
Clean-up Neustadt Bremen: Gemeinsam Kippen sammeln für eine saubere Umwelt
Mit Kunst, Engagement und Gemeinschaftssinn gegen Zigarettenmüll
In der Bremer Neustadt wird gemeinsames Engagement für den Umweltschutz sichtbar: Bei einem Clean-up rund um die Stadtteilfiliale Neustadt kommen Menschen zusammen, um Zigarettenkippen aus dem öffentlichen Raum zu entfernen – und gleichzeitig ein Zeichen für mehr Umweltbewusstsein zu setzen. Unterstützt wird die Aktion von der Agentur GOODis und der Bremer Künstlerin Alexa Rasch, die sich seit Jahren für eine kippenfreie Stadt einsetzt.
Kleine Stummel, große Wirkung

Zigarettenkippen gehören zu den häufigsten Abfällen im urbanen Raum – und zugleich zu den unterschätztesten Umweltproblemen. Was zunächst unscheinbar wirkt, hat allerdings massive Auswirkungen: „Denn bereits eine Kippe verunreinigt bis zu 1000 Liter Grundwasser, das entspricht etwa sechs Vollbädern“, erklärt Alexa Rasch, Gründerin der Initiative „Jede Kippe zählt“.
Ihr Engagement begann mit einem Blick für Details, der eine große Bewegung auslöste: „Das hat mir gezeigt, dass wir nicht nur Müll sammeln müssen, sondern vor allem aufklären – über die Umweltgefahr, die von einer einzigen Kippe ausgeht.“ Heute verbindet sie kreative Aktionen mit Umweltbildung und erreicht damit Menschen in ganz Bremen.
Gemeinsam anpacken in der Neustadt
Der Clean-up startet am Mittwoch, 15. April 2026, um 17 Uhr an der Stadtteilfiliale Neustadt. Vor Ort gibt es Greifzangen, Eimer und Handschuhe, sodass jede helfende Hand direkt loslegen kann. Im Mittelpunkt steht nicht nur das Sammeln selbst, sondern auch der Austausch und das gemeinsame Erlebnis.
Denn genau darin liegt die Stärke solcher Aktionen: „Erfolgreich ist eine Aktion dann, wenn sie Wirkung zeigt. Aber es bedeutet auch, dass viele Menschen mitgemacht und wir Bewusstsein geschaffen haben“, so Rasch.
Kreative Impulse für mehr Aufmerksamkeit

Bekannt ist Alexa Rasch auch für ihre ungewöhnlichen Installationen und Aktionen, die das Ausmaß der Verschmutzung sichtbar machen. Besonders eindrucksvoll: eine Badewanne voller gesammelter Kippen. „Die Wanne macht sichtbar, was sonst untergeht. Sie zeigt auf einen Blick, wie viel Kippenmüll wirklich auf unseren Straßen landet“, beschreibt sie. Aber auch ihr „Kippenkleid“ zeigt, wie groß das Ausmaß der Problematik ist. Diese kreative Herangehensweise macht deutlich, dass Umweltschutz nicht nur informativ, sondern auch emotional und visuell ansprechend sein kann – und genau dadurch viele Menschen erreicht.
Ausklang mit Gesprächen und neuen Ideen
Nach dem gemeinsamen Sammeln klingt der Nachmittag in entspannter Atmosphäre in der Stadtteilfiliale Neustadt aus. Bei Snacks und Getränken entsteht Raum für Gespräche, neue Kontakte und weitere Ideen für ein nachhaltigeres Miteinander in der Neustadt.
Die Veranstaltung zeigt, wie einfach es sein kann, sich einzubringen – und wie viel sich bewegt, wenn viele gemeinsam anpacken. Ganz im Sinne von Alexa Rasch: „Kippensammeln ist die Königsdisziplin des Müllsammelns – es ist mühsam, aber wirksam. Und wenn mehr Menschen mitmachen, wächst auch das Bewusstsein schneller.“ Andere Vereine und Aktionen in der Hansestadt machen ebenfalls auf die achtlose Umweltverschmutzung durch Kippenstummel oder andere Abfälle aufmerksam. Es finden beispielsweise regelmäßig die Bremer Aufräumtage statt. Der Verein Clean Up Your City organisiert ebenso Müllsammelaktionen und klärt über Umweltschutz auf.
Dieser Beitrag ist Teil unseres Themenspecials „Nachhaltigkeit“. Sind Sie interessiert an mehr Artikeln dieser Art? Schauen Sie sich unsere Sammlung von Beiträgen rund ums Thema an.

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