
Schimmel in der Wohnung: Woher kommt er – und was hilft dagegen?
Elke Meier von der Bremer Umwelt Beratung gibt Tipps – Vortrag am 5. November im Viertel
Ein dunkler Fleck in der Zimmerecke, schwarze Punkte an der Fensterlaibung oder ein muffiger Geruch hinter dem Kleiderschrank: Schimmel in der Wohnung ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch die Gesundheit beeinträchtigen. Gerade in der kühleren Jahreszeit rückt das Thema wieder stärker in den Fokus. Doch warum entsteht Schimmel überhaupt? Welche Rolle spielen das Heizen und Lüften? Und was ist zu tun, wenn sich bereits erste Spuren zeigen?
Darüber haben wir mit Elke Meier von der Bremer Umwelt Beratung gesprochen. Die Expertin erklärt, worauf es bei der Vorbeugung ankommt und welche Fehler besonders häufig passieren. Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, hat am Donnerstag, 5. November 2026, Gelegenheit dazu: Dann ist Elke Meier mit ihrem Vortrag „Schimmel! Wo kommt er her? Was tun?“ in der Stadtteilfiliale Viertel zu Gast.
Schimmel in den eigenen vier Wänden: Vier Fragen an die Expertin

Was sind die häufigsten Ursachen für Schimmel in der Wohnung?
Elke Meier: Schimmel entsteht häufig durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen baulichen Ursachen, nutzungsbedingten Ursachen und einer Mischung aus beidem. Eines haben jedoch alle Fälle gemeinsam: Es ist immer Feuchtigkeit im Spiel. Entscheidend ist deshalb, herauszufinden, woher diese kommt. Manchmal lässt sich das schnell erkennen, in anderen Fällen ist es deutlich schwieriger.
Gerade in der kalten Jahreszeit ist richtiges Heizen und Lüften wichtig. Worauf kommt es dabei an, ohne unnötig Energie zu verschwenden?
Beim Lüften gilt: lieber kurz und kräftig als dauerhaft ein bisschen. Besonders wichtig ist das immer dann, wenn viel Feuchtigkeit entstanden ist, beispielsweise beim Duschen oder Kochen. Auch ausreichendes Heizen spielt eine wichtige Rolle – für das persönliche Wohlbefinden, einen bewussten Umgang mit Energie und ein gesundes Wohnklima. Sich fünf Pullover anzuziehen und die Heizung komplett ausgeschaltet zu lassen, ist also nicht unbedingt die beste Lösung. Wie viel geheizt und gelüftet werden sollte, hängt allerdings von der Anzahl der Bewohnenden und ihren Gewohnheiten ab.
Welche typischen Fehler beobachten Sie bei der Entstehung und Bekämpfung von Schimmel?
Ein Klassiker ist das unbeheizte Schlafzimmer, dessen Tür offen steht. Dadurch kann wärmere, feuchtere Luft aus anderen Räumen ins kühlere Schlafzimmer gelangen und dort die Schimmelbildung begünstigen. Bei der Bekämpfung besteht ein häufiger Fehler darin, lediglich den sichtbaren Schimmel zu entfernen, ohne das zugrunde liegende Feuchtigkeitsproblem zu lösen.
Wenn sich erste dunkle Flecken an der Wand zeigen: Was sollten Betroffene tun, und wann ist professionelle Hilfe nötig?
Die erste Frage sollte immer lauten: Warum entsteht der Schimmel genau an dieser Stelle? Viele Betroffene können mögliche Ursachen bereits selbst eingrenzen. Wer dabei nicht weiterkommt, kann unsere kostenfreie Schimmelberatung in Anspruch nehmen. Bei einem wirklich großflächigen Befall sollte hingegen ein Fachbetrieb mit der Entfernung beauftragt werden.
Dieser Beitrag ist Teil unseres Themenspecials „Mein Zuhause“. Sind Sie interessiert an mehr Artikeln dieser Art? Schauen Sie sich unsere Sammlung von Beiträgen rund ums Thema an.

und auf "Zum Homebildschirm hinzufügen" klicken.