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Eine erwachsene Frau sitzt mit ihrer Mutter im Seniorenalter auf einem Sofa und beide halten einen Tasse in Händen
Adobe Stock/Syda Productions

Wenn Eltern Hilfe brauchen, aber nicht wollen: Veranstaltung in der Stadtteilfiliale Schwachhausen

Pflegeexperte Jürgen Weemeyer gibt Einblicke in sensible Gespräche innerhalb der Familie

Wenn Eltern älter werden, verändert sich oft auch der Alltag. Manche Aufgaben fallen schwerer, Unterstützung wäre hilfreich – doch genau diese Hilfe wird nicht immer angenommen. Wie sich solche Themen sensibel ansprechen lassen, darum geht es bei der Veranstaltung „Wenn Eltern Hilfe brauchen, aber nicht wollen“ am 26. März 2026 um 18.30 Uhr in der Stadtteilfiliale Schwachhausen der Sparkasse Bremen.

Portrait von Jügen Weemeyer, Geschäftsführer von Vacances Pflegedienst Bremen
Jürgen Weemeyer gibt hilfreiche Tipps zu dem sensiblen Thema. vacances

Zu Gast ist Jürgen Weemeyer von vacances – Mobiler Sozial- und Pflegedienst Bremen. In seiner täglichen Arbeit erlebt er häufig, dass Gespräche über Unterstützung im Alltag für Familien eine Herausforderung sein können. „Wir hören immer wieder von Angehörigen, dass gut gemeinte Hilfe gleich abgelehnt wurde und die Mutter oder der Vater ‚dicht‘ gemacht haben“, sagt Weemeyer. Nicht selten führe das Thema Pflege oder Unterstützung sogar zu Konflikten – obwohl die Absicht eigentlich eine gute sei.

Auf die Ansprache kommt es an

Oft spiele dabei die Art der Ansprache eine entscheidende Rolle. „Wir haben festgestellt, dass es oftmals darauf ankommt, wie Hilfe und Ratschläge an Betroffene herangetragen werden“, erklärt Weemeyer. Eine perfekte Formulierung gebe es zwar nicht, doch typische Fehler ließen sich vermeiden.

Ein Grund für ablehnende Reaktionen liege auch darin, dass viele Menschen ihre Selbstständigkeit möglichst lange bewahren möchten. Unterstützung werde deshalb schnell als Einschränkung empfunden. „Niemand möchte auf fremde Hilfe angewiesen sein. Wichtig ist also, Hilfe so zu vermitteln, dass sie als Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben verstanden wird“, so Weemeyer.

Eine ältere Frau sitzt mit verschränkten Armen auf einem Sessel und eine jüngere Frau steht ihr gegenüber
Bei der Veranstaltung „Wenn Eltern Hilfe brauchen, aber nicht wollen“ werden Beispiele aus dem echten Leben aufgegriffen. Sie richtet sich an alle Interessierten. vacances Mobiler Sozial- und Pflegedienst GmbH

Praxisnahe Beispiele und hilfreiche Tipps

Bei der Veranstaltung in Schwachhausen werden typische Situationen aus dem Alltag beleuchtet, etwa wenn es um Einkäufe, den Haushalt oder andere Veränderungen im täglichen Leben geht. Anhand solcher Beispiele zeigt Weemeyer, warum Gespräche manchmal schwierig verlaufen und welche Wege helfen können, Unterstützung respektvoll anzubieten.

Der Abend richtet sich an alle, die sich mit dem Thema beschäftigen möchten und bietet praxisnahe Impulse für einen wertschätzenden Umgang innerhalb der Familie.

Termin: 26. März 2026, 18.30 Uhr, Einlass ab 18.20 Uhr
Ort: Stadtteilfiliale Schwachhausen, Sparkasse Bremen
Um Anmeldung wird gebeten, die Teilnahme ist kostenlos

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Von Sarah Meyer

Als waschechtes Küstenkind liebe ich alles, was der Norden zu bieten hat. Vor einigen Jahren zog es mich von der Wurster Nordseeküste in die Hansestadt – und jetzt schlägt mein Herz für die Weser.

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