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Stadtteilfiliale Viertel
Michael Bahlo/Sparkasse Bremen

Stadtteilfiliale Viertel: „Alle Facetten des menschlichen Lebens“

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Meiko Schrödter erzählt von den Herausforderungen des Umzugs und den Besonderheiten des Standorts

„Es ist natürlich immer noch ungewohnt“, sagt Meiko Schrödter aus der neuen Stadtteilfiliale Viertel, „aber inzwischen sind wir angekommen.“ Er und sein Team sind im Mai aus den alten Räumlichkeiten in den Ostertorsteinweg 45 umgezogen. Dort empfangen sie nun auf 800 Quadratmetern und drei Etagen die Kundschaft aus der Östlichen Vorstadt und ganz Bremen. Direkt gegenüber liegt die Zweigstelle, in der das Tagesgeschäft stattfindet.

Stadtteilfiliale Viertel
Der Umzug ist geschafft – die Stadtteilfiliale Viertel heißt alle Kundinnen und Kunden in den neuen Räumlichkeiten willkommen. Michael Bahlo/Sparkasse Bremen

„Zu Beginn war der Umzug eher eine Salami-Taktik und fand scheibchenweise statt“, berichtet Meiko Schrödter. Einerseits werde an einigen Stellen noch gewerkelt. In der Zweigstelle fehlt beispielsweise noch einer der zwei geplanten Außen-Geldautomaten. Manche Probleme fielen auch erst im Betrieb auf – etwa, dass es im Gebäude keinen Briefkasten gibt.

Andererseits habe es gerade zur Zeit der Eröffnung noch starke Einschränkungen durch Corona gegeben. „Anfangs konnten wir quasi am Schalter nur das Onlinebanking ergänzen. Erst seit Mitte Juni konnten wir die Beratungsplätze eröffnen und – mit Maske und Abstand – ‚echte Kundinnen und Kunden‘ empfangen.“

Community-Bereich: Der Marktplatz des Stadtteils

Meiko Schrödter
Meiko Schrödter Sparkasse Bremen

„Wir hoffen, dass die Pandemie bald ganz zurückgedrängt ist“, sagt der Sparkassen-Mitarbeiter. Dann nämlich könne endlich das Herzstück der Stadtteilfiliale in Betrieb gehen: der Community-Bereich. „Das ist unser großer Pluspunkt in den neuen Räumen.“

Er biete einen Service für die Kundschaft, den man so als gelernter Banker bislang noch nicht kenne. „Wir können hier als Gastgeberinnen und Gastgeber tätig sein und ein Marktplatz des Stadtteils werden.“

Bei ersten Besuchen hätten sich Kundinnen und Kunden bisher begeistert vom Konzept der Stadtteilfiliale und seiner Umsetzung in der Östlichen Vorstadt gezeigt. „Ich bin schon mit einigen Leuten ins Gespräch gekommen und habe doch recht stolz die Räumlichkeiten präsentiert“, erzählt Meiko Schrödter.

In dem großzügigen Bereich sollen zukünftig die verschiedensten Veranstaltungen stattfinden. Im Gespräch seien beispielsweise Lesungen, Ausstellungen, Vorträge oder auch mal ein Zumba-Schnupperkurs. „Wir haben da schon einiges angestoßen.“

Stadtteilfiliale Viertel – Community-Bereich
Der Community-Bereich sei das Herzstück der Filiale, findet Meiko Schrödter. Michael Bahlo/Sparkasse Bremen

Erfahrenes Team in neuen Räumen

Stadtteilfiliale Viertel – Beratungs-Kuben
Die Beratungskuben sind mit gemütlichen Möbeln und moderner Technik ausgestattet. Michael Bahlo/Sparkasse Bremen

Ungefähr zehn Monate hat es von den ersten Planungen der neuen – in Bremen mittlerweile sechsten – Stadtteilfiliale bis zum Einzug gedauert. Hier steht nun auch das altbekannte Team zur Verfügung. „Viele Kolleginnen und Kollegen gerade aus dem Servicebereich sind schon lange hier im Stadtteil – teils seit 20 Jahren“, sagt Meiko Schrödter. Der Umzug sei herausfordernd gewesen, mache aber auch Spaß.

Ein Vorteil sei zum Beispiel die moderne Technik. „Früher haben wir etwa in den Beratungsräumen den Bildschirm drehen müssen, wenn der Kunde oder die Kundin mit draufschauen wollte.“ In den freundlich eingerichteten fünf Beratungskuben könne man Inhalte dagegen nun ganz einfach auf einen großen Bildschirm ziehen – vom Erklärfilm bis zum Kontostand. Damit spare man es sich auch, Unterlagen immer vor dem Gespräch auszudrucken. „Das ist ja auch eine Frage der Nachhaltigkeit. Mit der neuen Filiale sind wir damit technisch in der modernen Welt angekommen.“

Zweigstelle gleich auf der anderen Straßenseite

Stadtteilfiliale Viertel – Zweigstelle
Die Zweigstelle liegt auf der anderen Straßenseite – gegenüber der Stadtteilfiliale Viertel. Michael Bahlo/Sparkasse Bremen

Neu ist vor allem die Aufteilung der Filiale in zwei Räumlichkeiten auf gegenüberliegenden Straßenseiten. „Manche Kundinnen und Kunden sind überrascht, wenn sie in der Stadtteilfiliale stehen und den Automaten nicht finden“, sagt Meiko Schrödter lächelnd. Noch sei es für viele ungewohnt, dafür extra die Zweigstelle aufsuchen zu müssen. „Aber wenn sie den Beratungsansatz sehen und den Mehrwert erkennen, sind sie meist überzeugt.“

Einen Kritikpunkt hat er allerdings selbst: Die Zweigstelle sei kleiner als gewohnt. „Wir hätten es schön gefunden, wenn wir noch zehn Quadratmeter mehr Platz gehabt hätten. Aber Raum ist im Viertel nur begrenzt vorhanden. Und uns war vor allem wichtig, dass die Objekte sehr nah beieinander liegen.“

Nun sind es nur wenige Meter bis zur Zweigstelle. Dort befinden sich innen drei Automaten mit Einzahl- und Auszahlfunktion sowie für Überweisungen und Kontoauszüge. Draußen kommen zwei weitere hinzu, die auch außerhalb der Öffnungszeiten (6 bis 22 Uhr) zugänglich sind. Die nächtliche Zeitschließung der Innenräume ist notwendig, weil sie sonst Personen zum Übernachten nutzen und verdrecken.

Besonderheiten des Standorts Viertel

Stadtteilfiliale Viertel
Die Stadtteilfiliale Viertel ist die mittlerweile sechste ihrer Art in Bremen. Michael Bahlo/Sparkasse Bremen

Meiko Schrödter arbeitet selbst bereits seit vielen Jahren in der Östlichen Vorstadt. Er kennt daher die Besonderheiten das Quartiers. „Das Viertel ist bunt. Wir haben hier bei uns alle Facetten des menschlichen Lebens – und auch sämtliche Einkommensgrößen.“ Toll sei ebenfalls die Mischung an Selbstständigen und kleinen Geschäften. „Insgesamt kann man wohl sagen, dass die Menschen hier etwas offener für manche Dinge sind und nicht immer alles todernst nehmen. Es herrscht eben ein besonderes Flair.“

Die neue Stadtteilfiliale am Ostertorsteinweg 45/46 ist mit allen Verkehrsmitteln erreichbar. Direkt vor der Tür befinden sich Fahrradbügel. Die Haltestelle „Goethetheater“ der BSAG befindet sich nur wenige Meter entfernt. Und wer mit dem Auto kommt, kann seinen Wagen auf dem (kostenpflichtigen, aber günstigen) Parkplatz Hohenpfad abstellen.

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Autorenbild Alena Mumme

Von Alena Mumme

Ich bin Tagenbaren – meine Eltern und Großeltern sind also wie ich in Bremen geboren und aufgewachsen. Nur spannende Reisen locken mich aus meiner gemütlichen Heimatstadt.

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