Neustadtköpfe
Annica Müllenberg

Stadtteilköpfe: „Neustadt ist Heimat“

Stadtteilmanagerin Astrid-Verena Dietze

Es gibt besondere Menschen im Stadtteil. Sie fallen auf, weil sie besonders präsent sind, sich für etwas engagieren oder in in der Nachbarschaft aktiv sind. Einer dieser „Stadtteilköpfe“ ist Stadtteilmanagerin Astrid-Verena Dietze.


Astrid-Verena Dietze hat eine Vision: Als Akteurin des VIS-A-VIS-Netzwerks gestaltet sie die Kulturlandschaft und das Miteinander in der Neustadt aktiv mit. Die Stadtteilmanagerin denkt die DNA des Stadtteils „neu“, betrachtet sie aus touristischem, kulturellem, wirtschaftlichem und sozialem Blickwinkel. In ihrer Rolle als Botschafterin ist ihr Gesicht bekannt, beispielsweise als Organisatorin des „SummerSounds“-Festivals und Netzwerkerin, die neue Kontakte ans linke Weserufer zieht. Wenn sie zur Arbeit über die Wilhelm-Kaisen-

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Foto: Annica Müllenberg

Brücke radelt, weht ihr Heimatluft entgegen. Das SOS-Kinderdorf-Zentrum war früher die Stadtbibliothek, in der sie als Mädchen schmökerte. Heute ist dort unter anderem das Stadtteilmanagement und somit Dietzes Büro untergebracht. Mit Interesse und Freude beobachtet die gebürtige Neustädterin die Veränderungen – ihrer Meinung nach stehen sie dem Stadtteil gut.

„Ich bin im Rotes-Kreuz-Krankenhaus geboren und im Buntentor aufgewachsen. Damals galt die Neustadt als falsche Weserseite, sie war durch den Fluss getrennt. Heute ist sie die Erweiterung der City und der spannendste Stadtteil Bremens. Das erfüllt mich mit Stolz. Der Stadtteil sprüht vor Energie und bietet Lebensqualität. Die positive Entwicklung ist überall spürbar. Es pulsiert in allen Ecken: Aktive aus Kunst, Kultur und Wirtschaft finden hier das nötige Experimentierfeld, um sich auszuprobieren. Sie trauen

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Foto: Annica Müllenberg

sich etwas und stellen beispielsweise den alternativen Weihnachtsmarkt ‚Lichter der Neustadt‘ und das Kulturkombinat Kukoon auf die Beine. Man kann schon sagen, dass die Neustadt eine Saatstätte für junge Entrepreneure ist. In den letzten Jahren eröffneten neue Bars und Cafés. Es gibt auch schöne Läden, die besonderen Schmuck, Mode, Design oder Bücher anbieten. Dort schaue ich gerne mal rein.

Natürlich gibt es auch viele besondere Orte am linken Weserufer. Das SOS-Kinderdorf-Zentrum ist einer davon. Das Haus ist voller Leben und offen für Alt und Jung, Groß und Klein sowie Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen. Die Stadtteilfiliale der Sparkasse entwickelt sich ebenfalls zu einem neuen Treffpunkt für die Pappelstraße und das Flüsseviertel. Dieses Pilotprojekt gibt es nur hier – und es passt zu uns.“

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Autorenbild Annica Müllenberg

Von Annica Müllenberg

Zwar wohne ich auf der rechten Weserseite, mit meinem Rad bin ich aber in ganz Bremen unterwegs. Am liebsten stoppe ich dort, wo es neue kulturelle und kulinarische Orte zu entdecken gibt – also häufig in der Neustadt.

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