Bremen Konzerte
Antonin Dvorak – Stabat Mater
Oratorium mit dem Osterchorsteinway, dem Orchestersteinway und Solisten
- 18:00 Uhr
- St.-Ursula-Gemeinde
Antonin Dvorak gilt neben Smetana als Begründer tschechischer Nationalmusik. Nach Jahrhunderten der Fremdherrschaft durch die Habsburger Monarchie spielten die tschechische Sprache und die nationale Kultur wieder eine bedeutendere Rolle. Das „Stabat Mater“ hat als Grundlage allerdings die lateinische Sprache. Der Text geht zurück auf eine sogenannte „Sequenz“, die der Franziskaner-Mönch Jacopone da Todi für die Karfreitags-Liturgie dichtete.
Die Entstehung des Oratoriums wurde stark beeinflusst von tieftraurigen Erlebnissen, die Dvorak und seine Frau Anna zu ertragen hatten: Innerhalb kurzer Zeit starben die drei Kinder durch tragische Umstände. Nach dem Tod des ersten Kindes hatte Dvorak bereits Skizzen auf Grundlage des mittelalterlichen Textes von da Todi entworfen; nach dem Schicksal des dritten Kindes, seines Sohnes, der den Windpocken erlag, nahm Dvorak die Arbeit wieder auf. So hat das Werk zwei Bezüge: Einerseits wird das Leid Marias neben dem Kreuze ihres Sohnes Jesus dargestellt, andererseits fließt die Trauer über den Tod der eigenen Kinder in das Werk.
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