
Bürgerhaus-Funzone: Kinder stark machen gegen Mobbing und Ausgrenzung
„Selbstbewusstsein und soziale Kompetenzen stärken“
Um Mut und Selbstbewusstsein geht es seit letztem Jahr in der Bürgerhaus-Funzone in Oslebshausen. Einmal wöchentlich erlernen junge Menschen hier Methoden zum Umgang mit Mobbing und Ausgrenzung. „Selbstbewusstsein und soziale Kompetenzen stärken, das steht bei unserem Angebot im Mittelpunkt“, sagt Pierre Doutiné, pädagogischer Leiter des Kinder- und Jugendbereichs im Bürgerhaus Oslebshausen. 2026 ist das Projekt in die zweite Runde gestartet. Immer dienstags von 16 Uhr bis 18 Uhr stehen die Türen der Bürgerhaus-Funzone Kindern ab 8 Jahren offen.
Resilienz, Selbstbewusstsein und soziale Kompetenzen stärken

„Entstanden ist die Idee für das Angebot, weil Mobbing und Ausgrenzung immer wieder Themen in unseren Gruppen waren. Wir wollten Möglichkeiten finden, dagegen anzugehen“, erinnert sich Pierre Doutiné. So ist der pädagogische Leiter auf das Programm „Stark auch ohne Muckis“ gestoßen und hat die Ausbildung zum sogenannten Imotik-Trainer absolviert. Die Imotik-Lehre ist eine Mischung aus Psychologie und Verhaltenssteuerung. Der zertifizierte Trainer weiß, wie das Selbstbewusstsein von Kindern und Jugendlichen gestärkt werden kann, und vermittelt ihnen durch Rollenspiele und Gespräche Kompetenzen, um mit besonderen Herausforderungen des täglichen Lebens besser umgehen zu können.
Spielerisch lernen, mit besonderen Situationen umzugehen
Wie gehe ich mit Gewaltandrohung um? Was tue ich, wenn mich jemand festhält? Wie reagiere ich bei Beleidigungen? Wie sehe ich mutig aus? Diese und noch mehr Fragen sind Teil der wöchentlichen Treffen. In Gesprächen und Rollenspielen werden Handlungsoptionen aufgezeigt. „Immer mit von der Partie ist Eddie. Eddie ist eine Handpuppe und ein richtiger Kotzbrocken, der gerne beleidigt“, erklärt Pierre Doutiné schmunzelnd. Spielerisch lernen die Teilnehmenden so, mit Beleidigungen umzugehen, Grenzen aufzuzeigen und Stopp zu sagen, wenn es ihnen reicht.

Die Einstellung ist entscheidend

„Auf das richtige Mindset kommt es an“, erklärt der Pädagoge. „Muss ich es annehmen, was mir jemand an den Kopf wirft? Ist es ein Geschenk, also ein nettes Wort oder ein Kompliment, dann nehme ich das natürlich gerne an. Aber ist es eine Beleidigung, darf ich das Geschenk einfach liegenlassen und daran vorbeigehen“, verdeutlicht er. An sich selbst zu glauben und mit einer positiven Einstellung durch das Leben zu gehen, wäre eine gute Basis – und genau die wollen die Mitarbeitenden mit dem Bürgerhaus-Funzone-Angebot schaffen.

Deshalb üben sie einen respektvollen Umgang miteinander während dieser Treffen. Denn neben Rollenspielen und Gesprächskreisen haben die Teilnehmenden vor allem Spaß zusammen. Sie kochen, basteln und sind draußen unterwegs. „Hat jemand etwas auf dem Herzen, was er nicht in der Gruppe besprechen möchte, dann reden wir alleine“, so Pierre Doutiné.
Freiwilliges Engagement der Kids wertschätzen
Das freiwillige Engagement der Kinder und Jugendlichen wird wertgeschätzt. Am Ende des Jahres gibt es für alle Teilnehmenden eine Urkunde. „Wer Lust hat, noch mitzumachen, ist herzlich eingeladen, einen Dienstagnachmittag vorbeizukommen“, sagt Pierre Doutiné.
Autorin: Daniela Conrady
Weitere Informationen gibt es auf den Seiten des Bürgerhauses Oslebshausen.
Mehr Infos zu „Stark auch ohne Muckis“ finden sich unter starkauchohnemuckis.de.

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