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Bremer Hörkino: Black Box Sterbehilfe – Doku über assistierten Suizid

Radiofeature von Martina Keller


Bremer Hörkino: Black Box Sterbehilfe – Doku über assistierten Suizid
Foto: Piet Haarstick

Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2020 boomt die Suizidhilfe in Deutschland. Das höchste Gericht hatte damals entschieden, dass die Unterstützung zum Suizid unter bestimmten Voraussetzungen straffrei ist. Die Folge: Sterbehilfeorganisationen und Einzelpersonen – Ärzte, Bestatter, Juristen, Lehrer – helfen zunehmend mehr Menschen, sich das Leben zu nehmen. Und lassen sich ihre Dienstleistung gut bezahlen.
Die Zahl der Suizide insgesamt stieg 2022 erstmals seit langem auf mehr als 10.000 im Jahr. Wie viele davon begleitet wurden, weiß aber niemand: Das Statistische Bundesamt erfasst assistierte Suizide nicht gesondert. Überhaupt liegt auf dem Gebiet vieles im Dunkeln. So kritisieren Fachleute, dass Suizidwillige mit psychischen Problemen oft nicht von Fachärzten begutachtet werden, um zu klären, ob sie freiwillig handeln. Zudem betätigen sich viele Gutachter gleichzeitig als Suizidhelfer – ein Interessenskonflikt. Die Hilfe zur Selbsttötung ist eine Art Black Box – weitgehend unerforscht und undokumentiert.

Altes Fundamt

Auf der Kuhlen 1a • 28203 Bremen


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