Bremen Konzerte
Klang – 100 Jahre Hans Otte
Tanzperformance, Miniaturen für Klavier und Toy-Piano sowie "Das Stundenbuch" von Hans Otte in Wort und Klang
- 17:30 Uhr
- Weserburg – Museum für moderne Kunst
Der deutsche Komponist, Pianist, Multimedia-Künstler und Rundfunkpionier Hans Otte (1926 bis 2007) wäre am 3. Dezember 2026 einhundert Jahre alt geworden. Als langjähriger Leiter der Musikabteilung von Radio Bremen prägte er das Musikleben der Hansestadt wie kein anderer und trug maßgeblich zur Entwicklung zeitgenössischer Musik im Nachkriegseuropa bei. Aus Anlass dieses runden Geburtstags laden „Realtime – forum neue musik“ vom 3. bis 5. Dezember zu einem dreitägigen Festival „Klang“ ins Hans-Otte-Klanghaus der Weserburg Museum für moderne Kunst ein. Konzerte, Gespräche, Tanz, Performance und eine audiovisuelle Ausstellung öffnen unterschiedliche Zugänge zu Hans Ottes Musik und Denken. Im Mittelpunkt stehen seine Klavierwerke, seine besondere Aufmerksamkeit für Klang und Stille – und die Frage, was davon heute weiterwirkt.
Am Geburstag selbst (3.12.) spricht Claudia Janet Birkholz mit Rainer Mordmüller über Ottes Leben und spielt aus Werken von Hans Otte, John Cage und Morton Feldmann. In den nachfolgenden Tagen werden zahlreiche Werke Ottes aufgeführt, wie sein wegweisender Klavierzyklus „Das Buch der Klänge“ (1979–1982), gespielt von Claudia Janet Birkholz, bei dem durch die langen Klangverläufe und den Verzicht auf herkömmliche Kontraste eine starke „Sogwirkung des Klanges“ entsteht. Ebenso sein späterer Zyklus „Stundenbuch“ (1991–1998), gespielt von Lydia Hammerbacher. Das Trio Hochglanz (Ingo Reulecke, Tanz, Alexander Derben, Video, und Dietmar Kirstein, Klavier) wird sich dem Werk tänzerisch nähern. Auch kommt Hans Otte selbst zu Wort, in Videos und Tonaufnahmen sowie im letzten Konzert mit Texten zum Stundenbuch, gelesen von Schauspieler Christian Bergmann.
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