Mieten oder kaufen
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Soll ich mieten oder kaufen?

Unsere Pro- und Contra-Liste ist eine Entscheidungshilfe für Unentschlossene

Ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen ist eine große Investition. Schnell stehen weit über 100.000 Euro im Raum. Für die meisten ist eine Baufinanzierung der größte Kredit ihres Lebens. Das erfordert eine gründlich überdachte Entscheidung. Andererseits sind die eigenen vier Wände für viele ein lang gehegter Traum, ein Lebensziel, eine Form der Befreiung und Selbstbestimmung.

Haben Sie auch schon abgewogen, ob Sie zukünftig mieten oder kaufen sollen – und sind einfach zu keiner Entscheidung gekommen? Dann sind Sie hier richtig. Wir haben die besten Argumente für beides. Denn tatsächlich hat jede Variante ihre Vorteile. In unseren Kundengesprächen lernen wir so viele unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Vorlieben kennen, dass wir sehr individuell empfehlen, ob sie eher mieten oder kaufen sollten. Außerdem war das Grund genug, dass wir die wichtigsten Argumente für eine Mietwohnung oder den Hauskauf in diesem Artikel für Sie zusammengefasst haben.

Mieten oder kaufen? Das spricht für Wohneigentum

1. Die eigenen, frei gestaltbaren vier Wände

In den eigenen vier Wänden vollkommen frei entscheiden können, was man tun und lassen möchte – das ist für viele der wichtigste Grund, Wohneigentum zu erwerben. Das eigene Haus oder die Eigentumswohnung können Sie umgestalten, renovieren und verändern, wie Sie möchten. Sie achten mit mehr Leidenschaft und Motivation darauf, das eigene Haus nicht nur intakt zu lassen, sondern es zu verbessern.

Das eigene Haus ist ein Stück Lebensqualität.

2. Ein mietfreier Wohnsitz im Alter

Ein ganz rationaler Grund für Wohneigentum: Sie zahlen keine Miete. Keiner von uns weiß sicher, wie hoch die eigene Rente in einigen Jahrzehnten einmal ist. Bleibt sie auf dem aktuellen Niveau oder fällt sie weiter? Sehr wahrscheinlich ist, dass die Lebenshaltungskosten beständig weiter steigen. Viele Rentner ächzen schon heute unter den steigenden Mieten.

Klar, auch für Ihr Haus oder Ihre Eigentumswohnung müssen Sie Betriebskosten aufbringen und gelegentlich Reparaturen bezahlen. Auf der anderen Seite zahlen Sie aber keine Miete und sind somit sicher vor Mieterhöhungen und Eigenbedarf. Denn sich im Rentenalter noch eine neue Wohnung zu suchen, ist nicht jedermanns Sache. Wie sich Ihre Rente und das Mietniveau entwickeln, wissen Sie vorher nicht.

Und wenn das Haus im Alter doch zu groß ist, können Sie es vermieten oder untervermieten. So haben Sie eine weitere regelmäßige Einkommensquelle.

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3. Baufinanzierungen sind so günstig wie noch nie

Die Niedrigzinsphase dauert an. Noch nie konnten Sie für so niedrige Zinsen ein Haus oder eine Eigentumswohnung finanzieren. Während in den letzten Jahrzehnten die Immobilienzinsen bei 5 % oder mehr lagen, sind es aktuell oft weniger als 2 %. Worauf also warten? Experten sind sich einig, dass die Niedrigzinsphase noch ein wenig anhält. Wie lange, weiß aber niemand.

Vereinbaren Sie also eine lange Zinsbindung und freuen Sie sich über niedrige Raten – oder bei höherer Tilgung über eine kürzere Laufzeit.

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Wie hoch sind die Zinsen? Wie sehen die Prognosen für die Zukunft aus? Wer mit dem Gedanken spielt, eine Immobilie zu erwerben, beschäftigt sich über kurz oder lang mit den Bauzinsen, auch Hypothekenzinsen genannt. Die Höhe und Tendenz entscheiden nicht nur über den Zeitpunkt des Kreditabschlusses, sondern auch darüber, ob der Zinssatz für das Darlehen für zehn Jahre oder vielleicht sogar für länger festgesetzt werden soll.

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4. Reale Werte behalten ihren Wert – oder werden sogar wertvoller

Wohin mit den Ersparnissen? Sparbücher und Festgeldkonten sind schlechter verzinst als die Inflationsrate. Bei einer Immobilie müssen Sie hingegen keine massiven Wertverluste befürchten. Sie können sie entweder nutzen oder (unter-)vermieten. Mehr noch: Wohneigentum in guten Lagen steigt im Wert, weil es immer begehrter wird.

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5. Bund und Länder unterstützen Wohneigentum

Ob KfW, die Bremer Aufbau-Bank oder Wohn-Riester: Der Staat hat verstanden, wie wichtig Wohneigentum ist. Deswegen unterstützt er Baufinanzierungen mit attraktiven Förderungen.

Mieten oder kaufen? Das spricht für eine Mietwohnung

1. Eine Mietwohnung ist flexibel

Arbeitnehmer wechseln heute durchschnittlich häufiger die Arbeitsstelle als noch vor 20 Jahren. Dementsprechend sind Umzüge mit Wohnortwechsel insgesamt viel normaler, gehören zum Lebenslauf vieler Menschen. Das sollten Sie bedenken, wenn Sie zwischen Miete und Kauf abwägen. Es ist meist einfacher, eine Wohnung zu kündigen und eine neue zu finden, als ein Haus zu verkaufen und ein neues zu finden.

Außerdem bedeutet Wohneigentum eine engere Bindung an einen Standort. Das Wohneigentum, das Grundstück und der Wohnort sollten auch nach Jahrzehnten noch gefallen. Nicht jedem behagt diese Langfristigkeit.

2. Eine Mietwohnung ist keine langfristige Verpflichtung

Eine Baufinanzierung hingegen ist eine langfristige Verpflichtung. Selbst in der derzeitigen Niedrigzinsphase ist die Laufzeit der Darlehensverträge selten kürzer als 20 Jahre. Der Hauskauf muss wohl überlegt sein, denn er bedeutet eine feste finanzielle Belastung über viele Jahre.

3. Die Miete ist relativ sicher und planbar

Klar, Mieten können auch steigen. Die Mietbelastung ist aber regelmäßig. Selbst wenn die Miete steigt, ist das keine plötzliche, hohe Belastung, sondern nur ein prozentualer Anstieg der monatlichen Belastung. Bei einem Haus hingegen können unerwartet Reparaturkosten entstehen – etwa für eine neue Heizung.

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Wir hoffen, dass Ihnen diese Pro- und Contra-Argumente helfen. Wir teilen unsere langjährige Erfahrung im Bereich der Baufinanzierung gerne mit Ihnen – und freuen uns natürlich besonders, wenn Sie für ein Beratungsgespräch in unsere Filialen kommen. Denn vielleicht sind Sie ja noch unschlüssig, ob Sie kaufen oder mieten sollten. Dann lassen Sie uns das gemeinsam besprechen.

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Dieser Beitrag ist Teil unseres Themenspecials „Mein Zuhause“. Sind Sie interessiert an mehr Artikeln dieser Art? Schauen Sie sich unsere Sammlung von Beiträgen rund ums Thema an.

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