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Tjark Worthmann

Traditionsunternehmen aus Obervieland: „Ich bin einfach ein geborener Handwerker“

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Der Malereibetrieb Aschauer & Sohn ist bereits 50 Jahre am Markt vertreten

Bernd Aschauer steht neben einem großen Regal voll mit bunten Farbeimern und hölzernen Klappleitern. Der Inhaber des Malereibetriebes befindet sich in seinem Lager in der Gutenbergstraße in Stuhr. Dort hat er alle wichtigen Einsatzmaterialien für das Traditionsunternehmen bevorratet. Die Angestellten starten von hier aus zu Projekten im ganzen Umland.

Der Betrieb wurde bereits vor 52 Jahren von Aschauers Vater gegründet und ist in Obervieland in der Robert-Koch-Straße beheimatet. Seine Ausbildung absolvierte der junge Bernd Aschauer in einer anderen Firma. Nach der Bundeswehr stieg er jedoch gleich in das Familienunternehmen ein und arbeitete 15 Jahre mit seinem Vater zusammen. Zwischenzeitlich waren sechs Mitarbeiter im Team des Malers angestellt, „doch das wurde mir irgendwann zu stressig“, erklärt der 56-Jährige, der sich daraufhin verkleinerte. Inzwischen macht er mit zwei Angestellten „ganz in Ruhe Baustelle für Baustelle fertig“. Und dabei ist er auch noch selbst oft vor Ort im Einsatz: „Ich bin einfach kein Büromensch, sondern geborener Handwerker. Mir macht diese Arbeit richtig Spaß“, erklärt er mit glänzenden Augen.

Gut gefüllte Auftragsbücher

Circa 90 Prozent seiner Kundschaft sind Privatpersonen, doch auch große Bauunternehmen und Wohnungsbaugesellschaften wie Zechbau oder Wallhaus gehören zu seinen Auftraggebern. Das Team des Malereibetriebes Aschauer und Sohn erledigt Arbeiten im Bereich der Fassadendämmung, Verlegung von Fußbodenbelägen bis hin zum Spachteln, Tapezieren und Streichen der Wände alles aus einer Hand. „Viele melden sich mit einer Renovierung in den eigenen vier Wänden. Diesen Bedarf können wir komplett abdecken“, verspricht der Malermeister. Zurzeit sind die Auftragsbücher gut gefüllt, unter drei Wochen Wartezeit geht gerade nichts, gibt Aschauer zu.

Für die Arbeit im Malereibetrieb müsse man gut selbständig arbeiten können und eine ruhige Hand haben. Zudem seien Freundlichkeit und der kommunikative Umgang mit der Kundschaft ein wichtiges Kriterium für ein erfolgreiches Unternehmen, sagt Aschauer. Auf der technischen Seite habe sich mit den Jahren viel verändert. „Inzwischen gibt es fast nur noch wasserbasierte Acrylfarben,“ erklärt er. Die sind gut für die Malenden und gut für die Umwelt: Die eingesetzten gesundheitsschädlichen Lösungsmittel sind gegenüber den sogenannten Nitrolacken deutlich reduziert.


Gute Tipps für eine weiße Wand

Zwei gute Tipps für eine gelungene weiße Wand hat Aschauer natürlich parat: Unbedingt gute Pinsel mit Schweineborsten benutzen und dafür auch etwas mehr Geld ausgeben. „Die kann man auswaschen und ewig wieder benutzen“, begründet er. Als Produkttipp empfiehlt der Malermeister Sigma BrandiMatt. „Beide Materialien kann man gut bei Farben Seemann im Buntentorsteinweg beziehen“, gibt Aschauer zu Protokoll.

Aktuell möchten viele Kundinnen und Kunden die Wände im eigenen Zuhause gerne weiß haben. Oft wird dann aber eine einzelne Wand farbig kontrastiert. „Meist spachteln und schleifen wir sehr hochwertig, bevor dann zweimal angestrichen wird – tapeziert wird eigentlich kaum noch.“

Der erfahrene Malermeister ist vor Kurzen auch in eine weitere Firma als Geschäftsführer eingestiegen. Das benachbarte Unternehmen Mörtel Mix produziert speziell auf Kundenwunsch eine gewünschte farbige Mörtelmasse und profitiert seit letztem Jahr vom Fachwissen des langjährigen Kunden der Sparkasse Bremen. Bei diesem Aufgabenspektrum kommen für Aschauer in der Woche gerne mal an die 65 Stunden zusammen, gibt der Malermeister zu. „Meine Frau meckert auch manchmal schon. Doch sie weiß, dass ich meinen Beruf einfach liebe.“

Weitere Informationen zu Malerei Aschauer finden sich hier, zu der Firma Mörtel Mix hier.

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Autorenbild Tjark Worthmann

Von Tjark Worthmann

Ich fahre am liebsten mit der Vespa oder der Schwalbe durch unsere schöne Hansestadt und entdecke dabei immer wieder geheime Wege und versteckte Orte.

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