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Junge Frau sitzt vor einem Podcast-Mikrofon mit einer Tasse in der Hand
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Von Boom bis Z: Ein Generationen-Podcast mit feministischer Perspektive

Im Gespräch mit den Macherinnen von frauenseiten.bremen.de

Seit 20 Jahren engagiert sich frauenseiten.bremen.de als Ehrenamtsredaktion für feministische Blogazine. Das Team besteht aus Personen verschiedener Generationen und bringt nun die inspirierenden und wegweisenden Gespräche aus der Redaktion in eine neue Form: und zwar als queerfeministischen Generationen-Podcast. SPOT hat mit Renate Strümpel, der  Leiterin und Koordinatorin und Lena Bartkowski, Praktikantin von frauenseiten-bremen.de gesprochen.


Die Entstehungsidee des Podcasts

Bild einer Podcast Aufnahme mit drei Frauen unterschiedlichen Alters an einem Tisch
Viele der Themenideen entstehen aus der Redaktion heraus, in der Frauen unterschiedlicher Generationen arbeiten. frauenseiten.bremen.de

„Im Grunde genommen ist das eine alte Idee, die wir schon länger mit uns herumtragen, weil wir selbst mehrere Generationen im Team sind. Wir führen also tagtäglich Gespräche mit Menschen aus dem Rentenalter, Studierenden oder eben mit Boomern. Dadurch haben wir festgestellt, dass dabei oft sehr überraschende und schöne Dinge rauskommen und wollten das niemandem vorenthalten, da wir der Meinung sind, dass es vielen Menschen ähnlich geht“, sagt Renate zur Entstehungsgeschichte des Podcasts. Zudem erweitere das Audio-Angebot nun das Repertoire der frauenseiten.bremen.de und verbinde Generationenarbeit mit Medienkompetenz.

Der feministische Ansatz

Der feministische Blick auf gesellschaftlich relevante Themen war von Anfang an das primäre Ziel der frauenseiten.bremen.de – denn es ging darum, Frauen im Internet zu verstärken. „Bei dieser Ausrichtung ist es nach wie vor geblieben. Und es ist aktueller denn je. Nun fügen wir mit dem Podcast noch einen Mehrgenerationenblick hinzu – und noch viele andere Sichtweisen, die wir von unseren Gästen abhängig machen“, erklärt Renate. Lena fügt hinzu: „Ältere Themen werden immer wieder aufgegriffen. Wir haben zum Beispiel das Thema Nicht-Mutterschaft im Podcast besprochen und erkannt, dass es noch so viele andere Perspektiven auf dieses Thema gibt, die wir auch noch beleuchten wollen.“

Themenauswahl und Relevanz

Die Themenwahl erfolgt flexibel und orientiert sich an aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen sowie an den Interessen der Redaktion. „Es entstehen immer wieder neue Ideen durch Gespräche in der Redaktion. Geplant ist, dass wir noch einen Blick auf Europa und vor allem die Europawahl werfen wollen“, weiß Renate. Neben dem Podcast nutzen die Macherinnen verschiedene Strategien, um ihre Botschaften zu verbreiten. „Über die Podcastfolgen hinaus schreiben wir auch immer Artikel auf unserem Blog über die jeweilige Folge, die mit Social Media verknüpft sind“, sagt Lena.

Zwei Podcasterinnen sitzen an einem Tisch zusammenn
In der Zukunft sind noch viele weitere Themen geplant, die mit einem feministischen Blick betrachtet werden. frauenseiten.bremen.de

Reaktionen und Feedback

Die Reaktionen der Hörerschaft sind vielfältig und beeinflussen die Weiterentwicklung des Podcasts. Renate berichtet stolz: „Nach der Veröffentlichung unserer ersten langen Folge im Februar wurden wir direkt von Cosmo und Bremen Zwei interviewt und als Expertinnen zu dem Thema herangezogen. Das war ein besonderer Moment für uns.“

Zukunftspläne des Podcasts „Von Boom bis Z“

Für die Zukunft haben die Macherinnen von „Boom bis Z“ viele Pläne. „Die nächsten Themen sind weibliche Freundschaften, ein Blick auf Europawahl und Menschen mit verschiedenen europäischen Geschichten beziehungsweise Biografien. Ein großer Traum von uns ist es, einen Live-Podcast zu machen, aber dafür muss sich unser Publikum noch etwas gedulden“, verrät Renate.

Der Podcast „Von Boom bis Z“ erscheint alle zwei Wochen donnerstags und bietet einen spannenden Einblick in generationenübergreifende und feministische Themen. Schülerpraktika und neue Angebote im Bereich Design sind ebenfalls Teil des vielfältigen Projekts. Alle, die Interesse haben, sich an dem Projekt zu beteiligen, können sich jederzeit bei frauenseiten-bremen.de melden.

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Von Sarah Meyer

Als waschechtes Küstenkind liebe ich alles, was der Norden zu bieten hat. Vor einigen Jahren zog es mich von der Wurster Nordseeküste in die Hansestadt – und jetzt schlägt mein Herz für die Weser.

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