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Bremen liest

„Bremen liest!“ 2026: Ein Fest für Bücher, Geschichten und die Bremer Literaturszene

Am 4. September öffnen unabhängige Buchhandlungen und Verlage ihre Türen

An zahlreichen Orten in Bremen stehen Lesungen, Begegnungen und Einblicke in die regionale Literaturszene auf dem Programm. Im Mittelpunkt stehen unabhängige Buchhandlungen, Verlage und Kulturschaffende – und damit viele der Orte und Menschen, die das kulturelle Leben in den Quartieren prägen.

Ein Literaturabend, der sich über Bremen verteilt

„Bremen liest!“ ist kein Festival an einem einzigen Veranstaltungsort. Stattdessen entsteht für einen Nachmittag und Abend ein literarisches Netz quer durch die Stadt. Buchhandlungen und weitere Kulturorte werden zu kleinen Bühnen, auf denen unterschiedliche Stimmen und Genres zusammenkommen. Zum Programm gehören Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene, klassische Lesungen, literarische Spaziergänge und Einblicke in die Arbeit von Verlagen. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.

Von der Neustadt bis ins Fedelhören: Literatur mitten im Quartier

Bremen liest 2026: Das Ensemble Arcano
Die Bremer Philharmoniker beteiligen sich erneut mit ihrem Konzertformat „Musik trifft Literatur“ bei „Bremen liest“. Das Ensemble Arcano steht gemeinsam mit der Autorin und Illustratorin Anke Bär auf der Bühne in der Stadtbibliothek. Bremer Philharmoniker

Gerade die vielen unterschiedlichen Veranstaltungsorte machen den Charakter von „Bremen liest!“ aus. In der Neustadt führt etwa ein literarischer Spaziergang zu ausgewählten Orten, während Buchhandlungen in verschiedenen Stadtteilen ihre Räume für Lesungen öffnen.

Der Auftakt beginnt am Nachmittag in der Zentralbibliothek Bremen. Dort stehen ab 15.30 Uhr Anke Bär und die Bremer Philharmoniker mit „In Giraffen stecken Affen“ auf dem Programm. Auch an anderen Orten startet „Bremen liest!“ früh: Im Borgfelder Kinderbuchladen liest Anna Lott aus „Coco und Zack“, während Carolin Helm im Kulturhaus Brodelpott mit „Kleiner Löwe, großer Mut…“ zu Gast ist. Am Abend verteilt sich das Programm weiter über die Stadt. In der Humboldt-Buchhandlung steht Ronald Fricke mit „Lales Lied“ auf dem Programm, in der Georg Büchner Buchhandlung ist Thorsten Börnsen mit „Platt op de Oren“ zu hören. Die Lesumer Lesezeit begrüßt Anne Achner mit „Am Wasser“, während Karina Skwirblies am Literaturplatz aus „Die Tauben von St. Stephani“ liest.

Auch die Morgenstern Buchhandlung, die Buchhandlung Buntentor, die Buchhandlung Peterswerder, der Buchladen Ostertor, das Findorffer Bücherfenster und Logbuch in Walle gehören zu den Orten, an denen Literatur an diesem Abend sichtbar und hörbar wird.

Carla Hinrichs liest in der Albatros Buchhandlung

Porträt von Carla Hinrichs, die mit dem Kinn auf ihrer Hand in die Kamera blickt.
Carla Hinrichs ist bei „Bremen liest!“ 2026 mit dabei. Marlene Charlotte Limburg

Ein Programmpunkt führt um 20 Uhr in die Albatros-Buchhandlung. Dort liest die in Bremen aufgewachsene Autorin und Klimaaktivistin Carla Hinrichs aus ihrem Buch „Meine verletzte Generation“.

Hinrichs, Jahrgang 1997, wurde unter anderem durch ihr Engagement bei der Letzten Generation bekannt. In ihrem Buch verarbeitet sie persönliche Erfahrungen mit politischem Protest und staatlichen Reaktionen darauf. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen, die über die Klimabewegung hinausreichen: Wie werden Protest und demokratische Teilhabe verhandelt? Welche Rolle spielen Grundrechte und demokratische Teilhabe, wenn politischer Protest auf staatliches Handeln trifft? Und was bedeutet die Freiheit politischer Meinungsäußerung in einer aufgeheizten gesellschaftlichen Debatte?

Mit der Albatros Buchhandlung findet die Lesung an einem Ort statt, der selbst seit Jahrzehnten Teil der unabhängigen Bremer Buchlandschaft ist. Die Buchhandlung im Fedelhören besteht seit mehr als 40 Jahren und wird seit Anfang 2022 unter neuer Leitung geführt.

Literatur bis in den späten Abend

Auch nach 20 Uhr geht der Literaturabend weiter. In der Humboldt Buchhandlung liest C. A. Milde aus „Die merken es ja nicht“, im Golden Shop steht Rinah Lang mit „Peri Meno“ auf dem Programm. Markus Thielemann ist in der Buchhandlung Buntentor mit „Vom Norden rollt ein Donner“ zu Gast. Den späteren Abend beschließt unter anderem Sabine Schiffner im Findorffer Bücherfenster mit „Ay. Die Mondin“.

Unabhängige Buchhandlungen stehen 2026 besonders im Mittelpunkt

Die Ausgabe 2026 steht unter dem Gedanken „Ein Abend für die Unabhängigkeit“. Damit rückt „Bremen liest!“ nicht nur Bücher und Schreibende in den Fokus, sondern auch die Rolle unabhängiger Buchhandlungen und die Freiheit von Kunst und Kultur.

Buchhandlungen sind in diesem Verständnis mehr als Verkaufsorte. Sie sind Treffpunkte im Quartier, Orte für Austausch und Bühnen für neue Stimmen. Gerade ein dezentrales Festival wie „Bremen liest!“ macht sichtbar, wie eng Literatur und Stadtgesellschaft miteinander verbunden sind. Das Thema erhält 2026 zusätzliche Aktualität durch Diskussionen innerhalb der Buchbranche über die Unabhängigkeit kultureller Entscheidungen und die Freiheit von Kunst und Literatur.

Die Sparkasse Bremen unterstützt das Kulturprojekt

„Bremen liest!“ 2026 wird von der Sparkasse Bremen unterstützt. Das Projekt ist auf der Plattform „Gemeinsam“ der Sparkasse Bremen vertreten, über die regionale Vorhaben aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen gefördert werden. Zu diesen Bereichen zählen auch Kunst und Kultur. Die Unterstützung von „Bremen liest!“ fügt sich damit in ein Engagement ein, das lokale Projekte und Initiativen in Bremen stärken soll.

Weitere Informationen zum Buchfest und zum Programm gibt es unter www.bremenliest.de.

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Autorenbild Alena Mumme

Von Alena Mumme

Ich bin Tagenbaren – meine Eltern und Großeltern sind also wie ich in Bremen geboren und aufgewachsen. Nur spannende Reisen locken mich aus meiner gemütlichen Heimatstadt.

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