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Tipps für die Badezimmerplanung

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Praktisch, schick und modern – wie soll mein Bad aussehen?

Wer einen Raum umdekorieren oder neugestalten will, kann eigentlich gleich loslegen: alte Möbel raus, neue Möbel rein. Beim Bad ist das etwas anders. Schließlich müssen bei Fliesen, Armaturen und Sanitär meist Profis ans Werk – und die Einrichtung bleibt oft über Jahrzehnte bestehen. Daher ist es umso wichtiger, genau zu überlegen: Was muss ich bei der Badezimmerplanung beachten? Wir haben die entscheidenden Aspekte zusammengestellt.

Badezimmerplanung – worauf kommt es an?

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Praktisch und schön – so sollte das ideale Badezimmer aussehen. Volodymyr_Vorona/Freepik.com

Ob in einem Neubau oder bei einer Renovierung beziehungsweise Sanierung im Altbau: Ein funktionelles und schönes Bad ist wichtig für die Lebensqualität. Damit dieses alle Bedürfnisse und Wünsche erfüllt, sollte man bei der Planung strukturiert vorgehen.

Sinnvoll ist auch, frühzeitig Profis aus dem Handwerk zurate zu ziehen. Diese können schon von Beginn an einschätzen, was umsetzbar, realistisch und ratsam ist.

Ablauf der Badezimmerplanung:

1. Wünsche notieren

Vielfach weiß man nur, was man nicht mehr möchte. Wichtiger ist bei der Planung aber, worauf man großen Wert legt. Muss etwa eine Badewanne sein? Wie viele Waschbecken sind nötig, um morgens Stress zu vermeiden? Sollte das Bad barrierefrei beziehungsweise altersgerecht sein? Ist womöglich zukünftig eine Vergrößerung der Familie geplant?

Auch über den Stil kann man bereits nachdenken. Welche Materialien, Formen und Farben gefallen mir? Aber Vorsicht: Ein Badezimmer ist beständig – man denke an die altrosa Blümchen-Fliesen aus den 1960er-Jahren, die einen in manchen Altbauten erwarten … Daher sollte das Bad einigermaßen zeitlos gestaltet werden. Inspiration bringen der (digitale) Besuch einer Badausstellung und das Blättern in Katalogen.

2. Budget festlegen
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Wo soll die Badewanne hin, wo die Toilette? Auch ein Badplaner kann bei der Gestaltung helfen. 3Dmitry21/Freepik.com

Eine Badgestaltung funktioniert meist nach dem Motto „ganz oder gar nicht“. Daher fallen – statt jedes Jahr ein bisschen am Raum zu ändern – in den überwiegenden Fällen gleich die gesamten Kosten an. Dementsprechend hoch ist die Summe, die dabei herauskommen kann. Sie hängt auch von der Quadratmeterzahl ab, vor allem aber von der gewünschten Qualität der Einrichtung. Notwendig sind Fliesen und Kacheln (oder anderer Bodenbelag und Wandgestaltung), Badewanne und/oder Dusche, Waschbecken, Schränke und Beleuchtung. Dazu kommen gegebenenfalls Waschmaschine und Trockner sowie Lautsprecherboxen, Heizkörper, Bidet et cetera. Und natürlich kostet auch die Leistung der Fachbetriebe, die schließlich die Arbeiten durchführen.

Am besten erstellt man eine Liste anhand der eigenen Wünsche und blättert einen Katalog durch, um eine erste Hausnummer zu erhalten. Zusätzlich sollte ein Puffer eingebaut werden. In diesem Fall ist man gewappnet, wenn doch noch überraschend weitere Kosten entstehen. Steht der maximale Betrag fest, der für das Badezimmer ausgeben werden kann, stellt sich die Frage: Reicht das zur Verfügung stehende Geld? Falls nicht, muss man eventuell an einen Bausparvertrag ran oder einen Privatkredit aufnehmen.

3. Fachleute engagieren

Stehen Wünsche und Finanzierung, wird es konkret – mit dem Auftrag eines Fachbetriebs. Diese Expertise ist bei der Badezimmerplanung nötig, um nicht den Überblick zu verlieren. „Bei diesem komplexen Projekt sind schließlich weit über 1000 Einzelteile exakt aufeinander abzustimmen“, erläutert Andreas Braun vom Zentralverband Sanitär Heizung und Klima (ZVSHK). Gemeinsam mit Fachleuten sollten alle Wünsche in Sachen Ausstattung und Design besprochen werden. „Schritt für Schritt entsteht so eine individuelle Planung“, schildert Andreas Braun. „Entscheidend sind dabei die Wünsche der Bewohner und die örtlichen Gegebenheiten.“

4. Zeitplan erstellen
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Ein Wohnbad wirkt gemütlich und einladend. Duravit/Fotolia/ ZVSHK

Die Fachleute der Baufirma erstellen auch einen Zeitplan für die Gestaltung des Badezimmers. Mit zwei bis drei Wochen ist dabei zu rechnen. Abhängig von der Verfügbarkeit der Materialien kann sich diese Zeitspanne noch verlängern. Wer schon in der Wohnung oder im Haus wohnt und kein weiteres Bad zur Verfügung hat, sollte sich daher nach Alternativen umsehen. Aber auch sonst kann es empfehlenswert sein, dem eventuellen Lärm und Schmutz beim Entkernen und Herausreißen der alten Einrichtung zu entgehen, indem man kurzzeitig auszieht. Wer kann, fährt also in den Urlaub oder kommt bei Familie oder Freunden unter. Und bei der Rückkehr ist das neue Badezimmer fertig.

Welche Trends gibt es bei der Badezimmerplanung?

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Freistehende Elemente liegen bei der Badplanung voll im Trend. Pvproductions/Freepik.com

Statt eines funktionalen Raums – der sogenannten Nasszelle – ist das Bad heutzutage Teil des Wohnbereichs. Dort erledigt man nicht nur Notwendiges, sondern kann sich entspannen und wohlfühlen. Das Stichwort lautet dabei: Wellness. Das spiegelt sich beispielsweise in der Beleuchtung und der Ausstattung mit Medien zur Unterhaltung wider. Die Digitalisierung ermöglich etwa den Genuss des Lieblingsalbums in sattem Sound beim Duschen.

Auch bei der Einrichtung verbindet sich Funktionalität mit ansprechendem Design. Im Trend liegen natürliche und edle Materialien. Die Sanitäranlagen stehen nicht mehr nur an der Wand aufgereiht, sondern können auch in der Mitte des Raums inszeniert werden – etwa eine freistehende Badewanne oder ein edler Waschtisch. Dazu kommen Sitzgelegenheiten wie Sessel, Liegen oder eine schicke Bank.

Smartes Bad

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Fernseher über der Badewanne? Kein Problem: Die Digitalisierung hat Einzug ins Bad gehalten. rilueda/Fotolia/ZVSHK

Wie in vielen Bereichen des Hauses ist die Technik mittlerweile auch ins Badezimmer eingezogen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Neuentwicklungen zu nutzen. Dazu gehört beispielsweise die Beleuchtung. Eine intelligente Steuerung ermöglicht etwa helles, wach machendes Licht am Morgen und warmes, entspannendes am Abend. Auch Farben und das Ausleuchten eines bestimmten Bereichs – wie die Badewanne – kann man einstellen. Die Lüftung lässt sich ebenfalls smart nach Bedarf via App steuern.

Ein anderer wichtiger Bereich des smarten Bads ist die Unterhaltung. Neben Radio, Fernseher und Lautsprechern, die in die Wand integriert sind, ziehen auch digitale Geräte wie Tablets ein. Dazu braucht es natürlich ausreichend Stromanschlüsse, eine passende Akustik sowie bestenfalls WLAN im Raum. Beides sollte bei der Badezimmerplanung frühzeitig bedacht werden. „Um all diese Anforderungen überhaupt umsetzen zu können, ist bei einer Badmodernisierung eine ganzheitliche und nachhaltige Beratung und Planung durch den Fachhandwerker entscheidend“, empfiehlt Andreas Müller, Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima e.V. (ZVSHK).

Heute schon für später planen: altersgerechtes Badezimmer

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Barrierefrei und altersgerecht: So plant man ein Bad für die Zukunft. djd/ZVSHK/HEWI

Was den meisten beim Thema altersgerechter Umbau einfällt, ist eine ebenerdige Dusche statt einer Badewanne. Während diese Umstellung in jedem Alter Komfort bringt, gibt es anderes, das meist erst hilfreich oder sogar notwendig ist, wenn die Mobilität eingeschränkt ist.

Kommen etwa Rollator oder Rollstuhl ins Spiel, können jede zu hohe Türschwelle oder ein zu enger Durchgang im Badezimmer ein unüberwindbares Hindernis bedeuten. Große Erleichterung bringen Haltegriffe, ein rutschhemmender Bodenbelag sowie ein höhenverstellbares WC oder ein Waschtisch. Auch Sensoren, die einen Sturz bemerken und einen Notruf auslösen, sind in späteren Lebensjahren eine Überlegung wert.

Je nachdem, wie lange man im jetzigen Zuhause wohnen möchte, sollte man sich also über die Planung eines altersgerechten oder barrierefreien Badezimmers Gedanken machen.

Dieser Beitrag ist Teil unseres Themenspecials „Badezimmer“. Sind Sie interessiert an mehr Artikeln dieser Art? Schauen Sie sich unsere Sammlung von Beiträgen rund ums Thema an.

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Von Alena Mumme

Ich bin Tagenbaren – meine Eltern und Großeltern sind also wie ich in Bremen geboren und aufgewachsen. Nur spannende Reisen locken mich aus meiner gemütlichen Heimatstadt.

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