Bremen Theater
Die Maus, die brüllte
Komödie von Leonard Wibberley und Christopher Sergel
- 17:00 Uhr
- Theater Am Deich
Groß-Fenwick: Ein Zwergstaat mitten in Europa, gegründet im 14. Jahrhundert, als eine Kompanie englischer Bogenschützen dieses Herzogtum gewann. Bodenschätze gab es keine, so blieb man unter sich, bewahrte mittelalterliche Traditionen bei Kultur und Militär und kultivierte den Weinbau. Die Handlung setzt irgendwann in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein und im Fürstenhaus stellt man fest, dass in den Vereinigten Staaten ihr „Pinot Grand Fenwick“ schamlos kopiert wird, was die Staatseinnahmen ruiniert.
Das bedeutet Krieg! – mit dem Hintergedanken, ihn selbstverständlich zu verlieren und dann Aufbauhilfen zu erhalten, wie es in Deutschland und Japan schließlich auch funktioniert hat. Nach Überstellung der förmlichen Kriegserklärung bricht eine Invasionstruppe von entschlossenen, aber wenig kampfstarken und nur mäßig ausgerüsteten Langbogenschützen Richtung New York auf und gelangt dort ungehindert an Land. Der Anführer missversteht dabei das eigentliche Missionsziel (der Niederlage), was eine Reihe an unvorhergesehenen Verwicklungen nach sich zieht und die Machtverhältnisse völlig durcheinanderbringt. Das US-Militär ist alarmiert, der dazugehörige Präsident erst recht, und im Theater am Deich wird gezeigt, wie urkomisch Weltpolitik auch im Kleinen sein kann.
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