Meine Favoriten

Mehrere leuchtende Halloween-Kürbisse stehen neben und auf einem Stapel alter Bücher vor dunkel-orange beleuchtetem Hintergrund.
Magnific/Verakorn

Gruselige Halloween-Autorenlesung mit Jan Ischke am 29.10. in Schwachhausen

Unheimliche Kurzgeschichten zwischen flüsternden Stimmen, dunklen Hütten und ewiger Jugend

Kurz vor Halloween wird es in der Stadtteilfiliale Schwachhausen schaurig: Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, ist der Bremer Autor Jan Ischke mit einer besonderen Halloween-Lesung zu Gast. Ab 18.30 Uhr nimmt er das Publikum mit in Geschichten voller düsterer Geheimnisse, unerklärlicher Stimmen und Orte, die besser unentdeckt geblieben wären. Der Einlass beginnt um 18.15 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Wenn aus vertrauten Orten unheimliche Schauplätze werden

Ein verlassenes Tonstudio, in dem Stimmen aus der Vergangenheit zu hören sind. Eine Hütte im Wald, aus der offenbar nicht alle wieder herauskommen. Ein Weingut, das mehr verbirgt als edle Tropfen. Jan Ischkes Kurzgeschichten beginnen an Orten, die zunächst vertraut erscheinen – und entwickeln sich schnell in eine deutlich unheimlichere Richtung.

Dass sich der Bremer Autor inzwischen auch auf literarisch düsteres Terrain wagt, ist eine vergleichsweise neue Entwicklung. „Mich reizt an unheimlichen Geschichten das Besondere und Fantastische, eben das Nicht-Alltägliche“, sagt Ischke. Zuvor habe er vor allem heitere und humorvolle Geschichten geschrieben. Eine befreundete Autorenkollegin, deren Horrorgeschichten er regelmäßig Korrektur las, habe schließlich den Anstoß gegeben, sich selbst an diesem Genre zu versuchen. Über mehrere Monate entstanden so verschiedene Gruselkurzgeschichten. Einige davon wurden später in Anthologien veröffentlicht.

Für eine wirklich unheimliche Geschichte reicht das düstere Setting aus seiner Sicht allerdings nicht aus. Entscheidend sei, dass es einen Ort oder eine Person gebe, mit der das Publikum mitfiebern könne. Erst diese Nähe zu Figuren und Situationen mache das Unheimliche wirkungsvoll.

Porträt von Jan Ischke: Der Autor steht lächelnd mit den Händen in den Hosentaschen vor einem hellen, neutralen Hintergrund.
Jan Ischke sorgt bei seiner Halloween-Lesung mit unheimlichen Kurzgeschichten für Gänsehaut. Jan Ischke

Geschichten für einen schaurigen Abend

Bei der Halloween-Lesung verbindet Ischke verschiedene Schauergeschichten zu einem Abend mit flackernden Schatten, geheimnisvollen Klängen und reichlich Gänsehautpotenzial. Auch eine der ältesten Fantasien der Menschheit spielt dabei eine Rolle: die Sehnsucht nach dem ewigen Leben – und die Frage, welchen Preis jemand dafür zu zahlen bereit wäre.

„Ich werde auf jeden Fall vier oder fünf Kurzgeschichten vorlesen“, kündigt Ischke an. Auf eine davon freut sich der Autor dabei besonders: „Meine Lieblingsgeschichte ist die ‚Weingut Mondenschein‘-Geschichte, die viel mit Beschreibungen und Veränderungen spielt.“ Damit bekommt auch eines jener geheimnisvollen Weingüter, die im Programm des Abends angekündigt sind, einen Namen.

Nicht nur die Geschichten sorgen für Halloween-Stimmung

Der Gruselfaktor soll am 29. Oktober nicht allein aus den vorgelesenen Texten entstehen. Auch die Stadtteilfiliale soll sich für den Abend ein wenig verwandeln. „Atmosphärisch wird es vor Ort etwas dunkler werden“, verrät Ischke. Geplant sind außerdem einige Halloween-Dekorationen. Wenn die organisatorischen Voraussetzungen passen, sollen zusätzlich Gruselsounds die Geschichten akustisch begleiten.

Damit setzt die Lesung nicht auf große Schockeffekte, sondern auf das Zusammenspiel von Erzählung, Licht, Geräuschen und Vorstellungskraft – passend zu Geschichten, bei denen vermeintlich gewöhnliche Orte nach und nach ihre unheimliche Seite offenbaren.

Jan Ischke schreibt zwischen Humor, Krimi und dunklen Geschichten

Jan Ischke wurde 1985 in Teterow in Mecklenburg-Vorpommern geboren, wuchs in Rostock auf und lebt seit 2010 in Bremen. Schon als Jugendlicher schrieb er Gedichte, von denen einige in Regionalzeitungen veröffentlicht wurden. Später wandte er sich zunehmend Kurzgeschichten und längeren Erzählungen zu.

2014 erschien sein Kurzgeschichtenband „Blättern erwünscht! – Das Tagebuch des Stefan Jott“. Vier Jahre später folgte mit „Fegst du noch oder feierst du schon? – Stefans 30. Geburtstag“ sein erster Roman. Im Dezember 2020 veröffentlichte der Kellner Verlag außerdem den Band „Tod Mord Sport“ mit Sportkrimis. Kurzgeschichten von Ischke wurden zudem für Bremer Literaturwettbewerbe ausgewählt und erschienen unter anderem in Anthologien rund um den Bürgerpark und den Freimarkt.

Auch abseits der Halloween-Geschichten bleibt Ischke kreativ. Aktuell gönnt er sich nach eigener Aussage eine kleine Schreibpause und widmet sich unter anderem dem neuen Hörbuch „Die Beziehungswette“, das Mitte des Monats erscheinen soll. Im November möchte er dann mit der Arbeit an einem neuen Roman beginnen. Inhaltlich soll es darin wieder deutlich heiterer werden – und um einen Reichtum gehen, der möglichst geheim bleiben soll.

Halloween-Stimmung mitten in Schwachhausen

Mit der Lesung bekommt die Zeit rund um Halloween einen literarischen Akzent. Statt auf Masken, Kürbisse und Kunstblut setzt der Abend vor allem auf die Wirkung von Sprache, Atmosphäre und Vorstellungskraft. Das passende Setting dafür bietet die Stadtteilfiliale Schwachhausen an der Schwachhauser Heerstraße 197.

Die Veranstaltung beginnt am 29. Oktober um 18.30 Uhr, Einlass ist ab 18.15 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Gruselige Halloween-Autorenlesung mit Jan Ischke

In einer einzigartigen Halloween-Lesung liest Jan Ischke aus seinen Kurzgeschichten vor – von einem verlassenen Tonstudio, in dem Stimmen aus der Vergangenheit flüstern, über eine Hütte im Wald, die niemand lebend verlässt, bis hin zu einem Weingut. Und dann gibt es da noch die Frage: Was würden Sie für das ewige Leben geben?

Zum Event

Das könnte Sie auch interessieren

Autorenbild Katharina Resmer

Von Katharina Resmer

In bin in Niedersachsen geboren, in Bremen-Nord aufgewachsen, habe in Hamburg zu mir selbst gefunden – und bin nun endlich wieder in der kleineren Hansestadt angekommen, um zu bleiben. Wandern, Fahrradfahren und Tagträumen – all das klappt ganz wunderbar in der neu-alten Heimat.

Mehr Artikel von Katharina
Zu den Filial-Events

Nutz doch die SPOT App!

Zum Inhalt springen