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HB-People: Immer ganz nah an der Musikszene dran

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Das Portal ist in Bremen stark verwurzelt

Für Konzertbegeisterte und viele an der Kultur interessierte Menschen aus Bremen und dem Umland ist das Internetportal HB-People ein Pflicht-Lesezeichen im Browser. Das ehrenamtliche Projekt und Online-Stadtmagazin berichtet regelmäßig über die Musikszene in und um Bremen. Wir trafen uns mit dem Initiator Pascal Faltermann auf ein kurzes Interview und erfuhren, welches Konzert ihn am meisten beeindruckt hat.

Faltermann
Pascal Faltermann ist der Initiator von HB-People in Bremen.

Wie lange existiert das Portal HB-People bereits?

Pascal Faltermann: Angefangen hat alles bereits Anfang der 2000er in Rotenburg mit dem Projekt ROW-People. Dort bin ich irgendwann dazugestoßen, habe Texte geschrieben und auf Konzerten Bilder gemacht. Als ich 2006 dann nach Bremen gezogen bin, um dort Fachjournalistik zu studieren, habe ich die Projektleiter von ROW-People überzeugt, mit einer Variante der Seite für Bremen online zu gehen. Ich suchte dann ein paar Mitstreiter  – und im Frühjahr 2007 ging es los mit HB-People.

Wo liegt der Schwerpunkt des Portals?

Pascal Faltermann: Unser Ziel war und ist es, mit unserer Berichterstattung die lokale Musikszene zu stärken und ihr eine Plattform zu geben. Es war in allen Jahren seit der Entstehung ein ehrenamtliches Projekt. Die ein, zwei verkauften Anzeigen finanzieren gerade mal unsere Serverkosten und bestenfalls noch ein paar Kisten Bier für die Weihnachtsfeier.

Durch die Arbeit an diesem Herzensprojekt habe ich zahlreiche Veranstalterinnen und Veranstalter sowie Clubs aus Bremen kennengelernt und bin mit einigen Menschen aus der Branche schon ewig verbunden. Seit ich vor drei Jahren Vater geworden bin, ist es natürlich weniger geworden mit den Konzertbesuchen.

Du arbeitest hauptberuflich für den WESER-KURIER …

Pascal Faltermann: Richtig.

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Das Logo von HB-People aus Bremen. HB-People

Wie gehst Du denn mit spannenden Informationen aus der Musikszene um?

Pascal Faltermann: Als Erstes schreibe ich es für den WESER-KURIER auf. Doch wenn es um eine Punkband aus dem Viertel geht, die keiner kennt, ist es für die Tageszeitung meist nicht relevant.

Wie viele Menschen sind derzeit bei HB-People engagiert?

Pascal Faltermann: Momentan sind wir aktiv circa sechs bis sieben Personen. Diese sind je nach privater und beruflicher Situation mehr oder weniger eingebunden. Wir sind zudem immer offen für neue Leute, die sich einfach bei uns melden und eine E-Mail an: info@hb-people.de schreiben können. Sie müssen jedoch wissen, dass es kein Geld gibt, das haben nicht. Aber dafür kann man sich journalistisch ausprobieren.

Welches Konzert hat dich in Bremen am meisten beeindruckt?

Pascal Faltermann: Es sind kurioserweise nicht die großen Auftritte, die mich am meisten beeindruckt haben. Ich fand beispielsweise Frank Turner im Lagerhaus vor einigen Jahren richtig gut. Der spielt inzwischen in deutlich größeren Locations. Kettcar im ausverkauften Schlachthof fällt mir ebenfalls dabei ein. Der gefällt mir als Veranstaltungsort übrigens auch sehr. Der Sound dort ist richtig gut, und diese Art von Arena ist einfach toll. Und The Gaslight Anthem, die 2007 vor gerade mal 40 Leuten im ehemaligen Club Nook hinterm Güterbahnhof spielten. Wenig später spielten sie auf der Hauptbühne beim Hurricane-Festival.

Screenshopt HB People
Die Seite HB-People aus Bremen. HB-People

Wie geht es weiter mit HB-People?

Pascal Faltermann: Das Portal lebt natürlich von der Leidenschaft und dem Engagement der Leute. Aufgrund von Familie und Co. kommen wir zu weniger, haben aber immer noch richtig Bock drauf. Ich würde mir eine Plattform für lokale Musiker und Nachwuchsbands wünschen. Es sollte idealerweise kein kommerzielles Interesse dahinterstehen, trotzdem muss der Qualitätsanspruch hoch sein. Vielleicht kann sich so etwas über einen Soli-Beitrag der Bremer Bands und Clubs finanzieren. Ich bin aber auch der Meinung, dass es sich durch Anzeigen tragen könnte. Es war aber nie der Plan, damit Geld zu verdienen, denn im Herzen sind die meisten „für immer Punk“.

Wie beurteilst du den derzeitigen Neustart der Kulturszene?

Pascal Faltermann: Ich hoffe sehr, dass viele Clubs und Veranstaltende die derzeitige Krise überleben, überhaupt wieder aufmachen und Konzerte veranstalten. Außerdem würde ich mal einer Bremer Band einen nationalen oder sogar internationalen Erfolg wünschen.

Weitere Infos zu Kultur und Musik in Bremen gibt es auf der Seite von HB-People, bei der Musikszene Bremen und beim Clubverstärker. Viele Events finden sich auch im Veranstaltungskalender unseres Portals.

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Autorenbild Tjark Worthmann

Von Tjark Worthmann

Ich fahre am liebsten mit der Vespa oder der Schwalbe durch unsere schöne Hansestadt und entdecke dabei immer wieder geheime Wege und versteckte Orte.

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