
„Women in (e)motion 2026“: Starke Frauenstimmen zwischen Jazz, Folk, Rock und Soul
Das Festival bringt internationale Musikerinnen nach Bremen, Vegesack, Worpswede, Bremerhaven und Stuhr
Seit vielen Jahren stellt das „Women in (e)motion“-Festival Musikerinnen in den Mittelpunkt, die ihren eigenen künstlerischen Weg gehen. Auch 2026 reicht das Spektrum wieder von Soul und Folk über psychedelischen Rock bis zur Jazz-Avantgarde. Zwischen dem 11. September und dem 12. Oktober stehen Künstlerinnen aus Großbritannien, Norwegen, Australien und den USA auf Bühnen in Bremen und der Region.
Dabei geht es nicht nur um musikalische Vielfalt. Das Programm zeigt, wie unterschiedlich weiblich geprägte Perspektiven in der Musik klingen können: mal laut und kompromisslos, mal poetisch und zurückgenommen, mal frei improvisiert.
Das Festival ist ein Projekt von der Künstler- und Konzertagentur Tradition & Moderne in Kooperation mit der Sparkasse Bremen und Bremen Zwei.

Sarah Jane Morris eröffnet das Festival mit einer Hommage an große Musikerinnen
Den Auftakt macht am Freitag, 11. September 2026, die britische Sängerin Sarah Jane Morris in der Music Hall Worpswede. Seit beinahe 50 Jahren steht Morris auf internationalen Bühnen. Mit ihrer markanten, kraftvollen Stimme bewegt sie sich mühelos zwischen Soul, Folk, Pop, Rock und großen Balladen.
Auf ihrem Albumzyklus „The Sisterhood“ beschäftigt sie sich mit Künstlerinnen, die sie selbst geprägt haben – darunter Patti Smith, Sinéad O’Connor, Etta James, Joan Baez und Amy Winehouse.
So wird ihr Auftritt zugleich zu einer musikalischen Begegnung mit mehreren Generationen einflussreicher Sängerinnen. Morris bringt dabei nicht einfach Klassiker auf die Bühne, sondern verarbeitet die Inspiration ihrer Vorbilder in eigenen Songs.
Freitag, 11. September 2026, 20 Uhr, Music Hall Worpswede, Findorffstraße 21, 27726 Worpswede
Hedvig Mollestad verbindet Jazzgitarre mit Progressive Rock

Nur wenige Tage später wird es deutlich härter, wenn das Hedvig Mollestad Trio im Kulturzentrum Schlachthof auftritt.
Die norwegische Gitarristin Hedvig Mollestad bewegt sich seit fast zwei Jahrzehnten an den Grenzen zwischen Jazz, Progressive Rock und psychedelischen Klangwelten. Musikalische Einflüsse wie Saxofon-Legende Sonny Rollins und Grunge-Band Pearl Jam stehen dabei ganz selbstverständlich nebeneinander.
Gemeinsam mit Ellen Brekken am Bass und Ivar Loe Bjørnstad am Schlagzeug entwickelt Mollestad einen energiegeladenen Bandsound, in dem komponierte Passagen immer wieder in freie Improvisationen übergehen. Nach mehreren Jahren Pause ist mit „Bees in the Bonnet“ zudem ein neues Album erschienen.
Dienstag, 15. September 2026, 20 Uhr, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, 28215 Bremen

Vepsestikk bringt norwegische Klangwelten in die Region
Gleich drei Auftritte bestreitet das junge norwegische Quartett Vepsestikk. Die Musikerinnen aus Bergen verbinden Rock, Folk und Jazz zu einem ebenso verspielten wie kraftvollen Sound.
Die bislang auf der EP „Ny Person“ veröffentlichten Stücke leben von Gegensätzen. Auf sphärische Passagen und den norwegischen Gesang von Gitarristin Hanna Elisabeth Zieritz folgen Trompetenklänge, überraschend rohe Momente und mächtige Schlagzeugakzente.
Zur Band gehören außerdem Móeiäur Loftsdottir, Agnes Fernanda Kierulf und Linnea Josefine Gjelstad Kierulf. Für Vepsestikk sind die Konzerte bei „Women in (e)motion“ zugleich eine Premiere: Das Quartett ist erstmals auf deutschen Bühnen zu erleben.
Donnerstag, 17. September 2026, 20 Uhr, Kito, Alte Hafenstraße 30, 28757 Bremen-Vegesack; Freitag, 18. September 2026, 20 Uhr, Pferdestall, Gartenstraße 5–7, 27568 Bremerhaven; Sonnabend, 19. September 2026, 20 Uhr, Rathaus Stuhr, Blockener Straße 6, 28816 Stuhr

Lucy Kitchen verwandelt persönliche Verlusterfahrung in poetischen Folk
Mit Lucy Kitchen wird es im Kito in Vegesack leiser und persönlicher. Die britische Singer-Songwriterin steht für tiefgründiges Storytelling, poetische Texte und eine warme, ausdrucksstarke Stimme.
Auf ihrem jüngsten Album „In the Low Light“ verarbeitet Kitchen den Tod ihres Ehemanns. Aus dieser sehr persönlichen Erfahrung sind Songs entstanden, die Trauer nicht ausblenden, ihr aber zugleich Schönheit und Hoffnung gegenüberstellen.
Musikalisch erinnert Kitchens zeitloser Folk an die Tradition großer Songwriterinnen wie Joni Mitchell und Sandy Denny. Auch internationale Medien wie Rolling Stone und MOJO sowie die BBC würdigten ihre Arbeit.
Dienstag, 22. September 2026, 20 Uhr, Kito, Alte Hafenstraße 30, 28757 Bremen-Vegesack

Melody Jane Pool: Australischer Folk mit großer Stimme
Bereits einen Abend später steht im Kito die Australierin Melody Jane Pool auf der Bühne. Schon mit Anfang 20 machte sie sich in ihrer Heimat als Singer-Songwriterin einen Namen.
Mit „The Hurting Scene“ und „Deep Dark Savage Heart“ veröffentlichte sie zwei viel beachtete Americana- und Folk-Alben. Nach einer längeren Phase der Neuorientierung folgte mit „Our Eternal Garden“ ein neues Kapitel, produziert gemeinsam mit ihrem Partner Christ Dale.
Pools Stimme umfasst mehrere Oktaven, gleichzeitig prägt eine unprätentiöse und humorvolle Bühnenpräsenz ihre Auftritte. Dass sie bereits gemeinsam mit Größen wie Shawn Colvin oder den Eagles aufgetreten ist, passt zu einer Musikerin, die längst zu den markanten Stimmen der australischen Folk-Szene zählt.
Mittwoch, 23. September 2026, 20 Uhr, Kito, Alte Hafenstraße 30, 28757 Bremen-Vegesack
Konzert der Sabrina Starke Band entfällt
Eine Änderung gibt es im ursprünglich angekündigten Festivalprogramm: Das für Montag, 28. September 2026, im Kulturzentrum Schlachthof geplante Konzert der Sabrina Starke Band findet nicht statt. Zum Abschluss des aktuellen Programms folgt dafür im Oktober noch ein außergewöhnlicher Jazzabend.
Myra Melford versammelt eine Jazz-Supergroup im Schlachthof

Am Montag, 12. Oktober, kommt Myra Melford’s Fire & Water Quintet ins Kulturzentrum Schlachthof. Pianistin Myra Melford gründete das Ensemble 2019 und stellte dafür fünf herausragende Musikerinnen der New Yorker Jazz-Avantgarde zusammen. Neben Melford gehören Mary Halvorson an der E-Gitarre, Tomeka Reid am Cello, Ingrid Laubrock an Tenor- und Sopransaxofon sowie Lesley Mok am Schlagzeug zur Band.
Alle fünf sind selbst profilierte Bandleaderinnen. Gerade deshalb lebt die Musik des Quintetts von spontaner Kommunikation und einem ausgeprägten Gespür für das gemeinsame Spiel.
Schon der Bandname beschreibt das musikalische Prinzip: Feuer und Wasser, Kraft und Fluss, Reibung und Ruhe treffen aufeinander. Frei improvisierte Passagen, komplexe Strukturen und atmosphärische Klanglandschaften machen das Quintett zu einem der experimentierfreudigsten Programmpunkte der Reihe.
Montag, 12. Oktober 2026, 20 Uhr, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, 28215 Bremen
Internationale Musik trifft auf Bühnen in Bremen und umzu
„Women in (e)motion“ zeigt 2026 erneut, wie groß die musikalische Bandbreite zwischen Singer-Songwriter-Folk, Soul, Rock und freiem Jazz sein kann. Gleichzeitig verteilt sich das Festival bewusst auf verschiedene Spielstätten in Bremen und der Region.
Vom Kito in Vegesack über den Schlachthof bis nach Worpswede, Stuhr und Bremerhaven entstehen so musikalische Begegnungen an ganz unterschiedlichen Orten – getragen von Künstlerinnen, die ihren jeweiligen Stil mit großer Eigenständigkeit prägen.
Freitag, 11. September 2026, bis Montag, 12. Oktober 2026. Weitere Informationen zum Festival gibt es auf der Website von „Women in (e)motion“.

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