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Nahaufnahme auf eine Nähmaschine, der gerade bedient wird
Nähcafé

Nähcafé Huckelriede: Aus Alt mach Neu

Wer Nähen kann, kann vieles leicht selbst reparieren

Alle zwei Wochen ist dienstags von 10 Uhr bis 13 Uhr Maschinengeratter in der „Kichererbse“ im Niedersachsendamm 42 zu hören. Dann treffen sich Menschen aus dem Stadtteil Huckelriede hier zum gemeinsamen Nähen. „Eingeladen ist jede Person, die Freude am Nähen hat – ganz gleich, ob mit oder ohne Vorerfahrung“, sagt Janna Weseloh, die das Nähcafé im Rahmen des Klimaprojektes Huckelriede leitet.

Naufaufnahme auf eine Schüssel mit Keksen und Flyer fürs Nähcafé in Huckelriede
Neben dem Nähen ist immer auch Zeit für einen Schnack bei Kaffee und Keksen. Nähcafé

„Kichererbse“ – der Name ist Programm

Denn im Nähcafé, das von der swb, der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen und Vonovia im Rahmen der Förderschiene „Klimaschutz im Alltag“ gefördert wird, geht es fröhlich zu. Neben dem Nähen können die Teilnehmenden Erfahrungen austauschen oder einfach ein wenig bei Kaffee und Keksen unter Nachbarinnen und Nachbarn schnacken. „Wer mitmachen möchte, kann entweder die gesamte Zeit kommen oder auch nur kurz dazustoßen. Ganz so, wie es am besten passt – es ist ein offener Treff“, lädt Janna Weseloh ein. Auch Vorkenntnisse sind nicht notwendig. „Wir leiten gerne an und vermitteln Tricks und Kniffe“, versichert die Leiterin. Das Angebot ist kostenlos, über eine kleine Spende für die Kaffeekasse freuen sich die Initiatorinnen und Initiatoren dennoch. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Volle Regale nach Spendenaufruf

Drei Nähmaschinen, eine inzwischen große Stoffauswahl sowie Garne stehen den Nähbegeisterten zur Verfügung. „Ein herzliches Dankeschön geht an alle Spenderinnen und Spender, die uns nach unserem Spendenaufruf so unglaublich viele Materialien übergeben haben“, betont Janna Weseloh. Es müsse also niemand eigenes Material mitbringen. Wer das aber möchte, könne dies natürlich gerne tun. Ob Jung oder Alt: Nähbegeisterte kommen hier voll auf ihre Kosten – Ideen inklusive, denn Janna Weseloh liebt es, mit Stoffen umzugehen. Bereits als 13-Jährige hat sie eine Nähmaschine von ihrer Oma geschenkt bekommen und Nähen gelernt. Inzwischen hat sie das textile Arbeiten durch ein Studium im Fach „Materielle Kultur Textil“ zum Beruf gemacht und freut sich sehr über die Arbeit im Nähcafé.

Aufnahme eines vollen Stoffregals des Nähcafés Huckelriede
Dank vieler Spenderinnen und Spender sind die Stoffregale des Nähcafés gut gefüllt. Nähcafé

Von Reparatur bis zu Inspiration

Nachhaltigkeit ist eines der Ziele des Huckelrieder Klimaprojektes und steht auch beim Nähcafé im Mittelpunkt. „Wir verwenden Stoffe, die andere Menschen nicht mehr benötigen, wir reparieren, flicken und schaffen aus alten neue Kleidungsstücke“, beschreibt Janna Weseloh, die Tipps und Tricks parat hat. Aber nicht nur Kleiderstoffe finden sich in den vollen Regalen der „Kichererbse“ – die früher „Alter Gemüseladen“ hieß und nicht mit dem Quartierszentrum Huckelriede zu verwechseln ist –, sondern auch Planen, Polsterstoffe und mehr. „So ist das Anfertigen von Taschen oder von Utensilien zum Beispiel für den Garten oder Balkon möglich“, sagt die Textilexpertin. Der Kreativität seien keine Grenzen gesetzt.

Autorin: Daniela Conrady

Weitere Informationen über das Klimaprojekt Huckelriede gibt es auf der Website vom Martinsclub Bremen.

Dieser Beitrag ist Teil unseres Themenspecials „Nachhaltigkeit“. Sind Sie interessiert an mehr Artikeln dieser Art? Schauen Sie sich unsere Sammlung von Beiträgen rund ums Thema an.

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Von adn_admin

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