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Nov.
Mo 23
23. Nov.

Bremen Konzerte

Bremer Philharmoniker – Liebeskummer à la Mahler und Berlioz

Werke von Bonis, Mahler und Berlioz, Bariton: Birger Radde, Dirigentin: Corinna Niemeyer


Bremer Philharmoniker – Liebeskummer à la Mahler und Berlioz
Foto: Simon Pauly

Drei starke Frauen portraitiert die französische Komponistin Mel Bonis in ihrem Werk „Trois Femmes de Légende“: Kleopatra, Ophelia und Salome. Bonis selbst war auch eine starke Frau, die den Konventionen ihrer Zeit trotzen musste, um als Komponistin arbeiten zu können. Der Preis, den sie dafür bezahlen musste, war hoch: Ihre musikalische Karriere wurde vom Ehemann ausgebremst. Nur die Musik bedeutete Freiheit für sie. Heute erfährt Bonis endlich mehr und mehr jene Wertschätzung, die ihr zu Lebzeiten verwehrt geblieben ist.
Über mangelnde Wertschätzung brauchte sich Gustav Mahler nicht beklagen, gleichwohl blieb auch er von den Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens nicht verschont. Seine Lieder eines fahrenden Gesellen entstanden unter dem Einfluss heftigen Liebeskummers. Des Komponisten Seelenpein wird hier zum Katalysator, das Komponieren zum Verdrängungsprozess. Das Ergebnis ist ein Spagat zwischen einer realen und einer Traumwelt. Dort ist Hector Berlioz‘ „Symphonie fantastique“ angesiedelt, eine im wahrsten Sinne des Wortes fantastische Geschichte. Hier findet sich das pralle Leben: melancholische Träumerei und unbändige Freude, delirierende Leidenschaft und Tränen.

Die Glocke

Domsheide 4/5 • 28195 Bremen
T: 04 21 / 33 66 99
www.glocke.de


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