Bremen Literatur/Lesungen
Mona Yahia – Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie
Buchvorstellung, Moderation: Robert Levin
- 18:00 Uhr
- Zentralbibliothek
Der 30. November ist seit 2014 in Israel ein nationaler Gedenktag, der an die Flucht und Vertreibung der Juden aus den arabischen Ländern nach 1945 erinnert. Dieser Massenexodus von 750.000 jüdischen Menschen ist bei uns wenig bekannt. Die Erinnerung an die Geschichte ist aber in Israel präsent, auch durch die Literatur. Daran soll mit der Vorstellung des Romans von Mona Yahia angeknüpft werden.
„Vier Tage“ erzählt – anhand jeweils eines Tages – aus dem Leben von vier Generationen einer orientalisch-jüdischen Familie im 20. Jahrhundert. Sie alle, Hayim und Ehefrau Nazli, die Töchter Rebekka und Serafine, Rebekkas Sohn Nemir und dessen Tochter Leila, erleben radikale, einschneidende Ereignisse, im Nahen Osten und in ihrem Leben. Sie sind verwoben mit Erfahrungen von Entwurzelung, den Traumata des Exils, von Anpassung und Neuorientierung. In jeder Generation geht es um die Suche nach Zugehörigkeit und den Versuch, Heimat neu zu denken.
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