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Friedrich Schmidt Bedachungen
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Auf den Dächern von Bremen zu Hause

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Der Traditionsbetrieb Friedrich Schmidt Bedachungen ist seit mehr als 110 Jahren in der Neustadt ansässig

Die Friedrich Schmidt Bedachungs GmbH ist ein Traditionsunternehmen: Seit 112 Jahren ist der große Fachbetrieb in der Neustadt ansässig. Über die Firmengeschichte, das Engagement für den Stadtteil und den Fachkräftenachwuchs sprachen wir mit Dachdeckermeisterin Katrin Detring-Pomplun, die das Familienunternehmen zusammen mit ihrem Vater Lutz Detring leitet.

 

Dachdeckermeister Friedrich Schmidt gründete die Firma Anfang des vergangenen Jahrhunderts in der Neustadt. Sie besteht bis heute, und das Team ist auf mehr als 100 Mitarbeiter angewachsen. Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Katrin Detring-Pomplun: Das Handwerk wird einfach gebraucht. Es gibt keine Roboter, die ein Dach eindecken können. Trotzdem darf man sich nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern muss bei neuen Entwicklungen, Techniken und Materialien immer auf der Höhe bleiben. Das gilt in Zeiten des massiven Fachkräftemangels auch in Hinblick auf die Sicherung des Handwerksnachwuchses. Dafür engagieren wir uns sehr. Wir bilden jedes Jahr bis zu 20 junge Leute in

Friedrich Schmidt Bedachungen
Foto: Friedrich Schmidt Bedachungen

verschiedenen Berufen aus. Für ausländische Berufsanfänger und Flüchtlinge organisieren wir bei Bedarf Deutschkurse, an denen auch ihre Familienmitglieder teilnehmen können. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht und freuen uns, dass wir so ein bisschen zum Ankommen in der neuen Heimat beitragen können.

Was waren die Meilensteine in der Firmengeschichte?

Der Betrieb wurde 1906 von Friedrich Schmidt gegründet. Ab 1920 leitete er die Firma in Zusammenarbeit mit seinem Sohn Wilhelm durch die Gefahren jener Jahre. Mit dem Auftauchen der ersten Asphalt-Maschinen wurde dieser Erwerbszweig angegliedert. Der Enkel des Gründers, Friedhelm Schmidt, trat in den 1950er-Jahren in die Firmenleitung ein. Unter ihm wurde das Portfolio um Gerüst- und Fassadenbau erweitert. Anfang der 80er-Jahre wurde

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dann mein Vater, Dachdeckermeister Lutz Detring, in die Geschäftsleitung des Unternehmens berufen. Seit 2005 bin ich selbst im Familienbetrieb tätig. In den vergangenen Jahren gewannen die Sanierung und Dämmung bestehender Gebäude sowie ökologische Aspekte wie begrünte Dächer und Solaranlagen immer mehr Bedeutung. Außerdem haben wir im Lauf der Zeit viele tolle Projekte bearbeitet – wie die Bedachung des Schütting und der Bremer Landesbank sowie das Eindecken einer neuen Werkshalle von Mercedes, die 55.000 Quadratmeter Fläche hatte.

Ihr Firmensitz samt Verwaltung, Lager und Fuhrpark liegt an der Kornstraße, mitten in der Neustadt. Welche Vorteile hat dieser Standort?

Wir sind immer in der Neustadt ansässig gewesen und mit dem Stadtteil eng verbunden. Viele Kunden und auch Mitarbeiter stammen von hier. Außerdem besteht ein gut funktionierendes Branchen-Netzwerk. Wir freuen uns, dass wir selbest auch etwas Gutes an die Neustadt zurückgeben können. Zum Beispiel haben wir

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auf unseren Betriebshallen an der Kornstraße großflächige Solaranlagen installiert, deren Strom wir zum Teil ins öffentliche Netz einspeisen. Und durch die teilweise begrünten Dächer unserer Firmengebäude leisten wir einen Beitrag zum Umweltschutz in der Neustadt.

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Autorenbild Kristina Bumb

Von Kristina Bumb

Als Reporterin komme ich viel rum in Bremen und umzu. Die Geschichten von Land und Leuten, die mir dabei begegnen, finde ich immer wieder spannend.

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