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Energie sparen – Heizung
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So können Sie im Alltag Energie sparen

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Was tun bei steigenden Energiepreisen?

Bei steigenden Energiepreisen droht eine hohe Rechnung. Was kann man also im Alltag tun, um Energie zu sparen? Wir haben einige einfache Tipps zusammengestellt.

Unter anderem durch die CO2-Steuer steigen 2021 die Kosten für Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas, auch wenn das Erneuerbare-Energien-Gesetz Privathaushalte entlastet. Eine Möglichkeit, Geld zu sparen, ist es, den Energieverbrauch zu reduzieren. Doch wie geht das, wenn man nicht gleich eine Sanierung oder Modernisierung angehen kann oder will?

Was geht? Diagnose des Verbrauchs

Zuallererst empfiehlt sich eine Diagnose des eigenen Verbrauchs. Beim Vergleich mit Durchschnittswerten ähnlicher Haushalte sieht man dann schnell, ob man eventuell zu viel Energie verbraucht und noch Sparpotenzial besteht. Außerdem kann man bei zu hohen Preisen in Betracht ziehen, den Energieversorger zu wechseln. Der neue Anbieter sollte den eigenen Bedürfnissen entsprechen – sei es beim Wunsch nach Ökostrom oder beispielsweise mit einem günstigen Basistarif für Menschen, die oft außer Haus sind.

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Richtig aufdrehen: Beim Heizen Energie sparen

Wie warm es im eigenen Zuhause sein soll, hängt vor allem vom eigenen Empfinden ab. Manch einer läuft eben gern barfuß und im T-Shirt durch das Wohnzimmer, andere kuscheln sich im dicken Pulli unter eine Decke. Es gibt aber Richtlinien für die Temperatur in unterschiedlichen Wohnräumen, die die meisten Menschen als angenehm empfinden. Dabei bedeutet jedes Grad weniger eine Energieeinsparung von etwa sechs Prozent.

Energie sparen – Thermostat
Die Wohlfühltemperatur in Wohnräumen liegt bei vielen Menschen etwa bei 20 Grad. Freepik.com/Rosshelenphoto

Temperatur in Wohnräumen:

  • Wohnräume: 20 bis 22 Grad
  • Schlafzimmer: 16 bis 18 Grad
  • Kinderzimmer: 21 bis 23 Grad (nachts kälter)
  • Badezimmer: 22 bis 24 Grad
  • Küche, Flur: 18 bis 20 Grad
  • Keller: 6 bis 10 Grad

Damit ein Heizkörper ohne Einschränkungen funktioniert, muss er frei stehen. Also: Keine Möbel oder Vorhänge vor der Heizung platzieren. Auch Staub kann die Heizleistung mindern. Wenn es gluckert, ist Luft in der Heizung – dadurch wird ebenfalls Energie verschwendet. Eine einfache Lösung für dieses Problem ist, den Heizkörper zu entlüften. Das ist mit einem Entlüftungsschlüssel auch ohne Handwerksgeschick problemlos möglich. Zudem sollte eine Heizungsanlage regelmäßig gewartet werden. Dafür am besten Profis kommen lassen.

Übrigens: Eine Heizung funktioniert nicht wie ein Wasserhahn – es kommt also nicht sofort mehr heraus, wenn man sie aufdreht. Dementsprechend nützt es nichts, die Heizung auf fünf zu drehen, wenn es schnell warm werden soll. Stattdessen gleich die gewünschte Temperatur einstellen und sich einen Moment gedulden.

Eine häufige Idee zum Energiesparen – die Heizung komplett auszudrehen, wenn man sie nicht braucht – ist nicht empfehlenswert. Schließlich kühlen die Räume dann komplett aus. Es braucht danach sehr viel Energie, sie wieder auf eine angenehme Temperatur zu erwärmen. Besser ist es, die Heizung bei Abwesenheit oder nachts nur herunterzudrehen. Im Idealfall regeln entsprechende Thermostate die Temperatur automatisch nach Bedarf (in Form einer Nachtabsenkung und beispielsweise auch bei regelmäßiger Abwesenheit tagsüber). Und wer Technologie für ein Smart Home nutzt, kann die Heizung sogar aus der Ferne steuern – und hat es dann beim Nachhausekommen schön warm.

Tür zu, es zieht: Vom richtigen Lüften

Energie sparen – Fenster auf zum Lüften
Fenster zum Lüften dringend ganz öffnen, statt es auf Kipp zu stellen. Freepik.com/Travelarium

Es ist der Klassiker unter den Tipps zum Energiesparen: Stoßlüften. Denn reißt man einmal alle Fenster sperrangelweit auf, wird die Luft schnell ausgetauscht, ohne dass das Bauwerk selbst auskühlt. Anschließend muss die Heizung nur die frische Luft auf die richtige Temperatur bringen. Eine Stoßlüftung mehrmals am Tag spart daher im Gegensatz zum Fenster auf Kipp einiges an Energie. Wichtig: Beim Lüften die Heizung herunterdrehen, sonst kämpft sie direkt gegen die frische Brise von außen an.

Wenn das Wohnzimmer 21 Grad hat, aber Durchzug zum unbeheizten Flur herrscht, wird es schnell kalt. Daher gilt, wenn Räume eine unterschiedliche Temperatur haben: Türen zu! Sinnvoll ist es ebenso, Zugluft zu vermeiden – sowohl an Fenstern als auch an Türen. Ein Windzug senkt vor allem die gefühlte Temperatur erheblich. Daher in diesem Fall entweder die Dichtungen erneuern oder einen Zugluftstopper nutzen. Das ist schnell sowie günstig gemacht und erhöht die Gemütlichkeit ungemein. Darüber hinaus empfiehlt es sich, das Zuhause besonders nachts gegen die kalte Außentemperatur abzuschirmen. Dazu beispielsweise Rollläden und den Windfang schließen. Eine Hilfe sind auch Thermovorhänge.

Und sonst? Weitere Tipps zum Energiesparen

  • Energie sparen – Mehrfachsteckdose
    Geräte verbrauchen auch im Standby-Modus Strom. Eine Mehrfachsteckdose mit Schalter hilft dabei, Energie zu sparen. Freepik.com/Olesya_Kozlova

    Beim Kauf neuer Geräte auf Energieeffizienz und die wirklich benötigte Größe achten.

  • Laptop statt PC nutzen.
  • Geräte ausschalten statt auf Standby-Modus stellen. Dabei helfen ausschaltbare Mehrfachsteckdosen.
  • LED und Energiesparlampen verwenden.
  • Beim Kochen einen Deckel benutzen.
  • Gefriertruhe und Kühlschrank abtauen und nicht neben Wärmequellen stellen.
  • Ohne Vorheizen backen sowie Restwärme im Backofen und von Herdplatten nutzen.
  • Den Kühlschrank stets nur kurz öffnen und immer gut befüllen – der Inhalt hält sich dann länger kühl.
  • Kleine Mengen Wasser im Wasserkocher erhitzen.
  • Waschmaschine öfter bei 30 Grad laufen lassen und Ökoprogramme nutzen.
  • Wäscheständer statt Trockner verwenden.
  • Warmwasserverbrauch reduzieren – zum Beispiel durch Sparduschköpfe und eine Zeitschaltuhr für den Warmwasserspeicher.

Diese und weitere Tipps hat die Seite www.co2online.de auf Lager.

Energie-Check – bei Heizkosten sparen
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Dieser Beitrag ist Teil unseres Themenspecials „Mein Zuhause“. Sind Sie interessiert an mehr Artikeln dieser Art? Schauen Sie sich unsere Sammlung von Beiträgen rund ums Thema an.

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Von Alena Mumme

Ich bin Tagenbaren – meine Eltern und Großeltern sind also wie ich in Bremen geboren und aufgewachsen. Nur spannende Reisen locken mich aus meiner gemütlichen Heimatstadt.

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