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Gesundheits-Apps
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Gesundheits-Apps ganz einfach auf Rezept

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Digitale Helfer: Das Angebot wächst

Die Digitalisierung nimmt immer weiter Fahrt auf. Einen Schwerpunkt bildet die voranschreitende Modernisierung besonders im Gesundheitsbereich. Ein umfangreiches Angebot bieten auch diverse Gesundheits-Apps. Doch welche dieser Anwendungen bieten professionelle Hilfe in puncto Migräne, Tinnitus, Schlafstörungen und Co.?

Gesundheits-Apps
Das Smartphone hilft mit Gesundheits-Apps auch dabei, die Ernährung im Blick zu behalten und chronische Krankheiten zu managen. Pixabay

Die Apps können einen Besuch beim Arzt oder bei der Ärztin zwar nicht ersetzen. Sie bieten sich aber hier und da als Unterstützung für die Genesung an.

Unter anderem steht die Bremer hkk Krankenkasse digitalen Gesundheits-Apps (DiGA) grundsätzlich offen gegenüber. Sie gibt jedoch keine Empfehlungen für bestimmte Apps. Welche App sinnvoll ist, müsse immer der behandelnde Arzt entscheiden. Maßgeblich für die Kostenübernahmen ist, ob die App im Regelleistungskatalog, der für alle Kassen verbindlich, oder in den kassenindividuellen Satzungsleistungen enthalten ist.

Für Interessierte ist zudem ein Blick in das sogenannte DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hilfreich. Die Liste beinhaltet digitale Gesundheitsanwendungen, also zum Beispiel Apps oder browserbasierte Anwendungen, die als Medizinprodukt zertifiziert sind. Sie können von der Ärztin beziehungsweise vom Arzt verschrieben werden und sind dann auf Rezept erhältlich.

Wir stellen an dieser Stelle einige Gesundheits-Apps vor.

Migräne-App

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Ob Migräne, Tinnitus oder Abnehmen: Gesundheits-Apps dienen vor allem als Unterstützung neben der professionellen Arztbehandlung. Pixabay

Sie leiden unter Migräne? Dann ist möglicherweise die App „M-sense“ eine praktische und sinnvolle Ergänzung, um die Anfälle in Bezug auf Frequenz, Dauer und Intensität aufzuzeichnen.

Mediziner und Medizinerinnen fordern die Betroffenen in der Regel auf, ihre Attacken und Begleitsymptome in einer Art Schmerztagebuch zu notieren. Mit der Migräne-App ist es möglich, alle wichtigen Punkte in einem Kopfschmerztagebuch festzuhalten. Sie liefert zahlreiche Informationen und gibt darüber hinaus Tipps für Entspannungsübungen. Das Gute: Auch diese App ist für Betroffene auf Rezept kostenlos erhältlich.

Tinnitus-App

Auf dem Markt sind bereits eine Reihe an Apps verfügbar, die dem störenden Piepen und Rauschen im Ohr ein Ende setzen sollen. Wer von Tinnitus betroffen ist, kann eine Therapie per App machen. Bei „Tinnitracks“ beispielsweise stehen eine Basis- und eine Neuro-Therapie zur Auswahl. Die Basis-Therapie vermittelt verschiedene Bewältigungsstrategien. Ein breites Therapieprogramm und bei Bedarf Videosprechstunden mit dem Arzt oder der Ärztin sind ebenso über die App möglich. Die Kosten in Höhe von 19 Euro im Monat für die Neuro-Therapie werden inzwischen von mehr als 70 Krankenkassen übernommen.

Angsttherapie-App

Angststörungen und Panikattacken nehmen bei vielen Millionen Menschen einen großen Teil des Alltags ein. Die Symptome für die Erkrankten sind in der Regel ziemlich belastend.

Die App „Invirto“ will den Ängsten den Kampf ansagen. Sie erzielt eigenen Angaben zufolge sehr hohe Erfolgsquoten bei der Behandlung. Infrage kommen dafür Betroffene einer Agoraphobie, einer Panikstörung und einer sozialen Phobie. Nach einem Erstgespräch findet die Therapie – unter fachkundiger Begleitung einer Psychotherapeutin oder eines Psychotherapeuten – komplett zu Hause statt. Der Vorteil: Wartezeiten in einer Praxis entfallen. Die Kosten für die Invirto-Therapie, die auf der DiGA-Liste steht, werden von mehreren Krankenkassen erstattet.

Schlaf-App

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Ständig müde? Schlafprobleme sind weit verbreitet. Viele Menschen leiden darunter. Pixabay

Bereits im Jahr 2017 hatten 80 Prozent aller deutschen Erwerbstätigen in einer Studie der DAK angegeben, schlecht zu schlafen. Fest steht: Bei schwerwiegenden Schlafstörungen ist ärztlicher Rat unverzichtbar. Wer hingegen auf der Suche nach einer digitalen Einschlafhilfe, Schlaf-Statistik oder intelligenten Weckfunktion ist, könnte im reichhaltigen App-Angebot fündig werden.

Die App „Pillow“ etwa liefert viele Funktionen. Sie analysiert unter anderem einzelne Schlafphasen und erfasst Geräusche wie Schnarchen und Sprechen im Schlaf. Ähnlich verhält es sich mit der Anwendung „Sleep Cycle“. Schon die kostenlose Version bietet Optionen wie Schlafanalyse, Wecker und Alarm an. Die Premiumversion beinhaltet darüber hinaus das Aufnehmen des Schnarchens und trackt den Pulsschlag.

Eine Alternative könnten Meditations-Apps sein, die zum Teil ebenfalls mit Schlafhilfen versehen sind: geführte Meditationen, beruhigende Musik oder Einschlafgeschichten.

Abnehm-App

Man kennt das Dilemma: Süßes schmeckt einfach zu gut. Und wenn der Heißhunger kommt, fällt die Wahl auf die falschen Lebensmittel. Hinzu kommt: Tägliche Bewegung fällt oftmals schwer. Abnehm- und Diät-Apps helfen möglicherweise, damit das eigene Gewicht nicht aus dem Ruder läuft. Sie wenden sich jedoch nicht nur an Abnehmwillige, sondern auch an Menschen, die ihr Gewicht auf dem aktuellen Niveau halten möchten.

Das Herzstück der Apps ist ein Kalorienzähler. Dafür gibt man zunächst Gewicht Alter, Gewicht, Größe und den eigenen Aktivitätslevel ein. Anschließend wird jede Mahlzeit genau festgehalten, um den optimalen Kalorienbedarf zu ermitteln. Häufig sind bei den Anwendungen auch Rezepte und Bewegungstipps dabei. Eine häufig genutzte Abnehm-App ist „Yazio“. Sie serviert bereits in der kostenfreien Version eine Reihe an nützlichen Funktionen.

Sport-App

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Sport ist Mord? Mitnichten. Regelmäßige Bewegung wie Joggen ist wichtig. Pixabay

Fitness-Anwendungen sind wahre Allrounder: Die Funktionspalette reicht vom Zählen der Schritte bis zum Gerätetraining. Für Sportlerinnen und Sportler, die ihre körperlichen Aktivitäten kontinuierlich und täglich überwachen wollen, ist eine Sport-App genau das Richtige.

Aufgrund der Pandemie sind Fitnessstudios vielerorts geschlossen, und auch die meisten Sportvereine können ihren Mitgliedern allenfalls ein abgespecktes Programm anbieten. Das heißt, Workouts finden in den eigenen vier Wänden statt. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen außerdem Joggen und Radfahren.

Bewegung ist wichtig – sowohl für den Körper als auch für die Seele. Mithilfe einer entsprechenden App sind viele Übungen zu Hause möglich. Gerade im Bereich Fitness haben die Aktiven die Qual der Wahl. Es gibt zum einen Apps für Einsteiger, zum anderen natürlich auch für Leistungssportlerinnen und -sportler.

Zu den beliebtesten Gesundheits-Apps zählt etwa die kostenlose Software „Running“ (ehemals „Runtastic“). Sie ist perfekt für den Outdoor-Bereich und zeichnet dort zum Beispiel die bewältigten Strecken auf, misst die Geschwindigkeit und berechnet die verbrauchten Kalorien.

Für schweißtreibende Workouts kommt beispielsweise die kostenlose Sport-App namens „Seven“ in Betracht. Das Konzept: sieben Monate lang jeden Tag sieben Minuten zu trainieren. Als Hilfsmittel sind lediglich ein Stuhl und eine Wand erforderlich.

Arzneimittel-App

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Wann muss ich die nächste Tablette einnehmen? Eine App kann sich als Gedankenstütze anbieten. Pixabay

Die Zahl der älteren Menschen steigt stetig. Das heißt auch: Immer mehr Medikamente sind auf dem Markt. Im Jahr 2019 nahmen bereits rund 23 Prozent aller erwachsenen Bundesbürgerinnen und Bundesbürger – also etwa 15 Millionen – regelmäßig drei oder vier Arzneimittel ein.

Die App „Meine Medizin“ richtet sich an alle Patientinnen und Patienten, die auf Tabletten, Antibiotika und andere Produkte angewiesen sind. Die Anwendung erinnert auf Wunsch zum Beispiel tagsüber oder nachts an die Arzneimitteleinnahmen. Es ist auch möglich, eine individuelle Übersicht mit Medikamenten einzurichten. In einem Protokoll können alle eingenommenen Mittel eingetragen werden.

Autorenbild Guido Finke

Von Guido Finke

Meine Heimat ist das idyllische Hude – „zum Malen schön“ lautet hier das Motto. Ansonsten dreht sich bei mir als Fan der EWE Baskets Oldenburg und des SV Werder vieles um den Sport.

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