Östliche Vorstadt Literatur/Lesungen
Ein Menschen Kopf in den Wallanlagen – Zeitungsmeldungen aus dem Bremer Biedermeier
Michael Augustin präsentiert Fundstücke aus dem „Bremischen Unterhaltungsblatt“ der 1840er Jahre.
- 18:30 Uhr
- Stadtteilfiliale Viertel
Michael Augustin präsentiert kuriose, pointierte und verblüffende Zeugnisse aus dem Alltagsleben im biedermeierlichen Bremen. Damals, in den 1840er Jahren, als Abend für Abend zwar nicht die Bürgersteige hochgeklappt, wohl aber die Sperrgitter der städtischen Tore verriegelt wurden, also auch jene zwischen dem heutigen Gerhard-Marcks-Haus und dem Wilhelm-Wagenfeld-Haus, ging es in der Stadt und ihren Vorstädten weniger ruhig zu, als man annehmen könnte. Friedrich Wagenfeld, mit seinem legendären Buch „Bremens Volkssagen“ berühmt geworden, hielt sich damals, vor gut 180 Jahren, als Redakteur beim heute weitgehend vergessenen „Bremischen Unterhaltungsblatt“ über Wasser. Seine Spezialität: Polizeimeldungen aller Art. Urkomische Vorkommnisse, gemischt mit Berichten über tragische Ereignisse, erfreuliche Innovationen und skandalöse Begebenheiten. In zwei in der Edition Temmen erschienenen Büchern, „Hiesige Vorfälle“ und „Was gibt es Neues“, hat Michael Augustin die skurrilsten Miniaturen Friedrich Wagenfelds gesammelt. Darunter, wie sollte es anders sein, auch Merkwürdigkeiten aus der Gegend, die wir heute „Das Viertel“ nennen.
Der Autor:
Michael Augustin lebt als Schriftsteller im Bremer Ostertorviertel. Seine Bücher sind in viele Sprachen übersetzt worden, und er ist Mitglied im PEN Deutschland.
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