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„Berichten, was vor der eigenen Haustür passiert“

Vom Stadtteilfest Hevie und dem Gemeindeleben im Lockdown über Pläne für ein neues Gaskraftwerk und Carsharing bis zur Deichamtswahl und einem Insektenschaugarten: Tom Gießmann hat schon so einige Themen in Hastedt aufgetan. Gemeinsam mit Nina Reshöft und Volker Althoff bildet er eine Redaktion, die immer nah dran ist an den Themen, die den Stadtteil berühren. Nachzulesen sind sie auf ihrem Blog Hohwisch.de.

Stadtteilthemen journalistisch aufbereitet

Blog Hohwisch.de
Die Themen auf Hohwisch.de sind vielfältig. Hohwisch.de

„Die Idee für den Blog kam mir während des ersten Corona-Lockdowns“, sagt Tom Gießmann. Da hätten viele Leute neue Projekte gestartet. „Und ich habe mir überlegt, ein Nachrichtenportal für meinen Stadtteil zu gründen.“ Portale, die bundes- oder weltweite Themen aufbereiten, gebe es bereits ausreichend. „Aber zu berichten, was vor der eigenen Haustür passiert – damit schließen wir eine Lücke.“

Gestartet hat er den Blog allein – und anfangs auch nur sporadisch gefüllt. Doch mit der Zeit wurde es nach und nach umfangreicher. Die beiden Komponenten zusammenzufügen – die technische Entwicklung und das regelmäßige Schreiben – sei eine Herausforderung gewesen. „Ich hatte schon beruflich und privat Erfahrungen mit Webdesign, also dem Gestaltung von Internetseiten, und dem Journalismus gesammelt.“ Schließlich war er bereits ehrenamtlich für die „Zeitschrift der Straße“, das Unimagazin „Scheinwerfer“ und den ADFC tätig. „Aber in diesem Umfang war das für mich neu.“ Durchschnittlich vier Stunden pro Woche steckt er inzwischen in das Projekt.

„Das greift alles ineinander“

Dass Tom Gießmann nicht mehr als Einzelkämpfer für den Blog schreibt, ist mehr oder weniger dem Zufall geschuldet. Über ein Nachbarschaftsportal sind zwei Personen aus dem Stadtteil zum Team gestoßen: Nina Reshöft und Volker Althoff. „Jeder von uns hat über einen anderen Weg zum Journalismus gefunden“, sagt der Gründer. „Wir haben unterschiedliche Zugänge, Perspektiven sowie Kompetenzen und können daher viel voneinander lernen.“

Während Gießmann selbst vor allem das technische Wissen mit dem Team teilen könne, sei Volker Althoff beispielsweise gelernter Journalist mit viel Erfahrung. „Er ist besonders gut darin, Kontakte herzustellen, Interviews zu führen und Beiträge zu redigieren.“ Nina Reshöft schreibe als Texterin schon in ihrem Hauptberuf sehr viel. „Mit ihrer Sprachbegabung weiß sie, wie Texte am Ende gut klingen. Zudem kennt sie sich mit Suchmaschinenoptimierung aus“, nennt er eine weitere Kompetenz des Teams. „Das greift alles ineinander.“

Blog Hohwisch – Redaktionsteam
Das ehrenamtliche Redaktionsteam von Hohwisch.de: Nina Reshöft, Tom Gießmann und Volker Althoff (von links). Hohwisch.de

Die erste Kontaktaufnahme und die anfängliche Zusammenarbeit fanden pandemiebedingt ausschließlich digital statt. „Wir haben uns erst nach einem Dreivierteljahr erstmals in echt gesehen“, berichtet Tom Gießmann. „Mittlerweile treffen wir uns einmal die Woche zu einer Redaktionskonferenz. Dann gucken wir gemeinsam, welche Themen gerade anliegen. Wir sprechen mit Leuten aus den Stadtteilen, haben Beiratssitzungen und Gremien im Blick. Und manchmal stoßen wir auch einfach nur durch Zufall auf ein Thema.“

„Wir verstehen uns als journalistisches Medium“

Wie die Themen auf Hohwisch.de dann umgesetzt werden, unterscheidet sich von manch anderem Blog. Oftmals gehen die Beiträge in die Tiefe, statt nur zu vermelden. „Wir verstehen uns schließlich auch eher als journalistisches Medium und nicht als Meinungsblog“, erklärt Tom Gießmann. Dazu müssten die Texte sowohl gut recherchiert als auch der Inhalt richtig dargestellt sein. „Aber es ist auch unser Anspruch, dass sie gut zu lesen sind.“

Blog Hohwisch.de
Die Themen liegen in Hastedt auf der Straße – aber man muss sie auch finden. Hohwisch.de

Er selbst lese besonders gern die Artikel zu Restaurants von Volker Althoff. „Dabei geht es weniger darum, Essen zu bestellen. Stattdessen kommt er mit den Betreibern ins Gespräch und beleuchtet deren Geschichte. Dadurch habe ich schon Neues über Restaurants gelernt, die ich selbst bereits oft besucht habe.“

Für die Zukunft will das Team vor allem wieder regelmäßiger Beiträge veröffentlichen, nachdem das einige Zeit durch private Verpflichtungen eingeschränkt war. Dazu würden sie sich auch über Verstärkung freuen. „Es gibt schließlich viele Themen, die wir mit einer größeren Redaktion besser abdecken könnten, beispielsweise den Stadtteilsport. Und wir sind auch immer offen für Themenvorschläge.“ Wer gern über Hastedt berichten möchte oder Themenvorschläge hat, kann sich gern über das Kontaktformular melden.

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Von Alena Mumme

Ich bin Tagenbaren – meine Eltern und Großeltern sind also wie ich in Bremen geboren und aufgewachsen. Nur spannende Reisen locken mich aus meiner gemütlichen Heimatstadt.

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