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PV-Installation auf dem Dach
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Günstige Energie vom Dach durch Photovoltaik

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Die Installation einer Solaranlage fürs Eigenheim rechnet sich

Unabhängiger werden von den öffentlichen Energienetzen, sich vor Preissteigerungen beim Heizen schützen und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun. Gleich drei Ziele lassen sich dank der Nutzung von Sonnenenergie miteinander verbinden.

Diese Kraft können Hausbesitzer und -besitzerinnen auf zweierlei Art auf dem eigenen Dach nutzen: Die sogenannten Solarthermieanlagen wandeln die Sonnenenergie in Wärme um. Die Photovoltaik (PV) erzeugt über Solarmodule auf dem Dach oder am Balkon Strom.

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Photovoltaik oder Solarthermie?

„Für Privatleute ist das eine spannende Frage“, teilt der Bundesverband Solarwirtschaft mit. „Meist ist die Installation beider Solartechnologien empfehlenswert.“ Die Politik unterstütze beide mit Förderprogrammen. Der Verband verweist im Übrigen auch auf die derzeit wenig verbreiteten PVT-Module (Photovoltaik-Thermie), die die Techniken vereinen. Diese könnten insbesondere bei begrenzten Dachflächen das Produkt der Wahl sein.

Installation Oldenburg
Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach von Steffen von Deetzen in Oldenburg. Privat/Steffen von Deetzen

Solarthermie ist nach Angaben des Bundesverbandes der deutschen Heizungsindustrie (BDH) ein effizienter Kostendämpfer beispielsweise bei Heizöl und Gas. „Im Sommer arbeiten Solaranlagen am effektivsten und können die Warmwasserbereitung komplett übernehmen“, sagt Erik Stange, Sprecher der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund. Laut Stange können bei der Erwärmung von Brauchwasser beispielsweise bis zu 60 Prozent und bei der Heizung bis zu 15 Prozent des gesamten Energiebedarfs solar erzeugt werden.

Je höher der Eigenverbrauch von selbsterzeugtem Strom ist, desto schneller rentiert sich Photovoltaik am Eigenheim. Die Solarmodule sind meist auf dem Dach installiert – so wie beispielsweise vor Kurzem bei Steffen von Deetzen aus Oldenburg. In dem Privathaushalt war eine 30 Jahre alte Heizungsanlage verbaut. Nach Beratungsgesprächen mit Handwerksbetrieben war für ihn schnell klar, dass eine Modernisierung sinnvoll ist.

Über 1700 kWh Strom in vier Wochen selbst produziert

Die Wahl fiel schließlich auf eine Luft-Wärmepumpe in Kombination mit einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach. „Die Wirtschaftlichkeit hat bei der Investition immer eine Rolle gespielt“, sagt von Deetzen. „Den eigenen Haushalt angesichts steigender Energiepreise von der aktuellen Entwicklung zu entkoppeln, war für uns auf jeden Fall charmant“, freut sich der Oldenburger. Er hat seit dem Start der 12 kWh großen Anlage inklusive Batteriespeicher bereit über 1700 kWh Strom selbst produziert. „Und das in nur knapp vier Wochen! Besonders bei einer Wärmepumpe ist es klug, wenn man den dafür benötigten Strom vom eigenen Dach holt. Man kann sich damit etwas Autarkie schaffen und die eigene Last deutlich reduzieren.“

Kraft der Sonne
Die Kraft der Sonne für den eigenen Haushalt nutzen. Adobe Stock

Eine rechtzeitige Planung der Anlage ging dem Startschuss jedoch voraus. Vor circa einem Jahr begannen erste Gespräche mit Fachleuten für Energieberatung und Installation. „In Oldenburg wurde uns die installierte Photovoltaik-Technik außerdem noch durch regionale Fördermittel versüßt“, sagt von Deetzen. Doch auch Landes- und Bundesförderungen durch die KfW-Bank sind für interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher beispielsweise nutzbar.

Durch die derzeit angespannte Lage im Handwerk und den vorherrschenden Materialmangel war von Deetzen froh, dass die Installation der Anlage bereits so weit fortgeschritten war und es kaum zu Verzögerungen kam. Aktuell sind tatsächlich viele Solarmodule und technische Komponenten ausverkauft. Und auch Angebote von Handwerksbetrieben zur Installation einer Photovoltaikanlage sollten genau auf eine Wirtschaftlichkeit geprüft werden.

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Balkonkraftwerk ermöglicht dezentrale Energiegewinnung

Eine schnelle Alternative, die zudem für Mieter und Mieterinnen infrage kommen könnte, sind Stecker-Solaranlagen für wenige Hundert Euro. Diese sind im Handel auch oft unter dem Namen Balkonkraftwerk zu finden. „Die Solarmodule und weitere Technik sind fix installiert. Bei einem Umzug lässt sich alles schnell ab- und wieder anbauen“, sagt beispielsweise David Breuer vom Anbieter Yuma. Der Strom kommt dabei durch eine herkömmliche Steckdose direkt in den Stromkreislauf des Haushalts. „Eine Anlage mit zwei Standardmodulen kann bei südlicher Ausrichtung rund 600 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen“, erläutert Breuer. Das entspreche etwa dem jährlichen Verbrauch von Geschirrspüler, Waschmaschine und Wäschetrockner und helfe ebenso wie eine große PV-Anlage bei der Unabhängigkeit von den Energiekosten.

Dieser Beitrag ist Teil unseres Themenspecials „Mein Zuhause“. Sind Sie interessiert an mehr Artikeln dieser Art? Schauen Sie sich unsere Sammlung von Beiträgen rund ums Thema an.

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Autorenbild Tjark Worthmann

Von Tjark Worthmann

Ich fahre am liebsten mit der Vespa oder der Schwalbe durch unsere schöne Hansestadt und entdecke dabei immer wieder geheime Wege und versteckte Orte.

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