
Tag der älteren Generation: Information, Kultur und Austausch in Bremen-Nord
Für ein gutes Leben in jedem Alter
Älter werden heißt nicht, am Rand zu stehen. Wer das Rentenalter erreicht hat und nicht mehr jeden Tag zur Arbeit geht, hat viele neue Möglichkeiten, sich gesellschaftlich einzubringen. „Darüber wollen wir uns mit den Menschen am Tag der älteren Generation austauschen“, sagt DGB-Gewerkschaftssekretärin Antalia Westkämper. Sie lädt alle Seniorinnen und Senioren aus Bremen herzlich zu der Veranstaltung am 1. Oktober 2026 in Bremen-Nord ein. Von 15 bis 17 Uhr gibt es dann vor dem Gustav-Heinemann-Haus auf dem Sedanplatz in Vegesack viele Informationen zu Angeboten, Aktivitäten und möglichen Hilfestellungen. Der Besuch ist kostenlos.
Gemeinsam sichtbar werden

Seit vielen Jahren bereiten der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), seine Mitgliedsgewerkschaften und weitere Organisationen diesen bundesweiten Aktionstag vor. In Bremen stellen Sozialverbände, Initiativen, Parteien und Begegnungszentren gemeinsam mit dem DGB Bremen-Elbe-Weser jedes Jahr wieder ein buntes Programm aus Reden und Informationsangeboten zusammen. Immer mit von der Partie sind die Omas gegen Rechts.
Für Mitorganisatorin und Gewerkschaftlerin Barbara Schüll ist dieser Tag eine gute Gelegenheit, auf die Interessen und Bedürfnisse der älteren Menschen öffentlich aufmerksam zu machen. „Wer sich engagiert, findet neue Kontakte, bringt Erfahrungen ein und bleibt Teil des gesellschaftlichen Lebens“, betont die ehemalige Lehrerin.

Thema Altersarmut
Auf dem Sedanplatz dreht sich in diesem Jahr alles um das Thema Armut im Alter. „Besonders Frauen sind davon betroffen“, weiß Barbara Schüll, die unter anderem auf die drei geplanten Redebeiträge verweist. „Wir wollen, dass die Menschen erfahren, wo sie bei Bedarf Beratung und Unterstützung erhalten.“ Es gehe am 1. Oktober darum, ins Gespräch zu kommen und zu erfahren, wo es bei den Menschen hakt – damit die Themen weiter in den Fokus gerückt werden können. Denn schließlich höre das Leben mit dem Eintritt in das Rentenalter nicht auf, sondern es fange einfach ein neuer, lebenswerter Lebensabschnitt an.
Barbara Schüll bringt sich nicht nur weiterhin bei der Gewerkschaft ein, sondern ist auch bei den Omas gegen Rechts aktiv. Sie will sich für ihre eigenen Belange und für die anderer Menschen engagieren. „Ich möchte andere Gleichaltrige mit der Lust anstecken, sich einzubringen, teilzuhaben, öffentlich zu sein“, sagt sie lachend.
Für alle etwas dabei

Von kurzweiligen Redebeiträgen über Musikeinlagen und politisches Puppentheater bis zu offenen Gesprächsrunden – in den zwei Stunden können Besucherinnen und Besucher am 1. Oktober 2026 einiges erleben und Neues erfahren. Die Terrasse vor dem Gustav-Heinemann-Haus wird zur Bühne, auf der nicht nur Reden stattfinden, sondern auch die Musikgruppe Pflegenotstand sowie der Chor der Omas gegen Rechts auftreten.
Rund um den Sedanplatz warten Ansprechpersonen unterschiedlicher Organisationen und Initiativen in Pavillons, an Tischen und Infoständen auf die Gäste, um zu reden, zu informieren und zu diskutieren. Themen gibt es genug: Neben Altersarmut und sicheren Renten, bezahlbarem und altersgerechtem Wohnen, Pflege und Gesundheit, Teilhabe und Mitbestimmung kann sich auch über die digitale Welt ausgetauscht werden. Barbara Schüll und alle Beteiligten freuen sich auf viele anregende Gespräche – wie in den vergangenen Jahren.
„Willkommen sind nicht nur Seniorinnen und Senioren, sondern alle, die sich für ein gutes Miteinander der Generationen sowie die Bedürfnisse ihrer Eltern und Großeltern interessieren“, spricht Barbara Schüll eine offene Einladung aus. Denn Fragen nach Rente, Pflege, Wohnen, Respekt und Teilhabe beträfen früher oder später schließlich alle von uns. Der 1. Oktober zeigt, was und wie viel ältere Menschen in Bremen alles bewegen.
Autorin: Daniela Conrady
Weitere Informationen über den Tag der älteren Generation gibt es auf der Website der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

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