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Aufnahme auf ein Beet mit vielen grünen Planzen, Symbolbild für die Begrünung des Schosterboorn in Bremen Hastedt
Magnific/pablographix

Mehr Grün für Hastedt: Der Schosterboorn wird zum Treffpunkt

Hochbeete, neue Bäume und Bänke verschönern das Quartier

Mehr Grün, neue Sitzplätze und ein Ort, an dem Nachbarschaft wachsen kann: Die Grünanlage Schosterboorn an der Ecke Hastedter Heerstraße und Ludwig-Quidde-Straße ist umfassend aufgewertet worden. Seit der Einweihung am 21. Mai 2026 laden Hochbeete, frisch gepflanzte Bäume und Parkbänke dazu ein, mitten im geschäftigen Hastedt eine Pause einzulegen.

Die Neugestaltung ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Gewerbetreibenden, sozialen Einrichtungen, Verwaltung sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren aus dem Stadtteil. Angestoßen und umgesetzt hat das Projekt die Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, kurz WFB, im Rahmen ihres Gewerbegebietsmanagements.

Aus einer wenig genutzten Fläche wird ein grüner Aufenthaltsort

Ausgangspunkt für die Veränderungen war eine Befragung von Unternehmen im Gebiet. Dabei wurde die Grünanlage als Ort mit geringer Aufenthaltsqualität beschrieben. Es fehlte an Sitzgelegenheiten, zudem sorgten Abfälle und ein insgesamt ungepflegter Eindruck dafür, dass Bremerinnen und Bremer die Fläche kaum zum Verweilen nutzten.

„Genannt wurden unter anderem ein ungepflegter Eindruck, Streumüll wie Dosen und Zigarettenkippen, kaum Sitzmöglichkeiten sowie die Wahrnehmung der Fläche als Hundeklo“, berichtet WFB-Gewerbegebietsmanager Claudius Kahra.

Im Mai 2025 kamen deshalb verschiedene Beteiligte direkt vor Ort zusammen. Neben der WFB waren unter anderem der Umweltbetrieb Bremen, die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, das Ortsamt Hemelingen, Mitglieder des Beirats, die AWO Bremen, das Stadtteilmanagement sowie ansässige Gewerbetreibende beteiligt. Gemeinsam entstand eine Maßnahmenliste, die nun Schritt für Schritt umgesetzt wurde.

Zehn Hochbeete bringen neues Leben ins Quartier

Besonders sichtbar sind die zehn Pflanzkästen und Hochbeete im nördlichen Bereich der Grünanlage Schosterboorn. Die Gemüsewerft Bremen hat sie aufgestellt. Künftig übernimmt die AWO Bremen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus dem Übergangswohnheim an der Ludwig-Quidde-Straße die Pflege.

Damit entsteht nicht nur eine grünere Umgebung. Die Beete schaffen zugleich Möglichkeiten für gemeinschaftliches Gärtnern, praktische Naturerfahrungen und Begegnungen zwischen Menschen, die im Quartier leben oder arbeiten. Der NABU Landesverband Bremen begleitet das Projekt fachlich.

Auch an weiteren Stellen hat sich das Erscheinungsbild verändert: Der Umweltbetrieb Bremen pflanzte zwei neue Bäume und installierte zwei Parkbänke. Ein zusätzlicher Abfallbehälter der Bremer Stadtreinigung soll dazu beitragen, dass die Fläche dauerhaft sauber bleibt.

Projektverantwortliche der Begrünung des Schosterboorns in Bremen vor einem der neuen Hochbeete
Freuen sich über die Veränderungen im Schosterboorn (v.l.n.r.): Dorothee Meier (NABU Bremen), Jörn Hermening (Ortsamtsleiter Hemelingen), Heinz-Hermann Hoffhenke (CDU-Beiratsmitglied Hemelingen), Claudius Kahra (WFB Wirtschafsförderung Bremen GmbH), Michael Scheer (Gemüsewerft Bremen), Hülya Perera (Café Coffee n Kids), Roozbeh Bayat und Lamia Bouabdelli (Arbeiterwohlfahrt – AWO Bremen). WFB/Jan Seebeck

Schosterboorn: Viele Beteiligte, ein gemeinsames Ziel

Die Aufwertung des Schosterboorns zeigt, wie konkrete Hinweise aus einem Quartier zu sichtbaren Verbesserungen führen können. Entscheidend war dabei das Zusammenspiel unterschiedlicher Perspektiven – von Unternehmen und Verwaltung über Umweltverbände bis hin zu sozialen Einrichtungen.

„Durch das Netzwerk mit den Unternehmen konnten wir konkrete Hinweise aus dem Quartier aufgreifen und Ideen gemeinsam mit den richtigen Partnerinnen und Partnern umsetzen“, sagt Claudius Kahra. „Das war eine tolle Zusammenarbeit.“

Die WFB finanzierte die Umgestaltung im Rahmen des Pilotprojekts Bestandsentwicklung. Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation fördert das Vorhaben.

Bestandsentwicklung stärkt gewachsene Gewerbegebiete

Mit dem Pilotprojekt Bestandsentwicklung unterstützt die WFB seit 2024 mehrere etablierte Gewerbegebiete in Bremen. Das Angebot verbindet ein aktives Gewerbegebietsmanagement mit einer Beratung zum Ausbau klimafreundlicher Energieerzeugung.

Während das Gewerbegebietsmanagement lokale Potenziale aufgreift, Kontakte knüpft und gemeinsame Projekte anstößt, begleitet ein Solarexperte Unternehmen bei Fragen rund um CO₂-neutrale Energie. Zum Wirkungsraum gehören neben Hastedt unter anderem Blumenthal, Utbremen, das Bremer Kreuz, der Weserpark, der Hohentorshafen und Mittelshuchting.

Am Schosterboorn ist bereits sichtbar, was aus diesem Ansatz entstehen kann: eine zuvor wenig einladende Fläche, die nun mehr Grün, mehr Sitzgelegenheiten und mehr Raum für gemeinschaftliches Engagement bietet.

Dieser Beitrag ist Teil unseres Themenspecials „Nachhaltigkeit“. Sind Sie interessiert an mehr Artikeln dieser Art? Schauen Sie sich unsere Sammlung von Beiträgen rund ums Thema an.

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Von Sarah Meyer

Als waschechtes Küstenkind liebe ich alles, was der Norden zu bieten hat. Vor einigen Jahren zog es mich von der Wurster Nordseeküste in die Hansestadt – und jetzt schlägt mein Herz für die Weser.

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