
Osterholz: Multikulturell, vielfältig und mitten im Wandel
Zwischen Dorfstraße, Hochhäusern und grünen Oasen
Osterholz ist ein Stadtteil der Gegensätze. Im Bremer Osten treffen dörfliche Strukturen auf moderne Wohnquartiere, Reihenhäuser auf Hochhäuser und weitläufige Grünflächen auf lebendige Einkaufs- und Stadtteilzentren. Rund 38.600 Menschen leben hier – und damit ist Osterholz einer der größten Stadtteile Bremens. Menschen aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturen prägen das Leben vor Ort und machen Osterholz zu einem besonders vielfältigen Teil der Hansestadt.
Dabei hat der Stadtteil Osterholz seine ganz eigene Geschichte. Was heute wie ein gewachsener Stadtteil wirkt, war über Jahrhunderte von Moor, Feldern, Wiesen und kleinen Siedlungen geprägt. Erst im 20. Jahrhundert veränderte der Wohnungsbau das Gebiet grundlegend. Blockdiek und Tenever entstanden als große Wohnquartiere, während andere Bereiche ihren eher dörflichen Charakter bewahrten. Heute gehören fünf sehr unterschiedliche Ortsteile zum Stadtteil: Ellener Feld, Ellenerbrok-Schevemoor, Tenever, Osterholz und Blockdiek.
Zahlen und Fakten: Osterholz im Überblick

Mit einer Fläche von rund 12,9 Quadratkilometern gehört Osterholz zu den mittelgroßen Bremer Stadtteilen. Gleichzeitig zählt der Stadtteil mit rund 38.600 Einwohnerinnen und Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten Quartieren der Stadt. Besonders vielfältig ist Osterholz auch mit Blick auf seine Wohnstrukturen. Entlang der Osterholzer Dorfstraße sind noch viele dörfliche Elemente erkennbar. Daneben gibt es Einfamilienhäuser, Reihenhausquartiere, kleinere Wohnanlagen und größere Geschosswohnungsbauten. Besonders prägend für das Bild des Stadtteils sind die Hochhäuser und größeren Wohnanlagen in Tenever.
Die fünf Ortsteile unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Ellener Feld umfasst rund 3.300 Einwohnerinnen und Einwohner, Ellenerbrok-Schevemoor knapp 12.000, Tenever gut 10.000, Osterholz rund 5.200 und Blockdiek knapp 6.900.
Viele Ortsteile mit unterschiedlichen Eigenschaften
Osterholz ist kein einheitlich geprägter Stadtteil. Die fünf Ortsteile haben jeweils ihre eigene Geschichte und ihren eigenen Charakter. Sie unterscheiden sich dabei deutlich voneinander. Ellener Feld umfasst rund 3.300 Einwohnerinnen und Einwohner, Ellenerbrok-Schevemoor knapp 12.000, Tenever gut 10.000, Osterholz rund 5.200 und Blockdiek knapp 6.900.
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Ellener Feld
Das Ellener Feld gehört zu den eher grünen und ruhigen Bereichen Osterholzes. Hier treffen Wohngebiete auf größere Freiflächen und historische Strukturen. Besonders bekannt ist der Ortsteil für den Osterholzer Friedhof, der sich wie eine weitläufige Parkanlage durch das Quartier zieht.
Mit dem Stadtleben Ellener Hof ist außerdem ein modernes Quartiersprojekt entstanden, das Wohnen, soziale Angebote, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft miteinander verbindet. Auf dem rund zehn Hektar großen Gelände werden unterschiedliche Wohn- und Lebensformen zusammengebracht. Das Areal versteht sich als sozial-ökologisches Modellquartier und soll auch Menschen aus der Nachbarschaft offenstehen.
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Ellenerbrok-Schevemoor
Ellenerbrok-Schevemoor ist der einwohnerstärkste Ortsteil Osterholzes. Der Name erinnert an die Geschichte des Gebietes, das ursprünglich stark von Moor- und Feuchtflächen geprägt war. „Schevemoor“ geht auf die schräg verlaufenden, moorigen Flächen zurück, die einst von den Osterholzer Bauern genutzt wurden.
Heute ist der Ortsteil vor allem durch Wohngebiete geprägt. Gleichzeitig finden sich hier zahlreiche Einrichtungen für Familien, Kinder und Jugendliche sowie verschiedene Angebote für die Nachbarschaft und das Klinikum Bremen-Ost.
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Tenever
Kaum ein Bremer Ortsteil hat in den vergangenen Jahrzehnten einen so starken Wandel erlebt wie Tenever. In den 1970er-Jahren entstand hier in kurzer Zeit eine große Großwohnsiedlung. Das Quartier wurde später über viele Jahre hinweg umfassend umgebaut und aufgewertet.
Der Name des Ortsteils bedeutet „Zum Ufer“ und bezieht sich auf die Lage zu den Wümmewiesen östlich der Ellener Geestinsel.
Heute steht Tenever für eine internationale und junge Nachbarschaft. Menschen aus vielen verschiedenen Ländern leben hier zusammen. Grünflächen, Spielplätze und soziale Einrichtungen gehören ebenso zum Stadtbild wie die markanten Hochhäuser. Der Wandel hat das Quartier deutlich verändert sowie neue Wohn- und Lebensqualitäten geschaffen.
Ein wichtiger Treffpunkt ist das OTeBad an der Koblenzer Straße. Das Hallenbad gehört seit seiner Eröffnung in den 1970er-Jahren zum Stadtteil und ist heute ein Ort für Sport, Bewegung und Begegnung.
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Osterholz
Der namensgebende Ortsteil ist bis heute an vielen Stellen von seiner ursprünglichen Geschichte geprägt. Rund um die Osterholzer Dorfstraße sind dörfliche Strukturen erhalten geblieben. Gleichzeitig haben sich entlang der wichtigen Verkehrsachsen und in den angrenzenden Bereichen moderne Wohngebiete entwickelt.
Osterholz zeigt damit besonders deutlich, wie sich der gesamte Stadtteil verändert hat: Aus einer landwirtschaftlich geprägten Region ist ein urbanes Wohnquartier geworden, ohne dass die historischen Wurzeln vollständig verschwunden sind.
Das große Einkaufszentrum Weserpark, zwei Baumärkte und viele weitere Einkaufsmöglichkeiten sowie Restaurants sorgen für rege Betriebsamkeit im Ortsteil.
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Blockdiek
Blockdiek entstand vor allem in den 1960er-Jahren. Zwischen 1964 und 1967 wurde hier umfangreicher Wohnraum geschaffen. Heute ist der Ortsteil geprägt von Wohnanlagen, Grünflächen und einer gewachsenen Nachbarschaft.
Ein wichtiger Anlaufpunkt für die Nahversorgung ist das Einkaufszentrum Blockdiek. Gleichzeitig sorgen Grünflächen und der Blockdiek-See für Möglichkeiten zur Erholung in unmittelbarer Nähe zum Wohnumfeld.
Geschichte: Vom Moorgebiet zum Bremer Stadtteil

Die Geschichte von Osterholz reicht weit zurück. Bereits 1181 wurde Osterholz erstmals urkundlich erwähnt. Holländische Siedler begannen damals damit, das teilweise moorige und regelmäßig von Hochwasser bedrohte Gebiet zu kultivieren und landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Auch der Name Osterholz verweist auf die ursprüngliche Landschaft: Gemeint ist das „Holz im Osten“ beziehungsweise der Baumbestand östlich des Hollerlandes.
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Region langsam weiter. Einen wichtigen Einschnitt markierte der Bau der Osterholzer Heerstraße zwischen 1810 und 1813. Die neue Verkehrsverbindung trennte das Gebiet und beschleunigte die Entwicklung von einer landwirtschaftlich geprägten Region hin zu einem stärker städtisch geprägten Raum.
Der große Wandel kam schließlich im 20. Jahrhundert. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden neue Wohngebiete. In den 1960er-Jahren wurde Blockdiek bebaut, Anfang der 1970er-Jahre folgte Tenever. Aus den ursprünglichen Dörfern und Siedlungen entwickelte sich so der heutige Stadtteil mit seinen ganz unterschiedlichen Quartieren.
Natur und Naherholung: viel Grün im Bremer Osten
Trotz seiner Größe und der vielen Wohngebiete ist Osterholz ein überraschend grüner Stadtteil. Besonders die Osterholzer Feldmark bietet weite Flächen und Möglichkeiten für Spaziergänge und Fahrradtouren. Auch Krietes Wald gehört zu den grünen Rückzugsorten des Bremer Ostens.
Eine besondere Rolle spielt der Osterholzer Friedhof. Mit einer Fläche von rund 76 Hektar ist er der größte Friedhof Bremens. Die Anlage wurde ab 1910 geplant und 1920 eröffnet. Große Rasenflächen, Bäume, Hecken, Wasserflächen und erhöhte Grabfelder verleihen dem Friedhof vielerorts den Charakter einer weitläufigen Parkanlage. Gleichzeitig ist er ein bedeutender Erinnerungsort und steht als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.
Damit bietet Osterholz eine Besonderheit, die nicht auf den ersten Blick mit einem dicht besiedelten Stadtteil verbunden wird: Natur und Erholung sind oft nur wenige Schritte vom Wohngebiet entfernt.
Stadtentwicklung: Osterholz erfindet sich immer wieder neu
Osterholz befindet sich weiterhin im Wandel. Dabei geht es nicht nur darum, neuen Wohnraum zu schaffen. Auch bestehende Quartiere sollen weiterentwickelt und die Lebensqualität vor Ort verbessert werden.

Ein Beispiel dafür ist das Stadtleben Ellener Hof. Auf dem ehemaligen Gelände des Ellener Hofs entsteht ein Quartier, das ökologische und soziale Aspekte miteinander verbindet. Nachhaltiges Bauen, gemeinschaftliche Angebote, neue Wohnformen und eine gute Anbindung an die Nachbarschaft gehören zum Konzept. Das Quartier soll damit nicht als abgeschlossener Wohnstandort funktionieren, sondern als Ort, an dem Menschen aus unterschiedlichen Generationen und Lebenssituationen zusammenkommen können.
Auch im gesamten Stadtteil spielt die soziale Quartiersentwicklung eine wichtige Rolle. Besonders Tenever und das Schweizer Viertel gehören zu den Gebieten, in denen mit zusätzlichen Programmen und Ressourcen an der Verbesserung der Lebensbedingungen gearbeitet wird. Gleichzeitig weist Osterholz insgesamt eine moderate Wachstumsentwicklung auf. Mehrere Bauvorhaben sollen insbesondere familiengerechten Wohnraum schaffen.
Einkaufen und Versorgung: vom Stadtteilzentrum bis zum Weserpark
Für die Versorgung der Menschen im Stadtteil gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Mit dem Einkaufszentrum Blockdiek verfügt Osterholz über ein klassisches Nahversorgungszentrum. Noch größer ist der Weserpark an der Hans-Bredow-Straße. Das Einkaufszentrum gehört zu den bekanntesten Einkaufsstandorten im Bremer Osten und vereint zahlreiche Geschäfte, Gastronomie- und Freizeitangebote. 2025 feierte der Weserpark bereits sein 35-jähriges Bestehen.
Damit reicht das Angebot vom täglichen Einkauf im Stadtteil bis zum ausgedehnten Shopping-Ausflug. Der Weserpark ist zugleich ein wichtiger Anziehungspunkt über Osterholz hinaus und trägt dazu bei, dass der Stadtteil auch als Einkaufsstandort eine besondere Bedeutung im Bremer Osten besitzt.
Großes Engagement und eine vielfältige Nachbarschaft

Das Zusammenleben in Osterholz wird von zahlreichen Vereinen, Initiativen, sozialen Einrichtungen und engagierten Menschen getragen. Die Vielfalt der Bevölkerung spiegelt sich auch in den Angeboten vor Ort wider. Von Sportvereinen über Bildungs- und Kultureinrichtungen bis hin zu Treffpunkten für Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen sowie dem Hoodtraining gibt es ein breites Netzwerk.
Besonders in Tenever und den angrenzenden Quartieren spielt die Arbeit von sozialen Einrichtungen und Nachbarschaftsprojekten eine wichtige Rolle. Gleichzeitig engagieren sich Menschen in Initiativen wie „Aktiv für Osterholz“ oder bei Veranstaltungen und Festen im Stadtteil. Auch das Ortsamt Osterholz und der Stadtteilbeirat sind wichtige Schnittstellen für die Beteiligung der Bevölkerung. Veranstaltungen wie Dorffeste, Kulturangebote oder öffentliche Gesprächsrunden zeigen, dass Stadtteilentwicklung in Osterholz nicht nur am Reißbrett stattfindet, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort gestaltet wird.
Osterholz und die Sparkasse Bremen
Auch die Sparkasse Bremen ist in Osterholz präsent und Teil der lokalen Infrastruktur. Die bisherige Filiale an der St.-Gotthard-Straße 1 wird derzeit zu einer modernen Stadtteilfiliale umgebaut und ist deshalb vorübergehend geschlossen. Geplant ist damit ein Ort, an dem persönliche Finanzberatung und Angebote für die Nachbarschaft miteinander verbunden werden. Das Konzept der Stadtteilfilialen geht dabei über klassische Bankangebote hinaus. Die Räumlichkeiten sollen auch als Treffpunkte für die Nachbarschaft dienen und Raum für Veranstaltungen, Vereine, Initiativen, Workshops oder Ausstellungen bieten. Damit möchte die Sparkasse Bremen ihre Rolle als Partnerin der Bremer Stadtteile weiter ausbauen.
Osterholz passt damit gut zu diesem Konzept: Ein Stadtteil, der von unterschiedlichen Menschen, Quartieren und Lebensentwürfen geprägt ist und gleichzeitig stark von Engagement und Nachbarschaft lebt.
Ein Stadtteil mit sehr vielen Gesichtern
Osterholz lässt sich nicht auf ein bestimmtes Bild reduzieren. Der Stadtteil ist dörflich und urban, ruhig und lebendig, grün und dicht bebaut. Hier stehen historische Dorfstrukturen neben modernen Quartieren, Reihenhäuser neben Hochhäusern und weitläufige Grünflächen neben einem der größten Einkaufszentren Bremens.
Gerade diese Mischung macht den besonderen Charakter von Osterholz aus. Der Stadtteil hat in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Veränderungen erlebt – und befindet sich auch heute noch mitten in seiner Entwicklung. Dabei bleibt eines erhalten: die Vielfalt der Menschen und Quartiere, die Osterholz zu einem besonderen Teil Bremens machen.

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