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Gartenteich
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So lege ich einen Gartenteich an

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Checkliste fürs Wasserparadies

Plätscherndes Wasser, blühende Seerosen und bunte Fische, die umherschwimmen. Ob groß oder klein – ein Gartenteich bereichert jedes Grundstück. Doch nur, wenn er richtig angelegt ist. Damit das komplexe kleine Ökosystem lange Freude macht, ist eine gute Planung essenziell. Hobbygärtner und Hobbygärtnerinnen sollten sich daher vor dem ersten Spatenstich ein paar wichtige Fragen stellen.

Welche Art von Gartenteich soll es werden?

Gartenteich – Seerose
Im Zierteich machen sich Pflanzen wie Seerosen wunderbar. Starush/Freepik.com

Es gibt nicht nur „den einen“ Teich. Beim privaten Wasserparadies bieten sich jede Menge Möglichkeiten. Soll es ein Schwimmteich, ein Zierteich, ein Naturbiotop oder ein Fischteich werden? Soll es kleine Brücken geben oder sind kleine Kanäle zum Entlangspazieren gewünscht? Bevor sie sich ans Werk machen, sollten sich Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen Gedanken über ihre Wünsche und Bedürfnisse machen. Denn jede Art von Gartenteich bedarf anderer Materialien und Voraussetzungen im Garten.

Wo soll der Teich hin?

Faktoren wie Sonne, Schatten und Laub spielen eine wichtige Rolle, wenn es um den Standort geht. Optimal ist eine Fläche im Garten, in der das Wasserparadies im Schatten oder Halbschatten liegt. Denn pralle Sonne fördert die Algenbildung in den Sommermonaten. Hinzu kommt, dass einige Fische – wenn man sich für diese entscheidet – schattige Plätze als Ruheort bevorzugen. Der Teich sollte auch nicht zu nah an Bäumen stehen, denn herabfallendes Laub fördert die Algenbildung.

Gartenteich – Folie
Wer eine Teichfolie verwendet, ist flexibler bei der Gestaltung des Teichs. Friedel Frentrop/Pixelio.de

Folie oder Fertigform?

In Baumärkten und Gartencentern gibt es vorgefertigte Teichschalen. Diese sind optimal für diejenigen, die nur einen kleinen Gartenteich als Zierde haben möchten – beispielsweise als Hingucker direkt an der Terrasse. Mit einer Teichfolie ist man jedoch gestalterisch flexibler. Mit ihr kann man die Teichform individuell bestimmen. Somit ist man auch in der Lage, das Biotop harmonisch in den Rest der Gartenlandschaft einzufügen.

Was muss ich beim Folienteich beachten?

Die Folie sollte hochwertig und nicht zu dünn sein. Denn dann droht sie, Knicke zu bekommen, die platzen könnten. Um einen klassischen Gartenteich – also ein stabiles, an der Natur angelehntes Ökosystem – zu kreieren, sollten mindestens zwei, besser aber drei unterschiedlich tiefe Teichzonen ausgehoben werden:

  • Sumpfzone: 10 bis 20 Zentimeter tief
  • Flachwasserzone: 40 bis 50 Zentimeter tief
  • Tiefwasserzone: 80 bis 150 Zentimeter tief

Welche Fischarten eignen sich für den Gartenteich?

Gartenteich – Fische
Koikarpfen sind sehr beliebte Fische für den Gartenteich. Kwangmoop/Freepik.com

Das Angebot an Zierfischen ist enorm. Beliebt sind weiterhin Goldfische. Aber auch Goldschleien, Goldenritze und Rotfeder sowie die allseits bekannten Koikarpfen erfreuen sich einer großen Beliebtheit.

Wer Fische halten will, der braucht eine ganz bestimmte Größe und eine Tiefe von mindestens 80 Zentimetern, damit die Tiere überwintern können.

In einem größeren Teichbecken stellt sich übrigens ein stabiles, natürliches Gleichgewicht in der Regel schneller und mit weniger Pflegeaufwand ein als in einem kleineren.

Welche Pflanzen sollten in den Gartenteich?

Gartenteich – Pflanzen
Pflanzen sind bei der Planung eines Gartenteichs besonders wichtig für die Sauerstoffversorgung. Ulrike Linnenbrink/Pixelio.de

Pflanzen sind Sauerstofflieferanten im privaten Biotop. Daher sollten Unterwasser-, Schwimmblatt- sowie Sumpfpflanzen vertreten sein. Wichtig bei der Pflanzenauswahl ist stets, dass sie als Ökosystem harmonieren müssen. Laien holen sich am besten Rat bei Fachleuten.

Welche Technik brauche ich?

Ein Filtersystem ist für den Gartenteich empfehlenswert. Es unterstützt die biologischen Prozesse im Wasser und sorgt zudem dafür, dass es später keine Probleme mit Algenwachstum gibt. Außerdem lohnt es sich, eine Umwälzpumpe in den Teich zu setzen. Diese unterstützt die Bewegung des Wassers und reduziert auf diese Weise den Reinigungsbedarf.

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Autorenbild Katharina Resmer

Von Katharina Resmer

In bin in Niedersachsen geboren, in Bremen-Nord aufgewachsen, habe in Hamburg zu mir selbst gefunden – und bin nun endlich wieder in der kleineren Hansestadt angekommen, um zu bleiben. Wandern, Fahrradfahren und Tagträumen – all das klappt ganz wunderbar in der neu-alten Heimat.

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