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Norddeutsche Märchen: "Es war einmal im Norden" - Bild vom Buchcover
Schünemann Verlag

Norddeutsche Märchen und Sagen für Kinder

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Illustrator Ruben Hilgert im Gespräch über das Buch

Die Bremer Stadtmusikanten, Klaus Störtebeker aus Hamburg, Hase und Igel aus Buxtehude, der nordfriesische Schimmelreiter und Fräulein Marie von Jever – sie alle haben einen Platz im Märchenbuch „Es war einmal im Norden“ gefunden. 20 Klassiker von Theodor Storm über die Brüder Grimm bis hin zu weniger bekannten Sagen hat der Schünemann Verlag darin zusammengetragen.

Die Geschichten erzählen vom einfachen Leben der Menschen im Norden. Sie handeln von der harten Arbeit auf tosender See oder im kargen Moor. Es geht um Zusammenhalt, Durchhaltevermögen, Dankbarkeit und die Natur. Das Buch ist für Menschen ab fünf Jahren geeignet. Daher sind nicht nur die Texte kindgerecht und in leicht verständlicher Sprache nacherzählt – zahlreiche Bilder gehören ebenfalls dazu.

Wir sprachen mit Ruben Hilgert. Der 28-jährige Bremer hat den Seiten mit seinen Illustrationen Leben eingehaucht.


Norddeutsche Märchen: Buchcover von "Es war einmal im Norden"
Auf 184 Seiten sind norddeutsche Märchen und Sagen kindgerecht aufbereitet. Schünemann Verlag

Sie arbeiten als Verlagsgrafiker beim Carl Schünemann Verlag. War das Märchenbuch eine Auftragsarbeit?

Ruben Hilgert: Die Idee, ein norddeutsches Märchen- und Sagenbuch für Kinder zu machen, gab es schon länger im Verlag. Als ich dann dazustieß, war das natürlich die perfekte Gelegenheit, dem Projekt Leben einzuhauchen.

Wie viel Freiraum bekommt man als Illustrator bei der Gestaltung eines Buches?

Das variiert von Auftrag zu Auftrag. Die einen haben schon sehr klare Vorstellungen von der bildlichen Umsetzung des Inhalts, während anderen lediglich ein gewisser Stil vorschwebt. Auch der zeitliche Rahmen spielt natürlich stark in die Gestaltung eines Buches hinein.

Im Falle der norddeutschen Märchen habe ich eng mit dem Lektorat zusammengearbeitet, da zum Beispiel auch die Texte zwischendurch angepasst oder überarbeitet wurden. So etwas wirkt sich folglich auf das Zusammenspiel zwischen Text und Illustration aus. Zeichnerisch gesehen waren mir bei diesem Projekt aber keine Grenzen gesetzt. Ich konnte mich weitestgehend austoben.


„Kinder zum Entdecken und Verweilen einladen“


Norddeutsche Märchen: Illustrator Ruben Hilgert
Ruben Hilgert aus Bremen hat die Bilder aus dem Buch „Es war einmal im Norden“ gezeichnet. Ruben Hilgert

Worauf achten Sie, wenn Sie Bücher für Kinder zeichnen?

Bei den norddeutschen Märchen war es natürlich wichtig, eine norddeutsche Atmosphäre zu schaffen. Wenn beispielsweise die Handlung eines Märchens an Orten spielt, welche auch in der Realität existieren, habe ich versucht, einige Merkmale davon in die Illustrationen einzubauen.

Am wichtigsten ist es aber, dass die Kinder Spaß beim Anschauen des Buches haben und zum Entdecken und Verweilen eingeladen werden. Entsprechend gestalte ich viele Illustrationen gern mit einer Prise Humor (sofern das Thema nicht zu ernst ist) und versehe sie mit allerlei Details.

Haben Sie bereits ein neues Projekt, an dem Sie arbeiten?

Zurzeit arbeite ich an der Fortsetzung meines damaligen Abschlussprojekts „Das Feuer-Farbenteuer – Wie Kien und Babett die Grund- und Mischfarben kennenlernten“. Näheres kann ich dazu noch nicht verraten.

„Es war einmal im Norden“ ist 184 Seiten stark und für 24,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

Bücher aus und über Bremen
Bücher aus und über Bremen

Die Hansestadt hat eine enorme Schaffenskraft, was Literatur angeht. Regelmäßig erscheinen Bücher aus Bremen, über Bremen und von Menschen geschrieben, die hier leben. In einer losen Reihe stellen wir regionale Werke vor – von Sachthemen über Krimis bis zu schön illustrierten Bildbänden für Kinder.

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Von Linda Bussmann

Ich bin eine waschechte Ostfriesin und überzeugte Norddeutsche. Vor vielen Jahren zog es mich in die Hansestadt. Bremen ist seitdem meine zweite Heimat geworden.

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