
„Tore schießen, Bäume pflanzen“: Weiterentwicklung der Umweltinitiative
Sparkasse Bremen und Werderfrauen gemeinsam für die Entsiegelung von Grünflächen
Ein Tor für Werder, ein neuer Baum für Bremen: Seit der Saison 2021/22 verbindet die Initiative „Tore schießen. Bäume pflanzen.“ den sportlichen Erfolg der Werderfrauen mit mehr Grün in der Stadt. Zum Start der neuen Saison geht die Kooperation zwischen der Sparkasse Bremen und dem SV Werder Bremen nun den nächsten Schritt. Künftig sollen auch Bremerinnen und Bremer selbst Flächen entsiegeln und dafür einen Baum gewinnen können.
Der symbolische Anpfiff für die erweiterte Aktion fällt am 17. August 2026 um 18 Uhr in der Stadtteilfiliale Viertel der Sparkasse Bremen. Dort wird vorgestellt, wie aus Asphalt und Pflaster neue grüne Lebensräume entstehen können – und welche Rolle Bäume dabei für ein klimaangepasstes Bremen spielen.
Wenn aus Pflaster wieder lebendiger Boden wird
Versiegelte Flächen gehören insbesondere in dicht bebauten Stadtteilen zum Alltag. Pflaster, Beton oder Asphalt verhindern, dass Regenwasser direkt im Boden versickern kann, und heizen sich an heißen Tagen stark auf. Wo solche Flächen zurückgebaut werden, entsteht dagegen neuer Raum für Pflanzen, Tiere und einen natürlicheren Wasserkreislauf.
Genau hier setzt die nächste Stufe von „Tore schießen. Bäume pflanzen.“ an. Ab Herbst können sich Privatpersonen ebenso wie Kitas und Vereine in Bremen für einen Baum bewerben, wenn sie zuvor eine Fläche entsiegeln. Die genauen Informationen zur Bewerbung veröffentlicht die Sparkasse Bremen ab Ende August über ihre Kanäle.
Damit wird aus der bisherigen Pflanzaktion zugleich eine Einladung zum Mitmachen: Nicht nur öffentliche Flächen, sondern auch Höfe, Gärten und andere bislang gepflasterte Bereiche können künftig Teil eines grüneren Bremens werden.
Schwammstadt: Warum jeder Quadratmeter zählt
Welche Wirkung entsiegelte Flächen für Bremen haben können, ist auch Thema der Auftaktveranstaltung im Viertel. Katharina Thielking von hanseWasser Bremen, zugleich Jurymitglied bei „Bremen pflastert ab!“, gibt einen Einblick in das Konzept der Schwammstadt und erläutert, welchen Beitrag insbesondere Obstbäume dazu leisten können.
Hinter dem Begriff Schwammstadt steht ein einfaches Prinzip: Regenwasser soll möglichst dort aufgenommen und gespeichert werden, wo es fällt, statt schnell über versiegelte Oberflächen in die Kanalisation abzufließen. Grünflächen, durchlässige Böden und Bäume können Wasser aufnehmen, Schatten spenden und durch Verdunstung zur Abkühlung ihrer Umgebung beitragen. Gerade im städtischen Raum können deshalb auch kleinere entsiegelte Flächen einen Unterschied machen.
54 Tore, 54 neue Bäume für Bremen
Die Grundlage der Aktion bleibt der sportliche Erfolg der Werderfrauen. Für jedes Tor, das das Team in der Bundesliga oder im DFB-Pokal erzielt, wird ein Baum in Bremen gepflanzt. Die Saison 2025/26 war dabei sportlich außergewöhnlich: Mit Platz sechs, 43 Punkten und 42 Treffern in der Bundesliga erreichten die Werderfrauen ihre bislang erfolgreichste Spielzeit im Oberhaus. Wettbewerbsübergreifend kamen 54 Tore zusammen – und damit 54 weitere Bäume für Bremen.
„Wir freuen uns sehr, dass unsere Tore nicht nur sportlich etwas bewegt haben, sondern auch einen sichtbaren Beitrag für Bremen leisten. 54 Tore und damit 54 neue Bäume – das ist ein starkes Zeichen dafür, was entstehen kann, wenn sportlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung zusammenkommen“, sagt Cheftrainerin Fritzy Kromp.
Seit dem Start der Zusammenarbeit wurden bereits insgesamt 150 Bäume gemeinsam mit dem Umweltbetrieb Bremen und dem Bürgerpark Verein gepflanzt. Viele davon stehen in der Nähe von Schulen. Dazu gehören insbesondere Obstbäume an Standorten wie der Ganztagsschule Düsseldorfer Straße und der Grundschule an der Parsevalstraße.
Vom sportlichen Erfolg zum Engagement im Stadtteil
Für die Sparkasse Bremen ist die Weiterentwicklung der Aktion ein konsequenter nächster Schritt. Statt ausschließlich für erzielte Tore Bäume pflanzen zu lassen, sollen künftig mehr Menschen in der Stadt selbst Teil des Projekts werden.
„Erfolg bedeutet für uns, sich nicht mit dem Erreichten zufriedenzugeben, sondern sich immer weiterzuentwickeln, im Sport wie in unserem Engagement für Bremen“, sagt Dr. Sonja Kastin, Vorständin für den Privatkundenbereich der Sparkasse Bremen. Die Aktion gebe den Menschen in Bremen ganz konkret etwas zurück: „mehr Grün, mehr Lebensqualität und die Möglichkeit, selbst Teil dieser Entwicklung zu sein“.
Bei der Auftaktveranstaltung am 17. August spricht Kastin darüber auch mit Medina Dešić, Stürmerin der Werderfrauen. Damit treffen an diesem Abend unterschiedliche Perspektiven aufeinander: Sport, Klimaanpassung und lokales Engagement.

Dieser Beitrag ist Teil unseres Themenspecials „Nachhaltigkeit“. Sind Sie interessiert an mehr Artikeln dieser Art? Schauen Sie sich unsere Sammlung von Beiträgen rund ums Thema an.

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