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Wände streichen: Das Wohnen wird bunt!

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Farbakzente setzen – mit Pinsel, aber auch mit Tapeten oder Wandteppichen

Wände streichen: Klinisch weiße Wohnungen gehören der Vergangenheit an. Stattdessen wird es bunt. Wir geben Tipps für einen frischen „Anstrich“ in ihrem Zuhause – mit und ohne Pinsel.

Doch neue Farbakzente sollten gut geplant und durchdacht sein. Welche Wirkung ist gewünscht? Welche Farben passen zusammen? Wie fügen sie sich harmonisch in das bestehende Wohnkonzept ein?

Wänden streichen – von anregend bis entspannend

Jede und jeder hat zwar durchaus ein eigenes Farbempfinden, aber Fachleute aus der Psychologie, Soziologie und der Marktforschung fanden auch generelle Wahrnehmungsmuster heraus. So gibt es etwa eher warme und eher kalte Farben.

  • Wände streichen gelb
    Farben erzeugen eine bestimmte Wirkung. Räume mit gelben Wänden strahlen zum Beispiel  Wärme, Aktivität und Kreativität aus. Alpina

    Gelbtöne stehen für Wärme, Aktivität, und Kreativität. Sie lassen Räume heller und größer wirken.

  • Rottöne strahlen Aktivität u  nd Stärke aus und gelten als anregend. Daher sollten sie nicht im Schlafzimmer verwendet werden. Zudem werden sie meist als Akzent gesetzt. Es sollte also nicht der ganze Raum damit gestrichen werden, sondern zum Beispiel nur eine Wand als Highlight.
  • Grüntöne wirken entspannend. Sie stehen für Natürlichkeit und Harmonie. So empfiehlt sich Grün insbesondere für Schlafzimmer oderWohnzimmer.
  • Blautöne gelten als kühl. Aber sie strahlen auch Ruhe aus. Daher sind sie für das Schlafzimmer geeignet und ebenso für Badezimmer sowie weitere Räume, die der Entspannung dienen.
  • Brauntöne, vor allem in den Nuancen Schoko bis Karamell strömen Wärme und Ausgeglichenheit aus. Daher liegen sie seit einiger Zeit wieder im Trend als Farbakzent in Küchen und Wohnräumen, aber auch im Schlafzimmer. Allerdings sollten sie mit anderen Farbtönen kombiniert werden, sonst erscheinen sie schnell fade.
  • Grautöne gelten als elegant und neutral. Daher werden sie oft als Ergänzung zu kräftigen Farben wie Rot und Gelb verwendet. Denn so heben sie diese hervor.
  • Weißtöne verströmen Helligkeit und Reinheit. Sie erzeugen ein Gefühl von Weite und Zeitlosigkeit. Sie lassen sich besonders gut mit anderen Farben unkompliziert kombinieren.
  • Schwarztöne gelten als ausdrucksstark in der Raumgestaltung. Auch wenn viele sie als düster empfinden, haben sie geschickt eingesetzt positive Effekte. Sie verleihen Räumen Tiefe und bringen Möbel und Accessoires besonders zur Geltung.

Wer Farbe in die eigenen vier Wände bringen möchte, sollte dabei vor allem eine harmonische Gesamtgestaltung anstreben. Es ist also eine Frage der ausgewogenen Kombination:

  • Komplementärfarben
  • Richtig eingesetzte Kontraste
  • Ton-in-Ton-Gestaltung

Wie wird das eigene Zuhause bunt?

Farbe lässt sich durch verschiedene Mittel in die Wohnung bringen – zum Beispiel durch den Einsatz von Accessoires wie Kissen, Decken und Vorhängen. Weitere Möglichkeiten sind farbige Möbel. Besonders beliebt ist zudem die Wandgestaltung.

Der Klassiker – Wände streichen

Wändestreichen zweifarbig
Passende Farbnuancen kombinieren – das ergibt einen ausgewogenen Gesamteindruck. Alpina

Um die passende Farbe zu finden, sollte man sich im Fachhandel Farbmusterstreifen besorgen. Diese können an die Wand geheftet werden. So stellt man fest, wie Rot, Grün, Blau und Co zu Hause wirken, auch bei unterschiedlichem Lichtanfall. Einen ähnlichen Effekt gibt es, wenn man kleine Probeanstriche vornimmt. Im Handel gibt es dafür oft extra kleine Farbdosen zum Testen.

Es gibt diverse Möglichkeiten der Farbgestaltung. Ein ganzer Raum mit einer markanten Farbe wirkt aber schnell erdrückend. Fachleute empfehlen, lediglich eine Wand oder zwei Wände farbig zu gestalten. Oder man nutzt verschiedene Farben. Damit können auch Muster kreiert werden – von Streifen bis zu geometrischen Formen wie Dreiecken oder Kreisen. Auch hier gilt es, die Raumwirkung zu bedenken. Senkrechte Streifen strecken zum Beispiel Räume mit niedrigen Decken.

Der Trend: Bunte Tapeten als Hingucker

Wände streichen Alternative Tapete
Tapeten erleben eine Renaissance. Besonders florale Motive sind beliebt. Erismann

Nicht nur das Wände streichen bringt Farbe ins Zuhause. Hatten Tapeten lange Zeit ein angestaubtes Image, liegen sie aktuell wieder voll im Trend. Dabei sollen sie vor allem eines: auffallen. So gibt es sie in allen Farben und mit unzähligen Motiven. Beliebt sind zum Beispiel Dschungeldrucke und allgemein Pflanzenprints. Darüber hinaus stehen abstrakte Muster ganz oben auf der Wunschliste. Zudem können auch eigene Fotos auf Tapeten gedruckt werden.

Übrigens muss man nicht unbedingt ein Tapezierprofi sein, um die Wandverkleidungen anzubringen. Wer Zeit sparen will oder keinerlei Vorkenntnisse hat, nutzt Vliestapeten. Sie zeichnen sich durch ihre Strapazierfähigkeit, Robustheit und leichte Verarbeitung aus. Für die Küche und das Badezimmer sollten Vliestapeten scheuer- und wasserbeständig sein.

Teppiche – vom Boden an die Wand

Wer erst einmal ganz einfach ohne Streichen und tapezieren großflächig einen bunten Akzent setzen möchte, kann Wandteppiche einsetzen. Sie erfahren aktuell regelrecht eine Renaissance. Früher gehörten sie zum Beispiel zur Grundausstattung in Schlössern. Nun strahlen sie auch im 21. Jahrhundert Gemütlichkeit aus. Neben klassischen, orientalischen Mustern, Blumen und Blüten erfahren Wandteppiche mit grafisch anmutenden Mustern und ausdrucksstarken Motiven zeitgemäßes Aussehen – und bringen so Farbe in den Raum!

Dieser Beitrag ist Teil unseres Themenspecials „Mein Zuhause“. Sind Sie interessiert an mehr Artikeln dieser Art? Schauen Sie sich unsere Sammlung von Beiträgen rund ums Thema an.

zum Themenspecial „Mein Zuhause“

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Autorenbild Steffi Urban

Von Steffi Urban

Vom Harz in die Hansestadt: Inzwischen lebe ich seit mehr als zehn Jahren in Bremen und entdecke mit Kamera und Klapprad immer noch tolle neue Ecken.

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