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Alena Staffhorst

Campus-Filiale an der Uni Bremen

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Interview mit Sparkassen-Berater Daniel Döring

Mitten auf dem Campus der Universität Bremen steht eine Filiale der Sparkasse. Die Zielgruppe dürfte damit klar sein, doch was unterscheidet diese Zweigstelle eigentlich von anderen? Was sind die Herausforderungen? Wir haben uns mit Daniel Döring zum Interview getroffen. Der Berater und Kontaktmanager arbeitet seit 2014 in der Uni-Filiale.

Jana Offermann (von links), Daniel Döring und Christina Steinbach arbeiten in der Uni-Filiale. Foto: Alena Staffhorst

Moin Herr Döring, schön haben Sie es hier. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in dieser Filiale?
Daniel Döring: Wir sind hier zwei Berater und eine Serviceberaterin. Seit über einem Jahr pflegen wir zudem eine tolle Kooperation mit der hkk. Wir sind ein sehr kleines Team – das unterscheidet uns von anderen Filialen. Zudem sind die Kolleginnen hier sehr jung. Ich bin mit meinen 36 Jahren schon der älteste – die beiden Kolleginnen sind in den Zwanzigern. Das ist aber auch gewollt, um mit den Kundinnen und Kunden auf Augenhöhe zu sein. Aus diesem Grund duzen wir sie auch – natürlich nur unter der Prämisse, dass sie das auch wollen. Aber 99,9 Prozent nehmen es dankend an. Das ist natürlich ein Unterscheid zu den anderen Filialen der Sparkasse.

Gibt es weitere Unterschiede zu herkömmlichen Filialen?
Döring: Abgesehen von den Geldautomaten im Foyer findet hier keine Bargeldversorgung statt – man kann also beispielsweise keinen Scheck einlösen oder Geld vom Sparbuch abheben. Aber machen wir uns nichts vor: Unsere Klientel will auch gar kein Bargeld mehr haben. Junge Leute zahlen alles digital, mit Handy oder Kreditkarte.

Was sind dann die Gründe, warum die Studierenden zu Ihnen kommen?
Döring: Hauptsächlich geht es hier um die sehr gute Beratung auf Augenhöhe – manche schauen auch einfach gerne mal auf eine Tasse Kaffee und zum Austausch in der Filiale vorbei. Natürlich gibt es einige Studentinnen und Studenten, die einfach nur ein kostenloses Girokonto haben möchten. Wir versuchen aber, die Geschäftsbeziehungen zu intensivieren – sei es mit Versicherungen, Bausparverträgen oder Wertpapieren. Wir wollen sie langfristig an uns binden, auch über das Studium hinaus – im besten Fall lebenslang. Zu uns kommen aber nicht ausschließlich Studierende: Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Technologiepark zählen dazu, die wir beispielsweise über unser neues Vergleichsportal #fairgleichen begeistern konnten.

Was sind dabei die Herausforderungen?
Döring: Wir sind zwar auf Studentinnen und Studenten spezialisiert, was uns Vorteile bringt, da wir in Bezug auf Themen wie Bafög und Auslandssemester sehr gut informiert sind. Gleichzeitig sind junge Akademiker aber auch sehr anspruchsvoll und abgeklärt. Sie informieren sich im Internet, bevor sie zu uns kommen. Unsere Aufgabe ist es, ihnen den Mehrwert unserer Lösungen zu verdeutlichen. Dabei spielt Vertrauen eine wichtige Rolle. Bei uns kann man nicht wie beispielsweise bei einem Autokauf vorher eine Probefahrt machen. Man muss sich darauf verlassen, dass die Beraterin oder der

Uni-Filiale
Daniel Döring berät die Kundinnen und Kunden in der Uni-Filiale. Foto: Alena Staffhorst

Berater einem das richtige Produkt empfiehlt. Das geht nicht ohne Vertrauen. Das ist eine Herausforderung, der wir uns aber auch gerne stellen. Es macht Spaß, die Studierenden in ihrer persönlichen Entwicklung bestmöglich zu begleiten. Wenn ich zum Beispiel einem Studenten etwas empfehle und er kommt zwei Jahre später zu mir und sagt, dass es genau die richtige Entscheidung war – dann bin ich zufrieden und kann mir selbst auf die Schulter klopfen. Wenn man auf dieser Seite des Schreibtisches sitzt, muss man genau das leben. Man muss für den Job brennen!

Gibt es spezielle Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier?
Döring: Da wir auch einige Studierende aus dem Ausland hier haben, ist es natürlich ein Vorteil, Englisch zu sprechen. Ich denke aber, dass die Kolleginnen und Kollegen hier eher nach Soft Skills ausgesucht werden – sie müssen zur jungen Klientel passen, nicht nur in Bezug auf das Alter, sondern auch auf die Einstellung. Man muss sich auf die Studierenden einlassen, etwas lockerer sein als vielleicht in anderen Filialen. Dadurch bleibt man aber auch selbst jung – es ist ein nettes und ungezwungenes Miteinander hier. Das macht schon Spaß!

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Autorenbild Alena Staffhorst

Von Alena Staffhorst

Egal, ob im Bürgerpark, am Werdersee oder im Blockland – ich bin am liebsten in Laufschuhen oder auf dem Rennrad unterwegs.

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