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Fallturm Bremen im Zentrum in der Panoramaaufnahme des Technologieparks
WFB/Ginter

Außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten: Der Bremer Fallturm

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Interessante Experimente in der Schwerelosigkeit

Stadtmusikanten, Roland, Weltkulturerbe Rathaus – kennt man doch. Wir stellen in unserer Serie dagegen die unbekannteren Wahrzeichen der Stadt vor. In diesem Teil der Reihe „Außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten in Bremen“ geht es um eine ganz besondere Forschungseinrichtung aus dem Bereich der Luft- und Raumfahrt: den Bremer Fallturm.


Was ist der Fallturm?

Fallturm Bremen: Wissenschaftler bereitet die Kapsel für Experimente vor
Experimente werden mithilfe einer speziell konstruierten Fallkapsel durchgeführt. ZARM, Universität Bremen

Der zur Universität Bremen gehörende Fallturm ist eine einzigartige Forschungseinrichtung, in der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus aller Welt beinahe täglich Experimente unter Schwerelosigkeit durchführen. Auf diese Weise können sie verschiedensten Phänomenen auf die Spur gehen, die unter normalen Gravitationsbedingungen gar nicht erkennbar sind.

Die durchgeführten Experimente im Fallturm reichen dabei von Astrophysik, Biologie und Chemie über Verbrennungsforschung, Strömungsmechanik sowie Materialwissenschaften bis hin zu Fundamentalphysik. Auch für die Luft- und Raumfahrt spielt der Fallturm eine große Rolle. Denn die Forschenden testen dort Technologien und spezifische Hardware, die später in Raumfahrtmissionen zum Einsatz kommen soll.

Wie kann man den Fallturm besichtigen?

Fallturm Bremen: Führung durch die ZARM-Labore
Bei einer Führung durch den Fallturm erfährt man mehr über die dort durchgeführten Experimente. ZARM, Universität Bremen

Das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation, kurz ZARM, bietet interessierten Gruppen sowie Einzelpersonen verschiedene Möglichkeiten, den Fallturm zu besichtigen oder sogar die Fallturmspitze zu besuchen. Bei einer Führung durch den Fallturm erläutern die Verantwortlichen die Funktionsweise der Einrichtung und gewähren den neugierigen Besucherinnen und Besuchern einen spannenden Einblick in die Laborgebäude, wo die Fachleute Experimente vorbereiten. Die Dauer der Führung beträgt insgesamt 75 bis 90 Minuten. Schulklassen werden durch Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sorgfältig betreut – auf Wunsch auch in englischer Sprache.

Wichtig: Die Fallturmspitze wird während einer Führung nicht besichtigt. Sie kann aber außerhalb der Betriebszeiten angemietet werden.

Für welchen Anlass kann man die Fallturmspitze mieten?

Fallturm Bremen: Panorama-Lounge
Von der Panorama-Lounge in der Fallturmspitze hat man einen spektakulären Blick auf Bremen. Foto: ZARM, Universität Bremen

Die Fallturmspitze ist ein wahrer Anziehungspunkt. Mit 146 Metern Höhe bietet sie einen atemberaubenden Blick über den Technologiepark, die Universität Bremen und die Hansestadt. Im Inneren der Spitze gibt es einen großen Konferenzraum sowie eine darüber liegende gläserne Panorama-Lounge. Interessierte können die Räumlichkeiten für private Feiern und Firmenevents mieten und sie mit Gruppen von bis zu 14 Personen nutzen. Zusätzlich befindet sich in der Fallturmspitze auch noch eine Außenstelle des Bremer Standesamts.

Wie kann man im Fallturm heiraten?

Paare können die Fallturmspitze für ihre standesamtliche Trauung reservieren. Die Zeremonie findet im eleganten und stilvoll eingerichteten Trauzimmer auf circa 130 Metern Höhe statt. Im Anschluss kommen die Gäste in der gläsernen Panorama-Lounge zum Sektempfang zusammen.

Reihe: Außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten in Bremen
Reihe: Außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten in Bremen

Von Metalhenge über den Riensberger Friedhof und das Antikolonialdenkmal Elefant bis zum Denkort Bunker „Valentin“: In Bremen gibt es viele außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten zu entdecken. In unserer Reihe stellen wir sie vor.

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Von Katharina Resmer

In bin in Niedersachsen geboren, in Bremen-Nord aufgewachsen, habe in Hamburg zu mir selbst gefunden – und bin nun endlich wieder in der kleineren Hansestadt angekommen, um zu bleiben. Wandern, Fahrradfahren und Tagträumen – all das klappt ganz wunderbar in der neu-alten Heimat.

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