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Nachhaltige Möbel: Grüner Wohnen liegt im Trend

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Umweltfreundliche Materialien, altes Interieur aufarbeiten und kreatives Upcycling

Immer mehr Menschen gestalten ihr Leben nachhaltig. Das umfasst längst nicht nur die Ernährung und eine umweltfreundliche Fortbewegung. Auch innerhalb der vier Wände hält Ökologie Einzug – zum Beispiel bei Möbeln.

Doch welche Möbel gelten überhaupt als nachhaltig? Dabei gibt es fünf Kriterien:

  • Verwendung natürlicher und nachwachsender Rohstoffe
  • Hohe Qualität bei den Materialien und der Verarbeitung und damit lange Haltbarkeit
  • Frei von gesundheits- und umweltschädlichen Stoffen
  • Faire Herstellungsbedingungen (bezüglich der Umwelt sowie der Arbeiterinnen und Arbeiter)
  • Umweltverträgliche Entsorgung möglich

Welche Materialien für Möbel sind nachhaltig?

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Die Massivholzküche gibt den Nutzern ein schönes und natürliches Umfeld, das Geborgenheit sowie Behaglichkeit und Wohnlichkeit ausstrahlt. IPM/Möbelwerke A. Decker

Ökologisch unbedenkliche und emissionsarme Möbel sind laut der Bremer Umweltberatung gefragt. „Bei der konkreten Auswahl hat es der Verbraucher allerdings schwer.“ Selbst bei dem beliebtesten Material. „Am häufigsten wird zur Herstellung von Möbeln nach wie vor Holz als regenerativer Rohstoff verwendet. Doch es sollte aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Das wegen seiner Langlebigkeit beliebte Teakholz – zum Beispiel für Gartenmöbel – ist vor diesem Hintergrund nicht generell nachhaltig. Es wurde unter Umständen illegal aus den für das Klima so wichtigen Tropenwäldern „geerntet“ oder stammt aus Monokulturen. Daher sollten Möbel aus zertifiziertem (Tropen-)Holz gekauft werden.

Der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) nennt weitere nachhaltige Produkte, die für die Wohnungseinrichtung infrage kommen: 2021 seien Flechtwerke aus Hanf und Flachs, Möbel mit Kork, Linoleum und Lederapplikation sowie Textilien aus Naturleinen, Wollfilz und zertifizierte Baumwolle im natürlichen Trend.

Welche Siegel sind ein Beleg für nachhaltige Möbel?

Eine Orientierung beim nachhaltigen Möbelkauf bieten sogenannte Gütesiegel. Dazu gehört etwa das als vertrauenswürdig eingestufte Naturland-Siegel. (https://www.naturland.de/de/naturland/richtlinien/richtlinien-erzeugung/555-waldnutzung.html). Eine weitere Option sind Produkte, die mit dem FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) gekennzeichnet sind.

Massivholz, Echtholz und Vollholz werden meist nicht mit chemischen Zusätzen lackiert. Viele Schränke, Betten, Tische, Stühle, Regale und Co. bestehen aber vielfach nicht nur aus Holz. Hier kommt ein weiteres Siegel ins Spiel: „Umweltfreundliche und gesundheitsverträgliche Möbel sind am ,Blauen Engel‘ (https://www.blauer-engel.de/de), dem Umweltzeichen für emissionsarme Produkte aus Holz und Holzwerkstoffen, zu erkennen“, heißt es seitens der Bremer Umweltberatung. Es berücksichtigt laut Bremer Umweltberatung neben Formaldehyd auch die Ausdünstungen anderer organischer Schadstoffe in die Innenraumluft.

Alternative zum Neukauf: Gebrauchte Möbel

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Alte Tische mit Schleifpapier, Farbe und neuen Verzierungen aufbereiten – das ist nachhaltig und sieht schön aus. Pixabay

Wer sich nachhaltig einrichten möchte, muss nicht zwingend eine neue Einrichtung kaufen. Längst gibt es auch in Bremen zahlreiche Anbieter, die in die Jahre gekommene Schätze vor der Entsorgung retten – und wieder aufmöbeln. Die Palette reicht von Vitrinen, Schreibtischen, Loungesessel über Retrolampen bis zu Garderobe und vielem mehr.

Natürlich kann auch jeder selbst mit etwas Geschick, Know-how oder mithilfe von Videotutorials alte Möbel restaurieren beziehungsweise aufarbeiten – zum Beispiel Familienerbstücke. Oder man tummelt sich auf Flohmärkten – analog oder online. Eine weitere Möglichkeit sind Läden wie die Bremer Bauteilbörse und die Möbelhalle. Dort gibt es etwa Einrichtungsgegenstände aller Art, aber auch Türen, Treppen, Fenster und Co.

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Aus einer alten Kanne wird eine Lampe: Mit dem sogenannten Upcycling bekommen alte Gegenstände einen neuen Nutzen – und sind sogar Design-Unikate. Pixabay

Trend zum Upcycling auch bei Möbeln

Etwas für die Umwelt tun, gleichzeitig individuelle Möbel kreieren und den Geldbeutel – das verbindet Upcycling. Der Begriff macht seit ein paar Jahren verstärkt die Runde beim Thema Nachhaltigkeit.

Ähnlich dem Recycling geht es dabei auch um eine Wiederverwertung. Allerdings werden beim Upcycling Stoffe, Materialien und Gegenstände einer neuen Nutzung zugeführt.

Im Bereich der Möbel entstehen so etwa aus Holzpaletten Betten und Sofas und aus Pappe Hocker und Stühle. Der Fantasie und Machbarkeit sind fast keine Grenzen gesetzt. Das ist ökologisch, weil die Ressourcenverschwendung eingedämmt wird. Und oft entstehen so regelrechte Design-Unikate.

Dieser Beitrag ist Teil unseres Themenspecials „Mein Zuhause“. Sind Sie interessiert an mehr Artikeln dieser Art? Schauen Sie sich unsere Sammlung von Beiträgen rund ums Thema an.

zum Themenspecial „Mein Zuhause“

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Autorenbild Steffi Urban

Von Steffi Urban

Vom Harz in die Hansestadt: Inzwischen lebe ich seit mehr als zehn Jahren in Bremen und entdecke mit Kamera und Klapprad immer noch tolle neue Ecken.

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