Bremen Ausstellungen
Neigh Neigh
Arbeiten zum Thema Pferde von drei ehemaligen Meisterschülerinnen von Prof. Ingo Vetter an der HfK (bis 26. Juni)
- 20:00 Uhr
- GaDeWe – Galerie des Westens
In dieser Ausstellung zeigen drei ehemalige Meisterschülerinnen von Prof. Ingo Vetter an der Hochschule für Künste Bremen Arbeiten zum Thema Pferde. Warum Pferde? Weil sie in der Kunst nie einfach nur Tiere sind. Pferde erscheinen fast immer als Erweiterung des Menschen: als Zeichen von Status, Macht oder Freiheit, aber ebenso als Projektionsfläche für Nähe, Romantik und Sehnsucht. Kaum ein anderes Motiv ist so stark aufgeladen und zugleich so widersprüchlich. Genau diese Ambivalenz macht es heute schwierig, Pferde ohne Kontext darzustellen.
Die Ausstellung versammelt drei künstlerische Positionen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Bild des Pferdes beschäftigen – nicht als Naturdarstellung, sondern als kulturelles Konstrukt, als Geste, Relikt oder Übergangsfigur. Ruth Lübke (Meisterschülerin 2022-2023) untersucht in Zeichnungen das Pferd als Symbol und Bildträger. Ihre großformatigen Arbeiten zeigen Pferde im Umfeld von Polizisten – Figuren, die selbst stark codiert sind. Im Zentrum steht der Moment, in dem Rollen sich verschieben und Macht in Fürsorge übergehen. Minjeong Park (Meisterschülerin 2024-2025) nähert sich dem Pferd aus einer biografischen und körperlichen Perspektive. Ihre großformatigen Handskulpturen, mit einem 3D-Stift aus modernem Filament gefertigt, bilden die Geste eines galoppierenden Pferdes. Sie verweisen auf ein kindliches Spiel, entstanden in einer Zeit materiellen Mangels, in der das Pferd nur als Bild existierte. Martin Reichmann (Meisterschüler 2021-2022) richtet den Blick auf die Gegenwart – und darüber hinaus. Er versteht das Pferd als popkulturelles Phänomen und kurzlebigen Trend: als Meme, Lifestyle und Projektionsfläche.
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