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Wie man im Januar motiviert mit dem Training startet – und am Ball bleibt

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Spielerisch den inneren Schweinehund überwinden

„Dieses Jahr aber wirklich!“ Der Wille ist wie immer da, mit dem Schwung des neuen Jahres etwas Sinnvolles anzufangen, zum Beispiel – der Klassiker – mehr Sport zu machen. Also geht es im Januar voller Energie ins Fitnessstudio oder auf die Laufbahn. Anfang Februar kommt ein wichtiger Termin dazwischen, kann passieren. Die Woche darauf ist Regen angesagt, da kann man ruhig mal eine Pause einlegen. Und überhaupt hat sich auf der Waage auch noch nichts getan …

Was also tun, wenn man sich schon Mitte Februar nicht mehr zu einem Training aufraffen kann? Was sind gute Tipps, um durchzuhalten und vor allem langfristig fit zu bleiben?

Bewegung ist wichtig – gerade für eine gesunde Zukunft

Timo Schlüter – Experte für Fitness
Timo Schlüter von EGYM ist ein Experte für Fitness. EGYM

„Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“, sagte der irische Schriftsteller George Bernard Shaw. Ganz so schlimm wird es zwar nicht, wenn man das Training schnell wieder schleifen lässt. Aber dass ein Bewegungsmangel besonders auf lange Sicht schlecht für den Menschen ist, ist unumstritten. „Für manche ist allerdings der Leidensdruck nicht groß genug, solange sie etwa keine Schmerzen haben“, sagt Timo Schlüter. Der Customer Success Manager fährt in Bremen und ganz Norddeutschland in Fitnessstudios, Vereine und Physiotherapiepraxen, um die Fitnesstechnologie von EGYM vorzustellen.

Dabei seien Fitness, Kraft und Beweglichkeit beispielsweise auch wichtig zur Vorbereitung für ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter. „Damit vermeidet man beispielsweise, dass früh ein Rollator nötig ist.“ Darüber hinaus sei Sport gerade in der momentanen Situation wichtig, um das Immunsystem zu stärken und Gewicht zu verlieren, um nicht mehr zu einer Risikogruppe für Krankheiten zu zählen. „Es geht beim Training inzwischen nicht mehr um die perfekte Strandfigur. Stattdessen dient der Sport häufig einem gesundheitsbewussten Lifestyle“, fasst der Experte zusammen.

„Die ersten zwölf Wochen sind matchentscheidend“

Die meisten Leute wissen, wie wichtig Bewegung ist, und wollen regelmäßig Sport treiben. Die Motivation ist also da. Doch woran scheitert es dann? Oftmals seien die eigenen Vorstellungen und Ziele einfach fernab der Realität, sagt Timo Schlüter. „Die Menschen überschätzen, was sie in vier Wochen erreichen können, und möchten danach direkt ein Sixpack haben. Viel wichtiger ist aber stattdessen, kontinuierlich und regelmäßig – mindestens zweimal die Woche – zu trainieren.“

Dabei sei es entscheidend, den Körper einem Reiz auszusetzen, ihn also herauszufordern, um ihn zu stärken. „Sechs Monate sollten die Leute wenigstens am Ball bleiben, dann spüren sie von ganz allein, was für einen positiven Effekt das Training hat. Dann müssen sie beispielsweise nicht jedes Mal nach der Gartenarbeit mit Rückenschmerzen und Wärmflasche aufs Sofa“, erläutert der Fitnessexperte. Um zu dem Zeitpunkt zu kommen, ab dem man Ergebnisse sieht, brauche man allerdings ein gewisses Maß an Spaß und Durchhaltevermögen. „Die ersten zwölf Wochen sind die schwierigsten, aber matchentscheidend.“

Spielerisch am Ball bleiben

Fitness-App – biologisches Alter
Das biologische Alter durchs Training drücken: Spielereien wie diese helfen dabei, motiviert zu bleiben. EGYM

Zwei Trends, die zur Motivation in Sachen Fitness beitragen können, sind laut Timo Schlüter Messbarkeit und Gamification – also die spielerische Herangehensweise an Dinge. Die Geräte von EGYM für Beweglichkeits- und Krafttraining stellen sich beispielsweise automatisch auf den Nutzer beziehungsweise die Nutzerin ein und begrüßen sie mit Namen. Unterstützt wird das System von einer App – so soll das Training einfach, effizient und informativ sein. Das ist auch der Ansatz, den der Fitnessexperte empfiehlt.

„Bis vor Kurzem konnte ich mehr über mein Auto erfahren als über meinen Körper“, sagt der Fitnessfachmann. Beim klassischen Training sei schließlich keine Rückmeldung, keine Auswertung möglich. „Man bewegt Gewichte und weiß gar nicht, welchen positiven Einfluss das Training auf den Körper hat.“

In Sachen Motivation seien dann Spielereien wie die EGYM-App hilfreich, die das biologische Alter bestimmt. Dazu analysiert sie die Bereiche Kraft, Herz-Kreislauf-Training, Stoffwechsel und Flexibilität. Wer beim Training am Ball bleibt, kann seinen Wert immer weiter drücken und sieht so gleich die Ergebnisse seiner Mühen. Durch solche Messinstrumente erkennen auch Lainnen und Laien die Auswirkungen ihres Trainings und bleiben dadurch länger am Ball.

Welches Training eignet sich für welchen Beruf?

Wer sich im Job viel bewegt, muss anders trainieren als Personen, die nur vor dem PC sitzen. Timo Schlüter empfiehlt für jede Berufsgruppe andere Übungen.

  • Berufe im Sitzen: „Sitzen ist das neue Rauchen“, betont der Fachmann. Durch Bewegung müsse man den schlechten Einfluss des stundenlangen Sitzens etwa vor dem Computer ausgleichen. Muskellängentraining lautet hierbei das Stichwort. Genauer gesagt müsse die ventrale Muskelkette geöffnet, also die teils verkürzten Muskeln an der Vorderseite des Körpers gestreckt werden. Damit könne man die Beweglichkeit und Stabilität des Körpers wieder herstellen. Erst im Anschluss sei ein Krafttraining möglich.
  • Berufe im Stehen: „Wer im Job viel steht, sollte vor allem seine Mobilität trainieren“, empfiehlt der Experte. Um die Wirbelsäule zu entlasten, müsse man zudem den Core stärken, also die Rumpf- und Bauchmuskulatur.
  • Berufe mit viel Kraftaufwand: Auch Personen, die viel körperlich arbeiten, brauchen laut Timo Schlüter zum Ausgleich Sport. „Hier geht es darum, den Körper ins Gleichgewicht zu bringen – mit ausgleichenden Übungen und Bewegungen, die im Alltag nicht vorkommen. Dafür braucht es einen individuellen Trainingsplan.“

Für alle Gruppen sei es vor Trainingsbeginn sinnvoll, einen Fitnessprofi zurate zu ziehen, der Übungen und einen individuellen Trainingsplan erstellt. „Dabei soll man auch auf die Qualifikation der jeweiligen Fachleute achten.“ Bei medizinischen Vorbelastungen sei zudem ein medizinischer Check-up empfehlenswert.

In jedem Fall lohne sich die Anstrengung. „Schließlich wird es in unserem stressigen Alltag immer schwieriger, das perfekte Gleichgewicht für den Körper zu finden. Und egal, was wir an Bewegung machen: Im Endeffekt hat es einen positiven Einfluss auf unseren Körper.“ Also: durchhalten – dieses Jahr aber wirklich!

Motivierte Sportlerin im Fitnessstudio
Mit der richtigen Motivation klappt es auch langfristig mit dem Sport. Freepik.com/Prostooleh

 

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Autorenbild Alena Mumme

Von Alena Mumme

Ich bin Tagenbaren – meine Eltern und Großeltern sind also wie ich in Bremen geboren und aufgewachsen. Nur spannende Reisen locken mich aus meiner gemütlichen Heimatstadt.

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