zunächst zu meiner Person. Ich bin 53 Jahre alt und mittlerweile seit 30 Jahren glücklich mit meiner Frau zusammen. Wir habe gemeinsam zwei Töchter im Alter von 13 und 16 Jahren. Nach meinem Schulabschluss hatte ich zunächst hier in Bremen eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner absolviert und auch einige Jahre danach in diesem Beruf gearbeitet.

Ortsamtsleiter Schwachhausen/Vahr – Ralf Möller
Der neue Ortsamtsleiter Schwachhausen/Vahr, Ralf Möller. Möller

Als mein damaliger Chef den Auftrag zur Erweiterung des Rhododendronparks erhielt und ich die Ausführungspläne in den Händen hatte, war mir klar, was ich im Weiteren machen wollte. Ich holte schnell mein Abitur nach und absolvierte ein Studium der Garten- und Landschaftsarchitektur in Osnabrück. Unmittelbar nach dem Studium arbeitete ich einige Jahre als Freiraum- und Objektplaner in einem interdisziplinären Planungsbüro in Nordrhein-Westfalen. Irgendwann wollte ich dann aber wieder nach Bremen zurück und bewarb mich beim Umweltbetrieb Bremen (UBB), damals noch Stadtgrün – zunächst als bauleitender Ingenieur, dann als Referatsleiter in der Grünflächenunterhaltung. In der Zeit war ich unter anderem für die Stadtteile Schwachhausen und Vahr zuständig.

Unmittelbar vor meinem Wechsel zum Ortsamt führte ich ein Referat, in dem wir übergeordnete Belange der Grünflächenunterhaltung bearbeiten. Das klingt abstrakt, beinhaltete aber ein großes Aufgabengebiet, unter anderem das für den öffentlichen Baumschutz und die Kleingärten – spannende und tolle Aufgabenfelder. Doch jetzt freue ich mich auf die noch umfassenderen, neuen Aufgaben einer Ortsamtsleitung. Sie merken vielleicht, ich mag gern gestalten.


„Ich finde es toll, dass sich Menschen in der Ortspolitik einbringen.“


Wo wohnen Sie derzeit?

Ralf Möller: Derzeit wohne ich in Borgfeld. Innerhalb Bremens wohnte ich zuvor bereits in Mahndorf, Kattenturm und in Horn-Lehe.

Warum haben Sie sich für diese Position beworben?

Ralf Möller: Ich finde die Inhalte und Vielfalt der Themen, mit denen sich das Ortsamt beschäftigt, sehr reizvoll. Die Beiratsmitglieder kümmern sich unmittelbar um die direkten Belange der Bewohnerinnen und Bewohner – von der Verkehrspolitik über soziale Themen bis hin zu den umweltrelevanten Maßnahmen, um nur einige zu nennen.

In dem Zusammenhang finde ich es toll, dass sich Menschen in dieser Form ehrenamtlich engagieren und sich in der Ortspolitik einbringen. Ich bewundere ein solches Engagement. Persönlich konnte ich mich nicht einer einzelnen Partei anschließen und bin daher auch weiterhin parteilos.

Mir ist es ein Anliegen, die Beiräte in deren Arbeit möglichst optimal zu unterstützen und zu stärken – und darüber hinaus auch eigene Impulse einfließen zu lassen. Das Ortsamt ist eine gute und direkte Anlaufstelle für die Bürger und Bürgerinnen. Dichter kann man nicht am Puls der Stadtteile sein.


„Beide Stadtteile haben den Menschen viel zu bieten.“


Was möchten Sie in Ihrer zukünftigen Position gern bewegen?

Vahr Luftbild
Die Vahr aus der Luft. Foto: Pilot71

Ralf Möller: Unsere Gesellschaft funktioniert nur dann gut, wenn wir solidarisch und respektvoll miteinander umgehen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass wir mit unseren Ressourcen vernünftig umgehen. Wir müssen uns alle „bewegen“ – womöglich auch wieder mehr aufeinander zu. Ich möchte nicht antreiben, aber vielleicht Ziele und Ideen aufzeigen, für die es sich lohnt, sich auf den Weg zu machen. So gesehen möchte ich mit meiner Arbeit die Menschen bewegen.

Was zeichnet für Sie die beiden Stadteile Schwachhausen und die Vahr aus?

Wachmannstraße in Schwachhausen
Die Wachmannstraße in Schwachhausen. Linda Bussmann

Ralf Möller: Meine Erfahrung aus meiner bisherigen Arbeit beim Umweltbetrieb Bremen. Ich kenne bereits viele der Akteure und Akteurinnen, die für die Stadtteile wichtig sind. Dazu gehören unter anderem die unterschiedliche Vertretung der Behörden, zum Beispiel vom Verkehr- und Umweltressort, Soziales, aber auch von Kita Bremen, Immobilien Bremen, dem UBB und vielen anderen mehr. Ich habe hier Einblicke hinter die Kulissen gewinnen können, welche für meine zukünftige Arbeit von Vorteil sein werden.

Darüber hinaus spielen natürlich auch die Wohnungsbaugesellschaften, das Stadtteilmanagement, Kontakte zu den Menschen und in die Politik eine wichtige Rolle. Eine gewisse Ortskenntnis ist ebenfalls von Vorteil. Was mich vielleicht noch dafür auszeichnet: Ich mag die zwei Stadtteile. Beide haben mit ihren Menschen so viel zu bieten.


„Aus meiner Sicht darf an Klima und Bildung nicht gespart werden.“


Welche wichtigen Dinge müssen Ihrer Meinung nach nun schnell angegangen werden?

Ralf Möller: Da gibt es tatsächlich eine Vielzahl von Themen. Primär im Bereich des Klimaschutzes und bei der Abmilderung der bereits spürbaren Klimafolgen müssen wir gemeinsam schneller und konsequenter handeln. Hierzu gehören sicherlich ein noch stärkeres Umdenken bei der Mobilität, der lokalen Energieversorgung sowie bessere Schutzvorkehrungen für unsere Altbaumbestände. In dem Zusammenhang kann auch in lokal eingeschränkten Räumen ein wertvoller Beitrag zur Förderung der Biodiversität und Artenvielfalt geleistet werden.

Ortsamt Schwachhausen/Vahr
Der neue Wirkungsort von Ralf Möller: das Ortsamt Schwachhausen/Vahr. Tjark Worthmann

Daneben darf man aber auch die sozialen Aspekte nicht vernachlässigen. In den kommenden Jahren wird für viele Dinge vermutlich deutlich weniger Geld zur Verfügung stehen, da wir noch lange mit den Folgen der aktuellen Pandemie zu tun haben werden. Das Thema Bildung darf da nicht in Vergessenheit geraten. Es wird immens wichtig sein, dass auch zukünftig unter anderem Sprachförderungen sowie die Betreuung für Schülerinnen und Schüler im Angebot sind. Diese Leistungen finden derzeit vielerorts auch außerhalb der Schulen und Kitas statt. Aus meiner Sicht darf an beiden Stellen – Klima und Bildung – nicht gespart werden, da dies in der Zukunft für uns alle unbezahlbar sein würde.

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Autorenbild Tjark Worthmann

Von Tjark Worthmann

Ich fahre am liebsten mit der Vespa oder der Schwalbe durch unsere schöne Hansestadt und entdecke dabei immer wieder geheime Wege und versteckte Orte.

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