
Sterbebegleitung in Bremen: Informationsveranstaltung in der Stadtteilfiliale Neustadt
Wie kann Begleitung am Lebensende gelingen?

Sterben gehört zum Leben – und ist dennoch ein Thema, über das im Alltag oft nur wenig gesprochen wird. Was brauchen Menschen in ihrer letzten Lebensphase? Wie können Angehörige unterstützt werden? Und welche Rolle können ehrenamtliche Sterbebegleiterinnen und Sterbebegleiter dabei übernehmen? Eine Informationsveranstaltung in der Stadtteilfiliale Neustadt der Sparkasse Bremen gibt am Dienstag, 17. November 2026, Einblicke in eine Aufgabe, bei der vor allem Zeit, Aufmerksamkeit und Mitgefühl zählen.
Ab 18.30 Uhr informiert Rebecca Griksch über die ehrenamtliche Sterbebegleitung. Sie ist Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes der Bremischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Menschen, die sich grundsätzlich über das Thema informieren möchten, als auch an Interessierte, die sich ein eigenes Engagement vorstellen können.
Zeit schenken, zuhören und Angehörige entlasten
Ambulante Hospizarbeit setzt dort an, wo schwerkranke und sterbende Menschen leben. Ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter kommen beispielsweise nach Hause, in Pflegeeinrichtungen oder ins Krankenhaus. Im Mittelpunkt stehen dabei die individuellen Bedürfnisse der Menschen am Lebensende und ihrer Angehörigen.
Beim Hospizdienst der Bremischen Schwesternschaft übernehmen geschulte Ehrenamtliche diese Begleitung. Sie sind Ansprechpersonen für Ängste, Sorgen und Fragen, schenken Zeit und können Angehörige entlasten. Pflegerische Aufgaben gehören dagegen nicht zu ihrer Tätigkeit.
Wie wichtig eine gute Vorbereitung auf diese besondere Aufgabe ist, zeigt auch die Ausbildung des Hospizdienstes: Themen sind unter anderem der würdevolle Umgang mit Sterben und Tod, die Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit, die Kommunikation mit Sterbenden und ihren Angehörigen sowie das Abschiednehmen.
Informationsveranstaltung bietet Raum für persönliche Fragen

Doch was bedeutet Sterbebegleitung ganz konkret? Welche Situationen erleben Ehrenamtliche? Was sollten Menschen mitbringen, die sich in diesem Bereich engagieren möchten? Und wie geht man mit den eigenen Gefühlen um, wenn Abschied und Tod Teil einer ehrenamtlichen Aufgabe werden?
Um solche Fragen geht es bei der Informationsveranstaltung in der Stadtteilfiliale Neustadt. Rebecca Griksch bringt dafür viel Erfahrung aus der Hospizarbeit mit. Sie ist Kinderkrankenschwester sowie Palliative-Care-Fachkraft und leitet als Koordinatorin den ambulanten Hospizdienst der Bremischen Schwesternschaft.
Die Teilnahme an der Informationsveranstaltung ist unverbindlich. Neben Informationen zur ehrenamtlichen Sterbebegleitung soll ausdrücklich Zeit für Austausch und persönliche Fragen bleiben.
Sterben und Vorsorge offen zum Thema machen
Die Informationsveranstaltung ist zugleich Teil eines Veranstaltungsangebots der Stadtteilfilialen der Sparkasse Bremen, das auch Themen aufgreift, mit denen sich viele Menschen lieber frühzeitig als erst im Ernstfall beschäftigen möchten.
Dazu passt eine weitere Veranstaltung: Am Dienstag, 27. Oktober 2026, spricht Rechtsanwalt und Notar Dr. Daniel Combé von 18.30 bis 20 Uhr in der Stadtteilfiliale Horn-Lehe über „Vorsorgevollmacht & Testament: Was passiert, wenn nichts passiert?“. Dabei geht es unter anderem darum, wer Entscheidungen treffen darf, wenn ein Mensch selbst dazu nicht mehr in der Lage ist, was eine Vorsorgevollmacht regeln kann und welche Folgen die gesetzliche Erbfolge hat.
Die Informationsveranstaltung „Sterbebegleitung – Wie geht das?“ findet am Dienstag, 17. November 2026, ab 18.30 Uhr in der Stadtteilfiliale Neustadt der Sparkasse Bremen, Pappelstraße 100, statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.
Weitere Informationen und Anmeldung unter: „Sterbebegleitung – wie geht das?“.

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