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Traditionsbetrieb Fleischerei Rasch
Tjark Worthmann

„Schöner kannst du einfach nicht wohnen!“

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Seit 1968 gibt es die Fleischerei Rasch in Habenhausen

Die Fleischerei Rasch ist seit fast 51 Jahren im Holzdamm beheimatet und bietet den Bewohnern Habenhausens frische hausgemachte Fleischwaren, leckere Salate und vieles mehr. Wir trafen uns mit Vater und Sohn Rasch, um über ihr Erfolgsrezept und den Wandel im Stadtteil zu sprechen – und natürlich, um den schmackhaften Fleischsalat zu probieren.

Die Lage am Holzdamm 145 ist für Ortsfremde vielleicht etwas unscheinbar, doch in der kleinen Filiale der Fleischerei Rasch findet sich eines der größten Grillsortimente der Stadt. Darunter sind beispielsweise argentinische Chorizo-Bratwürste, die nach einem vertraulichen Hausrezept mit Gewürzen aus Argentinien zubereitet werden. Zudem gibt es schmackhafte Gerichte, die die Firma bei jedem Heimspiel von Werder Bremen für das Catering von Journalisten und TV-Moderatoren serviert. „Wir haben ein großes Grillangebot mit mehr als 20 verschiedenen Würsten, Fleischspießen und marinierten Steaks“, sagt Ingo Rasch, der seit 2000 Mitinhaber des Unternehmens ist. Das verarbeitete Fleisch in allen Erzeugnissen kommt dabei aus kleinen Schlachtbetrieben aus der Region.

Ausbildung und Meistertitel erwarb sein Vater, Metzgermeister Kurt Rasch, in Lüneburg – bis er sich sagte: „Ich will nach Bremen. Ich hatte immer den Drang, etwas selbst zu machen.“ Gesagt, getan: Am 1. Mai 1968 übernahm er den Betrieb in Habenhausen. „Wir wollten einfach einen schönen Laden aufzubauen und halten“, sagt der inzwischen 81-jährige gebürtige Uelzener, der übrigens immer noch jeden Vormittag in der Produktion hilft. In ländlicher Struktur und im Umfeld jeder Menge Erdbeerfelder machten sich er und seine Frau Johanna

Foto: Tjark Worthmann

also im Stadtteil sesshaft. Eine Karl-Carstens-Brücke gab es damals noch nicht. „Habenhausen war in meiner Kindheit noch was ganz anderes“, erinnert sich Ingo Rasch. „Da hat sich wirklich viel getan, besonders in letzter Zeit. Früher gab es viele Bauern, und es war ein richtiges Dorf. Aber auch heute ist es noch grün und durch die zentrale Lage sehr beliebt“, so der Junior.

Im Winter ebenfalls heiß geliebt ist die hauseigene Pinkelwurst, die nach althergebrachter Tradition im Kaltrauchverfahren hergestellt wird. „Das Rezept ist noch von 1925“, verrät Kurt Rasch. Und auch zahlreiche andere Produkte werden in der Fleischerei mit viel Erfahrung und fachmännischer Handwerkskunst hergestellt: „Ich benutze selten eine Waage, vieles wiege ich einfach mit der Hand ab“, erzählt Kurt Rasch. „Und manches ist natürlich auch geheim“, ergänzt Ingo Rasch schmunzelnd.

Neben dem Geschäft an der Fleischtheke in Habenhausen ist der Partyservice ein weiteres Standbein des Unternehmens. In der Region um Bremen bietet der Fleischereifachbetrieb Rasch eine vielseitige Auswahl an kalten Platten, Fingerfood und warmen Gerichten an. „Wir haben viele Büfetts, leckere Suppen, Schnittchen und Salate im Angebot“, sagt Ingo Rasch. „Alle Speisen gestalten wir auf Kundenwunsch mit unseren zehn Mitarbeitern gerne ganz individuell.“

Traditionsbetrieb Fleischerei Rasch
Foto: Tjark Worthmann

Seit 17 Jahren unterstützt der Betrieb das Habenhauser Schaffermahl, bei dem 150 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft speisen. „Wir liefern den fertig zubereiteten Hauptgang aus Fleisch, Braunkohl und Kartoffeln“, sagt Kurt Rasch. Im vergangenen Jahr wurden bei dieser Veranstaltung 18.000 Euro für soziale Projekte im Stadtteil gesammelt.

Über das Geheimnis der langen Tradition des Unternehmens sind sich die beiden Inhaber einig: „Qualität ist das Wichtigste – man muss die Sachen einfach gut machen“, sagt Ingo Rasch. In Habenhausen fühlt sich die Familie übrigens seit jeher sehr wohl: „Schöner kannst du einfach nicht wohnen – ich will hier nicht mehr weg“, fasst Kurt Rasch seine Gefühlslage zum Stadtteil in wenigen Worten zusammen.

Traditionsbetrieb Fleischerei Rasch
Foto: Tjark Worthmann

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Autorenbild Tjark Worthmann

Von Tjark Worthmann

Ich fahre am liebsten mit der Vespa oder der Schwalbe durch unsere schöne Hansestadt und entdecke dabei immer wieder geheime Wege und versteckte Orte.

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