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Jonas Ginter

Einfach mal ins Blaue starten

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Die Trendsportart Stand Up Paddling gibt es auch in Bremen

Das Stand Up Paddling erfreut sich in den letzten Jahren einer immer größer werdenden Beliebtheit. Die Vorteile dieser Sportart liegen dabei klar auf der Hand, wie ein Besuch bei „Ins Blaue“ am Werdersee in Bremen zeigt.

Zugegeben, als vor einigen Jahren die ersten Freizeitsportler sich auf Surfbretter stellten und mit Paddeln fortbewegten, war das schon etwas merkwürdig anzuschauen. Doch wer das sogenannte Stand Up Paddling (SUP) einmal ausprobiert hat, wird schnell überzeugt: Das macht richtig Spaß und ist für fast alle Altersgruppen etwas. „Unsere Zielgruppe ist tatsächlich sehr breit von der Altersstruktur“, erzählt Tessa Heyde. Die Wassersportlerin gründete zusammen mit Jens Joost-Krüger 2013 das Unternehmen „Ins Blaue“.

Beide bieten neben der Aktivität auf dem Wasser auch noch Touren mit dem Mountainbike an. „Am Anfang waren wir noch mit zwei Freundinnen von mir unterwegs. Jeder hatte drei Bretter und dann ging es einfach los. Damals noch mit der Raumnutzung bei der städtischen Galerie“, erinnert Heyde sich. Inzwischen gibt es einen eigenen Standort am Sandstrand des Werdersees ganz in der Nähe der DLRG Jugendstation.

Zu der Sportart kam die Bremerin ursprünglich bei einem Sommerurlaub auf Sylt im Jahr 2011. „Wenn es keine Wellen zum Wellenreiten gab, haben wir uns die SUPs genommen, um Zeit auf dem Wasser zu verbringen“, berichtet sie. Das SUP geht ursprünglich auf polynesische Fischer zurück bis Surflehrer auf Hawaii das Paddeln im Stehen auf dem Brett etablierten und somit in die ganze Welt trugen. Inzwischen hat sich der Sport zu einer eigenständigen Disziplin entwickelt und bietet viele unterschiedliche Möglichkeiten für Interessierte.

„Die richtige Körperhaltung ist das Wichtigste und die Bewegung kommt aus dem Rumpf“, erklärt Heyde. „Man arbeitet mit der Tiefenmuskulatur und trainiert dadurch den Gleichgewichtssinn. SUP ist ein großer Spaß und verbindet Wasser- und Naturerlebnis mit einem idealen Workout für den ganzen Körper. Kaum eine Sportart trainiert so viele Muskelgruppen wie das Stehpaddeln“, berichtet die Geschäftsführerin. Als sogenannter „Low-Impact-Sport“ gibt es außerdem auch nur ein geringes Verletzungsrisiko und einige betreiben SUP auch als Reha- und Präventionssport.

Im zweistündigen Einsteigerkurs für 40 Euro erlernen Teilnehmer bei „Ins Blaue“ die Grundlagen des Stehpaddelns. Neben einer Einführung in die Theorie erhalten die Kunden auch Informationen zum Material und dem richtigen Verhalten auf dem Wasser. Das weitere Kursangebot der Unternehmung hält für alle Vorlieben etwas parat. „Wir haben sogar Mondschein-SUP und Single-SUP im Angebot“, sagt Heyde.

„Der Unisee, Werdersee sowie Ochtum und Wümme sind ideale Stand Up Paddle-Reviere ganz hier in der Nähe“, beschreibt Heyde das Einsatzgebiet der Bretter. Selbst ist sie am liebsten auf der strömungsarmen Kleinen Wümme im Blockland unterwegs. „Ich würde auch sehr gerne einmal eine längere Tour in Skandinavien unternehmen“, wünscht sie sich noch. „Es ist einfach spannend, einmal alles aus dem anderen Blickwinkel zu sehen“, beschreibt die leidenschaftliche Wassersportlerin die Faszination am SUP.

Weitere Informationen zu „Ins Blaue“ finden sich hier.

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Autorenbild Tjark Worthmann

Von Tjark Worthmann

Ich fahre am liebsten mit der Vespa oder der Schwalbe durch unsere schöne Hansestadt und entdecke dabei immer wieder geheime Wege und versteckte Orte.

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