Bremen Konzerte
Kammermusik am Sonntagmorgen: Trio Beluc – Das Genie auf seinen Schultern
Werke für Violine, Violoncello und Klavier von Beethoven und Brahms
- 11:30 Uhr
- Bremer Philharmoniker im Tabakquartier
„Leider nicht von mir“, sagte der Komponist Arnold Schönberg über das g-Moll Klavierquartett von Johannes Brahms, das bei dieser „Kammermusik am Sonntagmorgen“ auf dem Programm steht. Das Trio Beluc hat damit ein Werk ausgewählt, in dem Brahms seine Leidenschaft für ungarische Rhythmen und Melodien zeigt, die sogenannte „Zigeunermusik“. Dass er diese Liebe mit vielen Österreichern teilte, war Brahms bekannt, und so war es ein geschickter Schachzug, mit diesem Quartett im November 1862 in Wien als Komponist und Pianist zu debütieren. Es wurde ein großer Erfolg.
Knapp 80 Jahre zuvor erlebte Wolfgang Amadeus Mozart mit seinem g-Moll Klavierquartett in Wien das Gegenteil: Weder die Musiker noch der Verleger und das Publikum verstanden Mozarts Grundgedanken, die Streicher nicht nur als Begleitung für den Pianisten einzusetzen, sondern einen wahren Dialog zwischen Klavier, Violine, Bratsche und Cello herzustellen. Zu neuartig, zu avantgardistisch präsentierte sich Mozart für die Wiener Gesellschaft im späten 18. Jahrhundert. Nur wenige Jahre später wurde er dafür bis heute gefeiert.
Bremer Philharmoniker im Tabakquartier
Halle 1 • Am Tabakquartier 10T: 04 21 / 62 67 30
und auf "Zum Homebildschirm hinzufügen" klicken.