
Deutsche Klimastiftung: Nachhaltigkeit hat Zukunft
Für den Wettbewerb „YES! Young Economics Solutions“ entwickeln Schülerinnen und Schüler ökonomische und unternehmerische Konzepte

Um das Klima und um Bildung dreht sich seit 2009 alles bei der Deutschen Klimastiftung in Bremen. „Wir sind davon überzeugt, dass der Weg zu Klimaschutz und zu einer nachhaltigen Lebensweise über Bildung führt“, sagt Arne Dunker, Gründer und Geschäftsführer der Deutschen Klimastiftung. Deshalb initiiert und fördert die Stiftung Projekte und Bildungsprogramme, die Menschen jeden Alters zu einer zukunftsfähigen Lebensweise animieren.
Ausstellung „Klimaflucht“ macht Klimawandel greifbar

Wie die Auswirkungen des Klimawandels überall auf der Welt bereits spürbar sind, setzt die Wanderausstellung „Klimaflucht“ in Szene. Seit 2016 gibt sie dem Klimawandel ein Gesicht und erzählt die Geschichten von Menschen in anderen Ländern – von ihren Erfahrungen, Ängsten und Sorgen. Bis zum 31. März 2026 ist die Ausstellung im Museum Kaskade in Jade zu sehen, dann zieht sie weiter nach Hannover.
Kompakt, anschaulich und bewegend berichten 21 lebensgroße Figuren davon, wie der Klimawandel den Alltag in ihren Herkunftsländern beeinflusst. Eine Bewohnerin des Atolls Tokelau im Südpazifik erzählt, wie ihr Volk durch zunehmende Zyklone und Überschwemmungen, Trinkwasserknappheit sowie den ansteigenden Meeresspiegel nicht nur existenziell, sondern auch kulturell bedroht ist. Obwohl die Menschen dort selbst nur einen winzigen CO2-Fußabdruck hinterlassen, müssen sie gegen die Folgen des Klimawandels ankämpfen. „Das Beispiel zeigt eindrücklich, wie wichtig Klimagerechtigkeit ist und dass Industrienationen wie Deutschland Verantwortung für ihren Anteil am Klimawandel übernehmen müssen“, betont Arne Dunker.
Begleitend zu dieser Ausstellung werden Menschen mit Migrationsbiografien zu Botschafterinnen und Botschaftern ihrer Herkunftsländer und stehen als Referierende mit ihrer Botschaft für mehr Klimaschutz ein.

Bildung als Schüssel zu mehr Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Denken und Handeln sei zukünftig entscheidend. Dazu müsse einerseits das Bewusstsein für die Auswirkungen des Klimawandels geschärft und andererseits die Basis für ein Klimabewusstsein geschaffen werden. „Der Schlüssel liegt im Bereich Bildung“, ist sich Arne Dunker sicher. „Das Thema Nachhaltigkeit muss von Anfang an in die Berufsausbildung integriert werden.“ Denn der Beruf sei prägend. Sogenannte Green Skills, also Kompetenzen in Sachen Nachhaltigkeit, seien nicht nur die Grundlage für ein verantwortungsvolles Leben und Arbeiten. „Themen wie Nachhaltigkeit in Lieferketten, Ressourcenschutz und neue Mobilitätsformen müssen von Anfang an Bestandteil der Ausbildung sein“, betont der Geschäftsführer und Klimaexperte.
Mit dem Verbundprojekt Berufliche Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BBNE) will die Deutsche Klimastiftung Themenkomplexe wie nachhaltige Entwicklung und klimafreundliches Wirtschaften dauerhaft in Unternehmen und Institutionen verankern.
Bundesweiter Wettbewerb „YES!“ fördert junge, kreative Ideen

Es geht um die Zukunft: Junge Menschen haben es in der Hand, aktiv zu werden, um unternehmerische Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Der Schulwettbewerb „YES! Young Economics Solutions“ öffnet Türen für die Ideen der nächsten Generation. 2026 startet der Wettbewerb in die 11. Runde – das erste Mal unter der Verantwortung der Deutschen Klimastiftung mit einem stärkeren Fokus auf ökologische und sozialverträgliche Lösungen.
Bundesweit entwickeln und erarbeiten Schulteams ab der 10. Klasse innovative ökonomische und unternehmerische Konzepte zu aktuellen Fragestellungen. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Wirtschafts-, Umwelt- und Sozialwissenschaften sowie Mentoren aus dem Unternehmertum stehen ihnen dabei zur Seite. „Damit fördern wir mutiges eigenständiges und lösungsorientiertes Denken und regen die Kreativität der jungen Menschen an“, erklärt Arne Dunker.
Schülerinnen und Schüler können hier neue Lösungswege beschreiten und ihr Wissen über nachhaltige Entwicklung einsetzen. Im besten Fall werden ihre Ideen praktisch in die Tat umgesetzt wie in den letzten Jahren die App „finda“ zum Auffinden eines passenden Ausbildungsplatzes.
Jetzt geht es in die Phase der digitalen Kick-off-Meetings. Im Juni und Juli finden die Regionalfinale statt, das Bundesfinale ist dann Ende September in Berlin. Bis dahin haben die Teilnehmenden die Chance, nicht nur wissenschaftliche Institute und Forschende kennenzulernen, sondern auch mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ins Gespräch zu kommen.
Autorin: Daniela Conrady
Weitere Informationen zur Deutschen Klimastiftung und den Projekten gibt es unter:
Dieser Beitrag ist Teil unseres Themenspecials „Nachhaltigkeit“. Sind Sie interessiert an mehr Artikeln dieser Art? Schauen Sie sich unsere Sammlung von Beiträgen rund ums Thema an.

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