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18. Nov.

Bremen Konzerte

Turbostaat – Bremen, verdammt

Punkrock


Turbostaat – Bremen, verdammt
Foto: Andreas Hornoff

Auf dem Cover vom achten Studioalbum der Band Turbostaat ist ein junger Punk zu sehen, der breit lächelnd in einer kahlen Raumecke steht. Es ist Turbostaat-Stammproduzent und Toningenieur Moses Schneider in seinen späten Zwanzigern; oder seinen frühen Dreißigern – jedenfalls in einem Lebensabschnitt vor Kamillentee und Hochglanz-Equipment, sich anschleichender Saturiertheit und arglistiger Altersmilde. Dreck, Wut, Tatendrang, Aufbruchsstimmung, rotziger Pessimismus, unverhohlen grantiger Punk-Geist – das sind die Parallelen zwischen jenem angegilbten Foto und der Platte, die es bebildert. Sie hört mit Fug und Recht auf den Namen „Alter Zorn“, klingt mehr nach Stunde null als nach Spätwerk-LP und probt den unsanft aufrüttelnden Würgegriff. Da war immer mehr Understatement und nordfriesische Nüchternheit als Charmeoffensive oder Frohmut, immer mehr Sehnsucht als Wohlbehagen, immer mehr Krach, wirre Worte und bärbeißige Mine zum bösen Spiel als gut gelaunter Humbug. Turbostaat-Musik, das ist Punkrock, dem Wattenmeer-Nebel in den Lungen hängt – seitdem sich die Band 1999 in der schleswig-holsteinischen Provinz formiert hat und auch ein Vierteljahrhundert später.

BDP Jugendhaus

Am Hulsberg 136 • 28205 Bremen


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