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Die Kichererbse bringt Menschen zusammen

Raum für Austausch, Kreativität und interessante Angebote

In der Kichererbse am Niedersachsendamm dreht sich vieles ums Selbermachen und nachhaltige Ideen. Bei offenen Treffs können Interessierte Fahrräder reparieren, Dinge upcyceln, nähen oder gemeinsam im Garten arbeiten. In Huckelriede gibt es seit Anfang Mai einen Treffpunkt für alle, die gerne selbst anpacken, kreativ werden oder nachhaltiger leben möchten. Die Kichererbse soll ein Raum für Klima und Gemeinschaft am Niedersachsendamm 42 sein und ist ein vom Martinsclub Bremen geschaffener Ort für Begegnung, Klimaschutz und gemeinsames Engagement. Der Treffpunkt bringt Menschen aus Huckelriede zusammen und schafft Raum für nachhaltige Mitmachangebote. Dazu gehören unter anderem eine Nähstube, Reparaturangebote und Aktionen rund um Klima und Umwelt. Auch der barrierearme Zugang wurde bei der Gestaltung berücksichtigt.

Aus alten Dingen wird etwas Neues

Ein Schwerpunkt der Kichererbse liegt auf dem Thema Upcycling. Statt Dinge wegzuwerfen, entstehen daraus in Workshops neue und praktische Gegenstände. Aus alten Milchkartons können beispielsweise Laternen werden, aus leeren Konservendosen entstehen Spielzeug oder Blumenvasen. Die benötigten Materialien werden beim Upcycling-Treff zur Verfügung gestellt. Mitbringen müssen Teilnehmende also nichts. Neben dem nachhaltigen Gedanken steht vor allem die Freude am gemeinsamen Gestalten im Mittelpunkt.

Fahrräder einfach selbst reparieren

Kichererbse Huckelriede
Die Kichererbse in Huckelriede ist seit Mai dieses Jahres regelmäßiger Treffpunkt für viele Menschen aus dem Stadtteil. Vonovia/Hake

Auch für Fahrräder gibt es ein passendes Angebot. In der offenen Fahrradwerkstatt können Interessierte selbst Hand anlegen und lernen, kleinere Reparaturen am eigenen Fahrrad durchzuführen. Ob platter Reifen, abgesprungene Kette oder lockere Bremse: Fachkundige Helferinnen und Helfer unterstützen beim Schrauben und erklären, wie die Reparatur funktioniert. Das Werkzeug ist vorhanden, benötigte Ersatzteile sollten möglichst selbst mitgebracht werden. Das Prinzip lautet dabei Hilfe zur Selbsthilfe. Wer sein Fahrrad selbst wieder flottmacht, spart nicht nur eine mögliche Werkstattrechnung, sondern kann gleichzeitig praktische Kenntnisse erwerben.

Nähcafé mit Kaffee und Kuchen

Wer lieber mit Stoffen arbeitet, kann das Nähcafé besuchen. Dort stehen Nähmaschinen, Stoffe und weiteres Zubehör zur Verfügung. Eigene Materialien können ebenfalls mitgebracht werden. Das Angebot verbindet kreatives Arbeiten mit geselligem Beisammensein. Bei Kaffee, Tee und Gebäck bleibt außerdem Zeit für Gespräche und den Austausch mit anderen Besucherinnen und Besuchern.

Gemeinsam im Garten unterwegs

Auch außerhalb der Kichererbse wird gemeinsam gewerkelt: Im Gemeinschaftsgarten „Rote Beete“ am Niedersachsendamm 46-48 wird gepflanzt, gepflegt und geerntet. Der Garten liegt direkt gegenüber der Kaserneneinfahrt und bietet Raum für gemeinsames Gärtnern. Dabei geht es nicht nur um Pflanzen und Gemüse, sondern auch darum, Zeit miteinander zu verbringen und das Quartier aktiv mitzugestalten.

Engagement für Inklusion und Teilhabe

Hinter der Kichererbse steht der Martinsclub Bremen. Der Verein wurde 1973 gegründet und gehört heute zu den größeren Trägern der Behindertenhilfe in Bremen. Mit rund 1500 Beschäftigten bietet der Martinsclub ein breites Spektrum an Angeboten und Dienstleistungen. Mit der Kichererbse verbindet der Verein diese Arbeit vor Ort mit den Themen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Nachbarschaft. Der Treffpunkt soll dabei ein Ort sein, an dem Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder persönlichen Voraussetzungen zusammenkommen, voneinander lernen und eigene Ideen einbringen können. Das Zuhause der Kichererbse wird dem Verein von der Vonovia übrigens kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

Kostenlos und ohne Anmeldung

Die offenen Angebote richten sich dabei an alle Interessierten. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Damit möchte der Martinsclub einen möglichst niedrigschwelligen Zugang schaffen. Die Kichererbse steht Menschen aus Huckelriede ebenso offen wie Besucherinnen und Besuchern aus anderen Stadtteilen. Das Angebot soll zudem noch wachsen. In der Kichererbse ist ein Repair-Café geplant. Dort sollen kaputte Alltagsgegenstände wie Spielzeug oder Haushaltsgeräte gemeinsam repariert werden.

Dafür sucht der Martinsclub noch Menschen, die ihr Wissen weitergeben und Reparaturen anleiten möchten. Wer sich beteiligen möchte, kann sich bei Luca Beranek unter der Telefonnummer 0159/04070533 oder per E-Mail: an hucklima@martinsclub.de melden.

Kichererbse – Raum für Klima und Gemeinschaft, Niedersachsendamm 42, 28201 Bremen. Weitere Informationen gibt es beim Martinsclub Bremen und auf dieser Seite.

Dieser Beitrag ist Teil unseres Themenspecials „Nachhaltigkeit“. Sind Sie interessiert an mehr Artikeln dieser Art? Schauen Sie sich unsere Sammlung von Beiträgen rund ums Thema an.

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Autorenbild Tjark Worthmann

Von Tjark Worthmann

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