
Bremer Westen wird 2026 verschönert
Mehrere Grün- und Spielflächen werden umfassend erneuert
Im Bremer Westen stehen in den kommenden Jahren sichtbare Veränderungen an. Gleich mehrere Grün- und Spielflächen werden umfassend erneuert – mit dem Ziel, Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und Klimaanpassung zusammenzudenken. Ob im traditionsreichen Grünzug West, auf dem Spielplatz am Liegnitzplatz oder in den Parks der Überseestadt: 2026 wird zum Startpunkt für Projekte, die Stadtteile lebenswerter machen und öffentliche Räume stärken.

Grünzug West: Vier Kilometer Zukunft für Gröpelingen
Der Grünzug West ist für viele Menschen in Gröpelingen mehr als nur eine Grünfläche. Auf einer ehemaligen Bahntrasse in den 1950er-Jahren angelegt, zieht er sich heute parallel zur Heerstraße rund vier Kilometer von Walle durch Gröpelingen bis nach Oslebshausen. Er ist eine der wenigen zusammenhängenden Grünanlagen im Stadtteil – ein Ort zum Durchatmen, für Bewegung und Begegnung.
Doch die Anlage ist in die Jahre gekommen. Wegeführungen, Ausstattung und Spielangebote entsprechen vielerorts nicht mehr heutigen Ansprüchen an Barrierefreiheit, Orientierung und Aufenthaltsqualität. Genau hier setzt die nun beschlossene Qualifizierung an.
„Gute Stadtentwicklung zeigt sich dort, wo sie im Alltag der Menschen ankommt – im öffentlichen Raum, auf Wegen, Plätzen und Grünflächen“, sagt Özlem Ünsal, Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung. „Der Grünzug West ist ein zentrales Stück öffentlicher Infrastruktur für Gröpelingen. Ihn zu erneuern heißt, Lebensqualität, Klimaanpassung und soziale Begegnung zusammenzudenken.“ Der Umweltbetrieb Bremen pflegt die städtischen Parkanlagen und Bäume.
Mehr Barrierefreiheit, mehr Biodiversität, mehr Aufenthaltsqualität
Geplant ist eine schrittweise Erneuerung des Grünzugs zwischen 2026 und 2028. Übersichtlich gestaltete, barrierefreie Wege sollen künftig eine bessere Orientierung ermöglichen. Neue Spiel- und Bewegungsangebote richten sich an unterschiedliche Altersgruppen – von Kindern bis zu Seniorinnen und Senioren.
Auch die Ausstattung wird robuster und einheitlicher gestaltet. Ein besonderer Fokus liegt auf der Bepflanzung: klimaangepasst, widerstandsfähig und mit Blick auf mehr Biodiversität. Damit wird der Grünzug nicht nur schöner, sondern auch fit für die Herausforderungen des Klimawandels.
2,9 Millionen Euro stehen bereit
Die Eingänge zum Grünzug und zum Waller Park werden ebenfalls neu gestaltet. Sie sollen stärker als Stadträume wahrgenommen werden und einladender wirken.
Die Maßnahmen sind Teil des Integrierten Entwicklungskonzepts (IEK) Gröpelingen und werden über die Städtebauförderung finanziert. Rund 2,9 Millionen Euro stehen dafür bereit – getragen von Bund, Land und Kommune.
Spielplatz Liegnitzplatz: Das Lindenhofviertel bekommt ein neues Herzstück

Auch der rund 2.000 Quadratmeter große Spielplatz am Liegnitzplatz im Gröpelinger Lindenhofviertel wird umfassend umgestaltet. Die Planungen laufen bereits seit 2022. Für die Maßnahme wurden im Rahmen des Integrierten Entwicklungskonzepts Gröpelingen rund 900.000 Euro veranschlagt.
Ab 2026 wird sich die Fläche vorübergehend in eine Großbaustelle verwandeln. Die Einweihung ist Anfang 2027 möglich.
Bauphase mit möglichst wenig Einschränkungen
Während der Bauarbeiten sollen die Einschränkungen so gering wie möglich gehalten werden. Längere vollständige Straßensperrungen sind nicht vorgesehen. Für die Einrichtung der Baustelle könnten jedoch Teilflächen der Straße Liegnitzplatz genutzt werden. Dadurch ist es möglich, dass zeitweise einige Parkplätze wegfallen.
Mit der Neugestaltung erhält das Lindenhofviertel eine moderne Spielfläche, die Kindern neue Bewegungsräume eröffnet und Familien einen attraktiven Treffpunkt bietet. Solche Orte sind wichtige Bausteine für lebendige Nachbarschaften – besonders in dicht besiedelten Quartieren.
„Hilde“ und „Franz“: Zwei Parks in der Überseestadt werden attraktiver
Auch in der Überseestadt stehen Veränderungen an. Der Hilde-Adolf-Park mit einer Fläche von rund 17.000 Quadratmetern zwischen Europahafen-Kopf und Kaffeequartier sowie das 8.000 Quadratmeter große Franz-Pieper-Karree am Haupteingang zum Großmarkt sollen ab dem zweiten Halbjahr 2026 umgebaut werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 angestrebt.
Ziel der Umgestaltung ist es, die beiden Parks so weiterzuentwickeln, dass mehr Menschen Lust bekommen, sich dort aufzuhalten – ob in der Mittagspause, nach Feierabend oder am Wochenende.
Ideen aus der Nachbarschaft fließen ein
Bereits im Herbst 2022 konnten Kinder, Jugendliche, Anwohnende und Beschäftigte in drei Workshops ihre Ideen und Wünsche einbringen. Diese Beteiligung bildet die Grundlage für die konkrete Planung.
Die Gesamtkosten für die Umgestaltung belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro für das Franz-Pieper-Karree und etwa 4,6 Millionen Euro für den Hilde-Adolf-Park. Die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) begleitet die Projekte.
Gerade in einem dynamisch wachsenden Quartier wie der Überseestadt sind gut gestaltete Grünflächen von zentraler Bedeutung. Sie schaffen Ausgleich, fördern Begegnung und tragen zur Identität des Stadtteils bei.
Öffentliche Räume als Investition in die Gemeinschaft
Ob im traditionsreichen Gröpelingen oder in der jungen Überseestadt: Die Investitionen in Grün- und Spielflächen sind mehr als reine Bauprojekte. Sie stehen für ein gemeinsames Verständnis von Stadtentwicklung, bei dem Lebensqualität, Klimaresilienz und soziale Begegnung zusammengedacht werden.
Der Bremer Westen bekommt damit in den kommenden Jahren neue Impulse – für lebendige Nachbarschaften, starke Quartiere und Räume, die Menschen verbinden.

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