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„Fixit“ in der Stadtteilfiliale Viertel: Reparieren, teilen, weitergeben

Die Reparaturwerkstatt bringt Menschen, Geschichten und Lieblingsstücke zusammen

Kaputte Geräte, liebgewonnene Alltagsgegenstände oder kleine Schätze mit großem Erinnerungswert: Am 21. Mai 2026 zieht in der Stadtteilfiliale Viertel wieder handwerklicher Tatendrang ein. Bei der Veranstaltung „Fixit – die Reparaturwerkstatt“ geht es nicht nur darum, Dinge wieder funktionsfähig zu machen. Es geht auch um Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und die Freude daran, etwas gemeinsam zu schaffen.

Saskia Niebuhr
Saskia Niebuhr freut sich auf die kommende Veranstaltung und auf die Geschichten hinter den Reparaturen. Sparkasse Bremen

Die Idee, „Fixit“ in die Räume der Stadtteilfiliale zu holen, entstand ganz unkompliziert im persönlichen Gespräch. „Herr Hinrichs kam zu uns in die Stadtteilfiliale und hatte eine Frage bezüglich seines Kontos“, erzählt Saskia Niebuhr, Ansprechpartnerin der Veranstaltung. „Im Anschluss hat er dann noch ein Business-Konto bei uns eröffnet, und wir haben überlegt, ob es nicht auch eine Idee wäre, ,Fixit‘ mal zu uns in die Räume zu holen. Gesagt, getan!“

So wurde aus einer Beratung am Schalter eine Veranstaltung, die gut zum Viertel passt: offen, praktisch, nachbarschaftlich.

Nachhaltigkeit trifft Nachbarschaft

Was „Fixit“ besonders macht, ist für Michael Hinrichs schnell auf den Punkt gebracht: „Der Aspekt der Nachhaltigkeit ist natürlich ganz weit oben. Außerdem geht es auch darum, die Menschen wieder zusammenzubringen und das Reparieren wieder salonfähig zu machen.“ Bisher findet die Reparaturwerkstatt jeden Donnerstag im Gemeindezentrum Friedenskirche statt. Nun wird sie das erste Mal in der Stadtteilfiliale Viertel stattfinden und die Räume zu einem Treffpunkt machen, an dem Menschen aus dem Stadtteil zusammenkommen, ihre Erfahrungen teilen und sich gegenseitig unterstützen.

Genau darin liegt der Kern der Reparaturwerkstatt. Statt Dinge vorschnell zu entsorgen, wird gemeinsam geschaut, was noch möglich ist. Manchmal braucht es nur ein kleines Ersatzteil, einen neuen Handgriff oder jemanden mit der passenden Idee. Aus Wegwerfen wird Weiternutzen. Aus einem defekten Gegenstand wird ein gemeinsames Projekt.

„Viele kommen auch mehrmals wieder und erzählen es weiter“

Die bisherigen Erfahrungen sind durchweg positiv. „,Fixit‘ wird gut angenommen, und es kommen auch Menschen aus anderen Stadtteilen zum Reparieren her“, sagt Michael Hinrichs. „Viele kommen auch mehrmals wieder und erzählen es weiter. Bisher gab es keine negativen Erfahrungen und das freut uns sehr.“

Nahaufnahme eines blauen Gegenstands, der mit einem roten Schraubendreher repariert wird
In der Stadtteilfiliale Viertel finden am 21. Mai 2026 Lieblingsstücke ein neues Leben und können repariert werden. Michael Hinrichs

Wenn eine Spieluhr wieder einschlafen hilft

Besonders an den Reparaturen sind die Geschichten hinter den Gegenständen. Eine davon ist Michael Hinrichs besonders in Erinnerung geblieben. „Einmal war eine Spieluhr kaputt und das Kind konnte drei Tage nicht richtig einschlafen“, erzählt er. „Als sie die Spieluhr gemeinsam repariert hatten, ist das Kind beim ersten Ton fast direkt auf dem Tisch eingeschlafen.“

Solche Momente zeigen, warum Reparieren oft viel mehr bedeutet als Technik, Werkzeug und Ersatzteile. Manche Dinge sind eng mit Erinnerungen, Ritualen oder kleinen Alltagsmomenten verbunden.

Solidarität, Kuchen und große Dankbarkeit

Auch eine andere Geschichte blieb hängen: Eine Studentin benötigte für ihre Reparatur ein außergewöhnlich teures Ersatzteil, konnte es sich aber nicht leisten. „Dann wurde es aus der Solidarkasse bezahlt“, berichtet Michael Hinrichs. Die Freude darüber war groß. „Die Studentin war so dankbar, dass sie mehrere Monate Kuchen vorbeigebracht hat, um ihre Dankbarkeit zu zeigen.“

„Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit ,Fixit‘ die Veranstaltung in unseren Räumlichkeiten im Viertel durchzuführen und vielen weiteren Gegenständen neues Leben zu schenken. Wir hoffen, dass dabei viele neue Erinnerungen geschaffen werden können“, sagt Saskia Niebuhr.

Am 21. Mai 2026 geht von 18 bis 21 Uhr „Fixit“ in der Stadtteilfiliale Viertel weiter. Die Reparaturen sind kostenlos, Spenden sind willkommen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Repariert werden Elektrogeräte aller Art mit Ausnahme von Computern und Mobiltelefonen.

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Von Sarah Meyer

Als waschechtes Küstenkind liebe ich alles, was der Norden zu bieten hat. Vor einigen Jahren zog es mich von der Wurster Nordseeküste in die Hansestadt – und jetzt schlägt mein Herz für die Weser.

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